“Kann die enge Beziehung zwischen Lama Zopa und S.H. dem Dalai Lama es rechtfertigen, dass FPMT Zentren und Mitglieder eine Art spirituelle Polizei sind?”

Offener Brief von Bhikku Yeshe Sangye, einem langjährigen Mönch der FPMT (Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition) und engem Schüler des Gründers der FPMT, Lama Yeshe. Er spricht, nachdem er 20 Jahre geschwiegen hat, über seine tiefe Besorgnis bezüglich der Diskriminierung der FPMT gegenüber Dorje Shugden Praktizierenden. Hier sind einige Auszüge aus seinem langen Brief

“Wir in der FPMT, insbesondere diejenigen, die nach dem Tode Lama Yeshes hinzugekommen sind, sollten mit Weitsicht an die Zukunft denken. Unser Gründungsvater war ein guter Dorje Shugden Praktizierender und sein Vermächtnis wurde Lama Zopa übergeben, der von Dorje Shugden als Tulku erkannt wurde. Alle unsere Linienlamas haben Dorje Shugden als ihren hauptsächlichen Beschützer praktiziert. Wir dürfen diesen Beschützer in keiner Weise kritisieren.”

“Viele, viele, viele der alten Studenten von Lama Yeshe sind mit ihrer Praxis von Dorje Shugden in den Untergrund gegangen. Manche, wie ich, gehen nicht mehr zu den Zentren hier in den USA. Sie werden ihre Praxis von Dorje Shugden aufgrund ihrer grossen Hingabe an Lama Yeshe nicht aufgeben und sind geradezu entgeistert darüber, welche Richtung einige neue FPMT-Zentren mit ihren arroganten Hexenjagden einschlagen. Wichtig zu erinnern ist: NUR WEIL DU UNTERWEISUNGEN DES DALAI LAMA BESUCHT HAST, ODER MIT IHM ZUSAMMEN AUF PHOTOS BIST, BERECHTIGT DICH DAS NICHT AUTOMATISCH SPIRITUELLE POLIZEI ZU SEIN UND AUF HEXENJAGDEN ZU GEHEN. Wir müssen die Essenz dessen praktizieren, was S.H. lehrt, so wie es Lama Yeshe tat, nämlich Toleranz, Mitgefühl, Vergeben, und niemals irgendeinen Lama, Dharma, Linie oder Praxis verleumden. Denn die karmischen Folgen werden auf uns zurückfallen. Wir sollten niemals irgendeinen neuen FPMT-Studenten fehlleiten, diesem Gedankengang zu folgen. Wenn wir es tun, zerstören wir unsere Organisation langsam.”

“Wir sollten nicht praktizieren oder nicht praktizieren, je nachdem wozu uns die gegenwärtige politische Situation zwingt oder nicht. Wir sollten tun, was unser Lama sagt. Also während Lama’s Leben ist Dorje Shugden gut und jetzt ist Lama tot, dann ist Dorje Shugden schlecht??? Würde daraus nicht folgen, dass Lama falsch lag, schlechte, degenerierte Praxis hatte, einen Mangel an Weisheit, keine Zuflucht, keine Erlangungen und sein Leben damit verschwendet hat, einen Geist anzubeten?? Wenn Lama uns also Heruka-Ermächtigungen und Praxis gab, dann hatte das keine Segnungen, weil Lama’s Zuflucht aufgrund seiner Praxis von Dorje Shugden degeneriert war?? Da Dorje Shugden ein Geist ist und Lama seine ‘sogtae’ (Dorje Shugden Einweihung), oder Praxis der Lebenshingabe, sein ganzes Leben aufrecht erhielt, dann waren alle anderen Praktiken, die Lama ausführte degeneriert und unwirksam, als er sie uns gab.

Also wäre auch jegliche Praxis, die Lama Zopa von Lama Yeshe empfing und an andere weitergab logischerweise degeneriert??? Nicht wahr?

Die Implikationen sind schwerwiegend, wenn wir die Wahl treffen so zu denken … Es würde also bedeuten, dass viele der Praktiken, die Lama Zopa jetzt ausübt und an andere gibt – da er sie direkt von Lama Yeshe empfangen hat – degeneriert sind, da Lama Yeshe degeneriert war?? Natürlich nicht. Das ist ein sehr gefährlicher Gedankengang. Wir gehen da in eine sehr ruinöse Richtung. Ich habe zugeschaut, wie Lama Zopa weichgeklopft wurde, seine Dorje Shugden Praxis ‘aufzugeben’.”

Bitte gehe auf die Dorje Shugden Website, um den vollständigen Brief zu lesen. Yeshe Sangye hat grossen Mut gezeigt, sich öffentlich zu äussern, als er gesehen hat, dass die FPMT Dorje Shugden Praktizierenden nicht einmal mehr Zutritt zu ihren Zentren gibt. Mögen Yeshe Sangyes reinen spirituellen Wünsche für die FPMT wahr werden und religiöse Harmonie und Freiheit in Ost und West wieder hergestellt werden.

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Was ist die Western Shugden Society (WSS)?

Was ist die Western Shugden Society (WSS)?

Die Western Shugden Society (WSS) ist eine internationale Vereinigung, die 2008 gebildet wurde, um die Religionsfreiheit für Verehrer der buddhistischen Gottheit Dorje Shugden zu schützen. Obwohl Millionen von Buddhisten seit Jahrhunderten friedlich die Praxis dieser verehrten Gottheit – eines Weisheitsbuddhas – ausführen, hat der 14. Dalai Lama 1978 ein unrechtmässiges Verbot dieser Praxis erlassen. Er hat behauptet, dass diese Gottheit ein böser Geist sei und seine Verehrung das Leben des Dalai Lama verkürze sowie die Frage der tibetischen Unabhängigkeit bedrohe.

Es ist nicht ganz klar, warum der Dalai Lama solch drastische Massnahmen gegen Dorje Shugden Praktizierende ergriffen hat. Viele grosse Meister der Vergangenheit haben diese Praxis geschätzt, einschliesslich des persönlichen Lehrers des Dalai Lamas und auch ihm selbst, während der ersten 45 Jahre seines Lebens. Das tibetische Staatsorakel hat jedoch 1978 dem Dalai Lama geraten, die Verehrung Dorje Shugdens zu verbieten. Dies hat zu einer ganzen Reihe von Unterdrückungsmassnahmen und rechtswidrigen Handlungen geführt, die jetzt vielerorts dokumentiert sind, einschliesslich der Website der Western Shugden Society, der Dorje Shugden Devotees, Wisdom Buddha Dorje Shugden , seinem Blog und anderswo.

Trotz der Tatsache, dass die indische Verfassung Gottheitendiskriminierung verbietet, fordert die Exilregierung des Dalai Lama von Shugden Praktizierenden in Indien, dass sie ein Dokument unterschreiben, in welchem sie versprechen diese Gottheit aufzugeben. Die dies verweigern, sind vielen Formen der Unterdrückung ausgesetzt, einschliesslich Ausschluss aus ihren Gemeinden, Entzug von materieller und spiritueller Unterstützung, sie selbst und ihre Familien werden eingeschüchtert, aus Klöstern ausgestossen und verbal und körperlich von Anhängern des Dalai Lama angegriffen. Bislang wurden über 900 Mönche aus ihren Klöstern ausgestossen und materielle Hilfe zum täglichen Überleben wurde ihnen verweigert. Als Folge dieser rechtswidrigen Handlungen sind der Dalai Lama und seine Regierung jetzt vor einem indischen Gericht angeklagt worden, wegen Verletzung der indischen Verfassung, die ihren Bürgern eine vollständige Religionsfreiheit garantiert.

Um Dorje Shugden Praktizierende in ihrem Kampf um Religionsfreiheit in Indien und anderen Ländern zu unterstützen, hat sich eine Gruppe von Tibetern und Westlern im Jahr 2008 zur Western Shugden Society zusammengeschlossen. Die WSS hat an den Dalai Lama und seine Regierung geschrieben und um Treffen gebeten, sie hat gegen das Verbot protestiert und um Beweise gebeten, welche die Behauptung des Dalai Lamas belegen, dass die Praxis von Dorje Shugden sowohl im selbst als auch der tibetischen Unabhängigkeit schade. Bis zum heutigen Tag hat sich das Büro des Dalai Lamas geweigert solche Beweise zu erbringen, oder sich mit Vertretern der Western Shugden Society zu treffen.

Mangels einer Antwort des Dalai Lamas und seiner Regierung, hat die Western Shugden Society im Juni 2008 mit einer Reihe friedlicher Proteste begonnen, um den Dalai Lama zu bitten, denen, die diese althergebrachte Praxis ausüben wollen, ihre Religionsfreiheit wieder zu geben. Dadurch wurde international Aufmerksamkeit auf diese Situation gelenkt. Obwohl die Demonstrationen in New York, Wisconsin, England, Deutschland, Frankreich und anderswo tausende von besorgten Demonstranten versammelten, steht die Antwort des Dalai Lamas auf die Bitten der WSS und Dorje Shugden Praktizerenden in der ganzen Welt immer noch aus.

Die Western Shugden Society hat versichert, dass sie weiterhin für die Rechte derjenigen eintritt, die in friedlicher Weise die Dorje Shugden Praxis ausführen möchten. So lange, bis die verfassungsmässigen Rechte und die Religionsfreiheit dieser Praktizierenden voll und ganz wieder hergestellt sind.

Weitere Information befindet sich auf der offiziellen Website der Western Shugden Society