Mitteilung der Shugden Society USA vom 2. September 2009

Mitteilung der Shugden Society USA

Pressemitteilung vom 02. September 2009

Heute bitten wir um die Aufmerksamkeit all derer, die an eine friedliche Koexistenz aller Religionen dieser Welt glauben und insbesondere all der Menschen, die an die Religionsfreiheit und die Menschenrechte glauben.

Der heutige Tag, der 02. September, ist der tibetische Tag der Demokratie, aber ironischerweise haben wir Tibeter image001keine wahre Demokratie, und dies aufgrund der Politik der tibetischen Exilregierung unter dem machtvollen Einfluss des Dalai Lama, welche unsere Rechte auf Religionsfreiheit untergräbt, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und anderen Internationalen Vereinbarungen festgelegt sind. Wir, die Dorje Shugden Praktizierenden, gedenken dem 2. September, um ein globales Gewahrsein unserer Notlage zu erwecken.

Am 09. Januar 2008 hat S.H. der Dalai Lama erklärt, dass „Dorje Shugden Verehrer von den Chinesen unterstützt werden und deshalb gäbe es für sie keine Notwendigkeit im Exil zu sein; sie könnten zurück nach Tibet gehen (unter chinesische Herrschaft).“ Am gleichen Tag rief er ebenfalls „zu einer Volksabstimmung auf, um zu entscheiden ob die Mehrheit der Tibeter mit den Verehrern dieser Gottheit zusammenleben will.“ Dies ist ein Aufruf zur Apartheid in der tibetischen Gesellschaft, unter dem Deckmantel angeblich praktizierter Demokratie. Solche Worte von S.H. dem Dalai Lama zu hören, den wir als unseren mitfühlenden Führer betrachten und der in der ganzen Welt als Friedensträger bekannt und respektiert ist, bricht die Herzen unseres gesamten Volkes. Zudem werden die Aussagen Seiner Heiligkeit aufgrund seiner Position und seines Einflusses zur allgemeinem Politik der Regierung und haben deshalb weittragende Konsequenzen. Solche Aussagen aus der Position Seiner Heiligkeit untergraben unsere Grundrechte: unser Recht auf Religionsfreiheit, des friedlichen Zusammenlebens und das Recht der Gleichbehandlung. Sie drücken eine offene Verachtung für die Verehrer der Gottheit aus; sie implizieren Anschuldigungen, für die es keine Grundlage gibt. Diese Aussagen bergen ein großes Potenzial, Gewalt unter den Bürgern auszulösen und als Folge wurden wir, die Anhänger dieser Gottheit und unsere Familienmitglieder, zu Opfern von Ausgrenzung und Gewalt.

Unter Bezugnahme auf den Brief vom 25. April 2008 an den Premierminister der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, und den Dalai Lama, hatten wir an die tibetische Regierung appelliert, unsere Forderungen bis zum 02. September 2008 zu erfüllen.

Unsere Forderungen waren:

  • uns die Grundrechte der Redefreiheit, des Glaubens und des friedlichen Zusammenlebens zuzugestehen, so wie es in der Verfassung der tibetischen Exilregierung und demokratischen Ländern garantiert wird.
  • Das Verbot der Shugden Praxis und die religiöse Verfolgung der Praktizierenden aufzuheben.
  • Den systematischen Apartheidsprozess in den tibetischen Exilgemeinden zu stoppen, der zu sozialer, geistiger und körperlicher Qual von Shugden Praktizierenden geführt hat.

Unsere Forderungen wurden wieder und wieder ignoriert und die Notlage hat sich durch Folgendes weiter verschlechtert:

  • Die tibetische Exilregierung fährt damit fort, Shugden Praktizierende vom Rest der tibetischen Gesellschaft abzuspalten und auszusperren.
  • Sämtliche tibetischen Medien, einschließlich der tibetischen Redaktion von Voice of America sowie Radio Free Asia, stehen nicht etwa für demokratische Prinzipien ein sondern fördern weitere Apartheid und Ausgrenzung von Shugden Verehrern.
  • Hunderte von Mönchen die Dorje Shugden verehren wurden aus Klöstern ausgegrenzt und ausgeschlossen. In der Folge wurde quer durch das Kloster Ganden in Südindien im März 2008 eine Mauer gebaut, um die Shugden Verehrer auszugrenzen.
  • Mönchen, die Shugden verehren, wurde medizinische Versorgung durch die Kliniken in den tibetischen Exilgemeinden verweigert.
  • Studenten, deren Eltern Dorje Shugden verehren, wurden aus dem Schulsystem ausgeschlossen.
  • Bildnisse der Gottheit Dorje Shugden wurden an Orten wie Lhasa, Zentraltibet, Südindien und Kathmandu zerstört.

Aufgrund solcher Verletzung unserer grundlegenden Menschenrechte haben wir keine andere Wahl, als uns für unsere Rechte einzusetzen. Von diesem Tag an werden wir eine Kampagne mit folgenden Maßnahmen durchführen, bis unsere demokratischen Rechte, unsere religiöse Freiheit auszuüben, hergestellt sind:

  • Initiativen, um in den verschiedenen Medien ein Gewahrsein für unsere Notsituation zu wecken.
  • Petitionen und Unterschriftensammlungen zu organisieren und an die verschiedenen zuständigen Behörden und Organisationen einzureichen.
  • Systematische Demonstrationen zu organisieren.

Nachstehend einige der kürzlichen Vorfälle von Gewaltanwendung gegenüber Shugden Verehrern:

  1. Im Juli 2008 wurden Poster, wie für gesuchte Verbrecher, mit den Bildern einiger Mönche die an Protesten der Western Shugden Society teilgenommen hatten, in Queens, New York, aufgehängt. In einem Bericht von Al Dschasira über diese Poster heißt es: „Kein Shugden Verehrer wurde jemals für Terrorismus angeklagt oder verfolgt, aber dennoch sind die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, Opfer von Beschimpfungen und Anschuldigungen.“
  2. Tausende von Mönchen und Laien haben das Kloster Gaden Shartse in Südindien angegriffen. 40 Menschen wurden dabei verletzt und Gebäude beschädigt.
  3. In Tibet wurde 1997 eine Nonne zusammengeschlagen und nackt zum Sterben auf der Straße zurückgelassen. Glücklicherweise überlebte sie.
  4. In Clement Town wurde versucht, das Haus einer Familie von Shugden Verehrern in Brand zu stecken.
  5. Am 29. Juli 2009 hat die Tibetische Redaktion von Radio Free Asia, in der Absicht die tibetische Öffentlichkeit gegen Shugden Verehrer aufzuwiegeln, diese dafür beschuldigt, für die Entführung von Tenzin Thakpa, Wöser Rinpoches Vater, sowie eines 13-jährigen Jungen und einiger Ziegen und Schafe in Markham verantwortlich zu sein. In Wirklichkeit waren Wöser Rinpoches Vater und ein 13-jähriger Junge Opfer von Überflutungen und Tenzin Thakpa wurde lebendig und wohlauf gesehen, als er in Lhasa und Indien umher reiste.

Dies sind nur einige Beispiele von zahllosen Gräueltaten der Gewalt und Diskriminierung gegenüber Shugden Verehrern.

Unterzeichnet, mit besten Wünschen

Shugden Society USA

Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong Rinpoche, der Premierminister der tibetischen Exilregierung kämpft immer noch weiter in der verlorenen Schlacht. Trotz der Tatsache, dass die Shugden Praxis in der tibetischen Gelug-Tradition weiter erblüht und z.B. gerade erst die neuen Klöster Shar Gaden und Serpom Norling eröffnet wurden, hat sich Samdhong während eines Besuches in der Schweiz kürzlich gegen Dorje Shugden Praktizierenden geäußert, wie von Radio Free Asia berichtet wurde.shargaden07

30. August 2009

Sprecher: Der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der Kalon Tripa der tibetischen Exilregierung hat der Schweizer Öffentlichkeit Ratschläge gegeben, dass sie der Shugden Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit widmen sollen. Bitte hören sie die Meldungen, die uns von Tsering Phuntsok gesendet wurden.

Tsering Phuntsok: Während seines kürzlichen Besuches in der Schweiz hat der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der politische Führer der tibetischen Exilregierung gesagt, dass die Dholgyal (Shugden) Angelegenheit nicht nur eine religiöse Angelegenheit sei, sondern von der Chinesischen Regierung benutzt wird. Er hat die Öffentlichkeit angewiesen, der Sache ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Samdhong Rinpoche: Bezüglich unserer Religion und Politik, wurden einige Shugden Verehrer zu einem Werkzeug,

Transkript der Ansprache von Samdhong

Transkript der Ansprache von Samdhong

das von den politischen Führern der Volksrepublik China verwendet wird. Abgesehen davon haben sowohl in Tibet als auch im Exil über 95% der Mönche, Nonnen und Laien aufgegeben was aufzugeben ist und praktiziert was zu praktizieren ist und es geht ihnen sehr gut. Die gegenwärtige Situation ist beispielsweise so, obwohl es in den Sitzen der Klöster Sera, Drepung und Ganden nur wenige Shugden Verehrer gab, wurden sie getrennt und wurden rein, nachdem die religiösen und materiellen Verbindungen unterbunden waren. Es sind nur sehr wenige Tibeter unter ihnen. Es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, zu denen viele aus den Grenzgebieten gehören, welche die Angelegenheit nicht verstehen und durch Materialien getäuscht wurden. Ich denke, es wird nicht lange dauern, bis dies gesäubert ist. Allerdings wurden die Dholgyal Verehrer zu einer Sache, die von der VR China für Politik und Propaganda benutzt wird. Deshalb ist es keine religiöse Frage. Es ist eine ausschließlich politische Angelegenheit. Deshalb gibt es in Europa und besonders um die Schweiz herum einige Streitigkeiten von Dholgyal Verehrern, die immer noch eine unerledigte Sache sind. Wenn man kürzlich in die Medien und Zeitungen rund um dieses Land geschaut hat, versuchen sie ihr Bestes um von den Toten aufzuerstehen. Hinsichtlich dieser Angelegenheit hat die Schweizer Öffentlichkeit einen klaren Standpunkt bezogen. Ihr solltet es bis zum Ende durchziehen; die Öffentlichkeit hat die Verantwortung ihren Fortbestand auszulöschen, welche wie Giftgas ist, ohne sie in der Zukunft wieder anwachsen zu lassen. Deshalb solltet ihr dies in Betracht ziehen.

Samdhong Rinpoche verursacht wieder einmal Unruhe und Zwietracht in der tibetischen Gesellschaft. Seine Behauptung, die Shugden Angelegenheit sei eine politische, ist nicht korrekt. Es handelt sich um eine religiöse Angelegenheit, denn selbst die vom Dalai Lama gegen die Shugden Praxis vorgebrachten Einwände sind fast ausschließlich religiöse. Es wäre korrekt von Samdhong zu sagen, dass sich eine Shugden Angelegenheit überhaupt nur aufgrund der Vermischung von Religion und Politik durch den Dalai Lama entwickelt hat. Es ist nicht China, welches Dorje Shugden als politisches Mittel benutzt, sondern die tibetische Exilregierung hat aus politischen Gründen ein Problem geschaffen.

Leider muss auch gesagt werden, obwohl die Western Shugden Society ihre Protestkampagne gegen die Unterdrückungspolitik des Dalai Lama ausgesetzt hat, haben der Dalai Lama und seine Regierung niemals aufgehört, zu versuchen Dorje Shugden Praktizierenden weiterhin Schaden zuzufügen. Obwohl der Dalai Lama während seines kürzlichen Besuches in Taiwan davon redete, wie sehr er der Demokratie verpflichtet ist, gab es in seiner Regierung wenig Anzeichen für Demokratie, als er die gegenwärtige Situation um die Shugden Verehrung dadurch auslöste, dass er die materielle Unterstützung für Shugden Verehrer unterband und sogar ihre Familien zwang, das gleiche zu tun. Er selbst gibt den Tibetern nicht die demokratische Freiheit der Tradition der Shugden Praxis zu folgen, die ihnen von ihren spirituellen Meistern übermittelt wurde.

Trotz der markigen Worte von Samdhong bezüglich der „Säuberung“ der tibetischen Gesellschaft – die unheilvolle Assoziationen weckt – sind die Hoffnungen der tibetischen Exilregierung, die Shugden Praxis zu zerstören, vergeblich, denn sie erblüht sowohl in der tibetischen Gesellschaft als auch im Rest der Welt und es gibt keine Möglichkeit für sie, dies zu verhindern.

Eine Erinnerung: das jährliche Medizinbuddha Festival wird am 29. September 2009 im Kloster Serpom stattfinden, wo hunderte von Mönchen eine Woche lang dreimal täglich Pujas für das Wohlergehen aller Lebewesen ausführen, und insbesondere für Verehrer und Unterstützer des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden.