Mitteilung der Shugden Society USA vom 2. September 2009

Mitteilung der Shugden Society USA

Pressemitteilung vom 02. September 2009

Heute bitten wir um die Aufmerksamkeit all derer, die an eine friedliche Koexistenz aller Religionen dieser Welt glauben und insbesondere all der Menschen, die an die Religionsfreiheit und die Menschenrechte glauben.

Der heutige Tag, der 02. September, ist der tibetische Tag der Demokratie, aber ironischerweise haben wir Tibeter image001keine wahre Demokratie, und dies aufgrund der Politik der tibetischen Exilregierung unter dem machtvollen Einfluss des Dalai Lama, welche unsere Rechte auf Religionsfreiheit untergräbt, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und anderen Internationalen Vereinbarungen festgelegt sind. Wir, die Dorje Shugden Praktizierenden, gedenken dem 2. September, um ein globales Gewahrsein unserer Notlage zu erwecken.

Am 09. Januar 2008 hat S.H. der Dalai Lama erklärt, dass „Dorje Shugden Verehrer von den Chinesen unterstützt werden und deshalb gäbe es für sie keine Notwendigkeit im Exil zu sein; sie könnten zurück nach Tibet gehen (unter chinesische Herrschaft).“ Am gleichen Tag rief er ebenfalls „zu einer Volksabstimmung auf, um zu entscheiden ob die Mehrheit der Tibeter mit den Verehrern dieser Gottheit zusammenleben will.“ Dies ist ein Aufruf zur Apartheid in der tibetischen Gesellschaft, unter dem Deckmantel angeblich praktizierter Demokratie. Solche Worte von S.H. dem Dalai Lama zu hören, den wir als unseren mitfühlenden Führer betrachten und der in der ganzen Welt als Friedensträger bekannt und respektiert ist, bricht die Herzen unseres gesamten Volkes. Zudem werden die Aussagen Seiner Heiligkeit aufgrund seiner Position und seines Einflusses zur allgemeinem Politik der Regierung und haben deshalb weittragende Konsequenzen. Solche Aussagen aus der Position Seiner Heiligkeit untergraben unsere Grundrechte: unser Recht auf Religionsfreiheit, des friedlichen Zusammenlebens und das Recht der Gleichbehandlung. Sie drücken eine offene Verachtung für die Verehrer der Gottheit aus; sie implizieren Anschuldigungen, für die es keine Grundlage gibt. Diese Aussagen bergen ein großes Potenzial, Gewalt unter den Bürgern auszulösen und als Folge wurden wir, die Anhänger dieser Gottheit und unsere Familienmitglieder, zu Opfern von Ausgrenzung und Gewalt.

Unter Bezugnahme auf den Brief vom 25. April 2008 an den Premierminister der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, und den Dalai Lama, hatten wir an die tibetische Regierung appelliert, unsere Forderungen bis zum 02. September 2008 zu erfüllen.

Unsere Forderungen waren:

  • uns die Grundrechte der Redefreiheit, des Glaubens und des friedlichen Zusammenlebens zuzugestehen, so wie es in der Verfassung der tibetischen Exilregierung und demokratischen Ländern garantiert wird.
  • Das Verbot der Shugden Praxis und die religiöse Verfolgung der Praktizierenden aufzuheben.
  • Den systematischen Apartheidsprozess in den tibetischen Exilgemeinden zu stoppen, der zu sozialer, geistiger und körperlicher Qual von Shugden Praktizierenden geführt hat.

Unsere Forderungen wurden wieder und wieder ignoriert und die Notlage hat sich durch Folgendes weiter verschlechtert:

  • Die tibetische Exilregierung fährt damit fort, Shugden Praktizierende vom Rest der tibetischen Gesellschaft abzuspalten und auszusperren.
  • Sämtliche tibetischen Medien, einschließlich der tibetischen Redaktion von Voice of America sowie Radio Free Asia, stehen nicht etwa für demokratische Prinzipien ein sondern fördern weitere Apartheid und Ausgrenzung von Shugden Verehrern.
  • Hunderte von Mönchen die Dorje Shugden verehren wurden aus Klöstern ausgegrenzt und ausgeschlossen. In der Folge wurde quer durch das Kloster Ganden in Südindien im März 2008 eine Mauer gebaut, um die Shugden Verehrer auszugrenzen.
  • Mönchen, die Shugden verehren, wurde medizinische Versorgung durch die Kliniken in den tibetischen Exilgemeinden verweigert.
  • Studenten, deren Eltern Dorje Shugden verehren, wurden aus dem Schulsystem ausgeschlossen.
  • Bildnisse der Gottheit Dorje Shugden wurden an Orten wie Lhasa, Zentraltibet, Südindien und Kathmandu zerstört.

Aufgrund solcher Verletzung unserer grundlegenden Menschenrechte haben wir keine andere Wahl, als uns für unsere Rechte einzusetzen. Von diesem Tag an werden wir eine Kampagne mit folgenden Maßnahmen durchführen, bis unsere demokratischen Rechte, unsere religiöse Freiheit auszuüben, hergestellt sind:

  • Initiativen, um in den verschiedenen Medien ein Gewahrsein für unsere Notsituation zu wecken.
  • Petitionen und Unterschriftensammlungen zu organisieren und an die verschiedenen zuständigen Behörden und Organisationen einzureichen.
  • Systematische Demonstrationen zu organisieren.

Nachstehend einige der kürzlichen Vorfälle von Gewaltanwendung gegenüber Shugden Verehrern:

  1. Im Juli 2008 wurden Poster, wie für gesuchte Verbrecher, mit den Bildern einiger Mönche die an Protesten der Western Shugden Society teilgenommen hatten, in Queens, New York, aufgehängt. In einem Bericht von Al Dschasira über diese Poster heißt es: „Kein Shugden Verehrer wurde jemals für Terrorismus angeklagt oder verfolgt, aber dennoch sind die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, Opfer von Beschimpfungen und Anschuldigungen.“
  2. Tausende von Mönchen und Laien haben das Kloster Gaden Shartse in Südindien angegriffen. 40 Menschen wurden dabei verletzt und Gebäude beschädigt.
  3. In Tibet wurde 1997 eine Nonne zusammengeschlagen und nackt zum Sterben auf der Straße zurückgelassen. Glücklicherweise überlebte sie.
  4. In Clement Town wurde versucht, das Haus einer Familie von Shugden Verehrern in Brand zu stecken.
  5. Am 29. Juli 2009 hat die Tibetische Redaktion von Radio Free Asia, in der Absicht die tibetische Öffentlichkeit gegen Shugden Verehrer aufzuwiegeln, diese dafür beschuldigt, für die Entführung von Tenzin Thakpa, Wöser Rinpoches Vater, sowie eines 13-jährigen Jungen und einiger Ziegen und Schafe in Markham verantwortlich zu sein. In Wirklichkeit waren Wöser Rinpoches Vater und ein 13-jähriger Junge Opfer von Überflutungen und Tenzin Thakpa wurde lebendig und wohlauf gesehen, als er in Lhasa und Indien umher reiste.

Dies sind nur einige Beispiele von zahllosen Gräueltaten der Gewalt und Diskriminierung gegenüber Shugden Verehrern.

Unterzeichnet, mit besten Wünschen

Shugden Society USA

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Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong Rinpoche, der Premierminister der tibetischen Exilregierung kämpft immer noch weiter in der verlorenen Schlacht. Trotz der Tatsache, dass die Shugden Praxis in der tibetischen Gelug-Tradition weiter erblüht und z.B. gerade erst die neuen Klöster Shar Gaden und Serpom Norling eröffnet wurden, hat sich Samdhong während eines Besuches in der Schweiz kürzlich gegen Dorje Shugden Praktizierenden geäußert, wie von Radio Free Asia berichtet wurde.shargaden07

30. August 2009

Sprecher: Der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der Kalon Tripa der tibetischen Exilregierung hat der Schweizer Öffentlichkeit Ratschläge gegeben, dass sie der Shugden Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit widmen sollen. Bitte hören sie die Meldungen, die uns von Tsering Phuntsok gesendet wurden.

Tsering Phuntsok: Während seines kürzlichen Besuches in der Schweiz hat der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der politische Führer der tibetischen Exilregierung gesagt, dass die Dholgyal (Shugden) Angelegenheit nicht nur eine religiöse Angelegenheit sei, sondern von der Chinesischen Regierung benutzt wird. Er hat die Öffentlichkeit angewiesen, der Sache ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Samdhong Rinpoche: Bezüglich unserer Religion und Politik, wurden einige Shugden Verehrer zu einem Werkzeug,

Transkript der Ansprache von Samdhong

Transkript der Ansprache von Samdhong

das von den politischen Führern der Volksrepublik China verwendet wird. Abgesehen davon haben sowohl in Tibet als auch im Exil über 95% der Mönche, Nonnen und Laien aufgegeben was aufzugeben ist und praktiziert was zu praktizieren ist und es geht ihnen sehr gut. Die gegenwärtige Situation ist beispielsweise so, obwohl es in den Sitzen der Klöster Sera, Drepung und Ganden nur wenige Shugden Verehrer gab, wurden sie getrennt und wurden rein, nachdem die religiösen und materiellen Verbindungen unterbunden waren. Es sind nur sehr wenige Tibeter unter ihnen. Es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, zu denen viele aus den Grenzgebieten gehören, welche die Angelegenheit nicht verstehen und durch Materialien getäuscht wurden. Ich denke, es wird nicht lange dauern, bis dies gesäubert ist. Allerdings wurden die Dholgyal Verehrer zu einer Sache, die von der VR China für Politik und Propaganda benutzt wird. Deshalb ist es keine religiöse Frage. Es ist eine ausschließlich politische Angelegenheit. Deshalb gibt es in Europa und besonders um die Schweiz herum einige Streitigkeiten von Dholgyal Verehrern, die immer noch eine unerledigte Sache sind. Wenn man kürzlich in die Medien und Zeitungen rund um dieses Land geschaut hat, versuchen sie ihr Bestes um von den Toten aufzuerstehen. Hinsichtlich dieser Angelegenheit hat die Schweizer Öffentlichkeit einen klaren Standpunkt bezogen. Ihr solltet es bis zum Ende durchziehen; die Öffentlichkeit hat die Verantwortung ihren Fortbestand auszulöschen, welche wie Giftgas ist, ohne sie in der Zukunft wieder anwachsen zu lassen. Deshalb solltet ihr dies in Betracht ziehen.

Samdhong Rinpoche verursacht wieder einmal Unruhe und Zwietracht in der tibetischen Gesellschaft. Seine Behauptung, die Shugden Angelegenheit sei eine politische, ist nicht korrekt. Es handelt sich um eine religiöse Angelegenheit, denn selbst die vom Dalai Lama gegen die Shugden Praxis vorgebrachten Einwände sind fast ausschließlich religiöse. Es wäre korrekt von Samdhong zu sagen, dass sich eine Shugden Angelegenheit überhaupt nur aufgrund der Vermischung von Religion und Politik durch den Dalai Lama entwickelt hat. Es ist nicht China, welches Dorje Shugden als politisches Mittel benutzt, sondern die tibetische Exilregierung hat aus politischen Gründen ein Problem geschaffen.

Leider muss auch gesagt werden, obwohl die Western Shugden Society ihre Protestkampagne gegen die Unterdrückungspolitik des Dalai Lama ausgesetzt hat, haben der Dalai Lama und seine Regierung niemals aufgehört, zu versuchen Dorje Shugden Praktizierenden weiterhin Schaden zuzufügen. Obwohl der Dalai Lama während seines kürzlichen Besuches in Taiwan davon redete, wie sehr er der Demokratie verpflichtet ist, gab es in seiner Regierung wenig Anzeichen für Demokratie, als er die gegenwärtige Situation um die Shugden Verehrung dadurch auslöste, dass er die materielle Unterstützung für Shugden Verehrer unterband und sogar ihre Familien zwang, das gleiche zu tun. Er selbst gibt den Tibetern nicht die demokratische Freiheit der Tradition der Shugden Praxis zu folgen, die ihnen von ihren spirituellen Meistern übermittelt wurde.

Trotz der markigen Worte von Samdhong bezüglich der „Säuberung“ der tibetischen Gesellschaft – die unheilvolle Assoziationen weckt – sind die Hoffnungen der tibetischen Exilregierung, die Shugden Praxis zu zerstören, vergeblich, denn sie erblüht sowohl in der tibetischen Gesellschaft als auch im Rest der Welt und es gibt keine Möglichkeit für sie, dies zu verhindern.

Eine Erinnerung: das jährliche Medizinbuddha Festival wird am 29. September 2009 im Kloster Serpom stattfinden, wo hunderte von Mönchen eine Woche lang dreimal täglich Pujas für das Wohlergehen aller Lebewesen ausführen, und insbesondere für Verehrer und Unterstützer des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden.

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Anschuldigungen

Am 5. Februar 1997 wurden der Direktor der Dialectic School in Dharamsala zusammen mit zwei Assistenten ermordet. Seit dieser Zeit werden falsche Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer wiederholt. Es wurden niemals irgendwelche Beweise dafür gefunden, dass Dorje Shugden Verehrer für diese fürchterliche Tat verantwortlich waren, aber der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung verbreiten immer noch diese falschen Informationen auf ihrer Website und in Schriften.

Diese Lügen immer noch zu wiederholen wird sie nicht zur Wahrheit machen. Wir werden diese Anschuldigungen hier nicht noch einmal präsentieren, dafür können Sie auf die Website des Dalai Lama schauen, wo es schreckliche Bilder des ermordeten Lobsang Gyatso gibt, zusammen mit den verleumderischen Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer. Wir müssen allerdings diese Anschuldigungen hier thematisieren, denn sie werden immer noch als Vorwand für das Verbot der Dorje Shugden Praxis benutzt – trotzt der Tatsache, dass die indische Polizei bereits vor Jahren festgestellt hat, dass es keinerlei Beweise gegen Dorje Shugden Verehrer gibt.

Die Shugden Society in New Delhi hat stets jegliche Verwicklung in diese Morde zurückgewiesen. Sie hat diese Morde scharf verurteilt und aktiv mit der indischen Polizei kooperiert, um die Morde aufzuklären. Sehen sie dazu auch die Stellungnahme der Shugden Society [http://www.shugdensociety.info/historyEvents1997FR ]  Die indische Polizei hat festgestellt, dass kein Mitglied der Shugden Society in diese Morde verwickelt war.

Diese Tatsache wurde von der tibetischen Exilregierung ignoriert, die weiterhin die verleumderischen Anschuldigungen auf ihrer Website wiederholt und in den Medien verbreitet.

Weiterhin gab es Anschuldigungen, dass angeblich sechs Mörder von den Chinesen in Tibet versteckt werden, aber auch nach 10 Jahren an Nachforschungen gab es nicht den kleinsten Beweis dafür. Die Dorje Shugden Devotees Charitable and Religious Society in Delhi, die angeblich die Mörder unterstützt hat, fährt mit ihrer friedlichen und gewaltfreien Arbeit gegen die Unterdrückung durch den Dalai Lama fort und keines ihrer Mitglieder ist irgendwohin geflohen.

Auch Geshe Kelsang Gyatso, ein tibetischer Meditationsmeister und Dorje Shugden Verehrer, hat diese Morde stets verurteilt und darauf hingewiesen, dass es genügend andere Verdächtige für diese Morde gibt, als er in einem Artikel der Newsweek 1997 auf Vorwürfe von Robert Thurman antwortete, der in unverschämter Weise Dorje Shugden Verehrer als die „Taliban des Buddhismus“ bezeichnet hatte.

„Robert Thurman wird zitiert, dass er gesagt habe: „Ich glaube es gibt keine Zweifel, das Shugden hinter den Morden steckt.“ Natürlich ist das Töten von anderen Menschen sehr schlecht und ich verurteile diese schrecklichen Morde, aber wenn man den Brief liest, der als Mongoose Canine Letter bekannt ist und an S.H. den Dalai Lama adressiert ist, kann man sehr klar verstehen, dass S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat, warum werden also nur Shugden Anhänger verdächtigt? Es ist sehr bedauerlich, dass Lobsang Gyatso, ein 70-jähriger Geshe, in diesen fürchterlichen Umständen sterben musste, anscheinend, weil S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat.“ (Geshe Kelsang Gyatso in Newsweek 1997)

Viele Verdächtige

Es gab eine ganze Reihe von möglichen Verdächtigen, aber die wahren Schuldigen wurden niemals gefunden, was dem Dalai Lama in die Hände spielt. Denn auf diese Weise kann er weiterhin Dorje Shugden Verehrer beschuldigen, was bequem für seine politischen Ziele ist. Warum? Weil er die Welt auf diese Weise überzeugen kann, dass sie böse sind und sein Verbot der Praxis erscheint begründet. Tatsache ist, dass Dorje Shugden Verehrer niemals gewalttätige Handlungen ausgeführt haben. Sie sind friedliebende Buddhisten, die dem Pfad der Gewaltlosigkeit, der Liebe und des Mitgefühls folgen, wie es von Trijang Rinpoche – dem Lehrer des Dalai Lama – und anderen Meistern der Überlieferungslinie gelehrt wurde.

Wie im österreichischen buddhistischen Magazin „Ursache und Wirkung“ (Juli 2006, Seite 73) berichtet wurde, hatte Geshe Lobsang Gyatso nach den Aussagen eines seiner Schüler zahlreiche Morddrohungen erhalten.

Lobsang Gyatso war sehr scharfzüngig und hatte viele Personen und Gruppen angegriffen, die sich nicht hinter den Dalai Lama stellen wollten. Beispielsweise hatte der eigene Bruder des Dalai Lama ein Problem damit, dass der Dalai Lama den Anspruch auf ein freies Tibet aufgegeben hatte. Auch 1962, als der Dalai Lama versuchte, alle Schulen des tibetischen Buddhismus unter seiner Autorität zu vereinen, widersetzten sich die Dreizehn tibetischen Siedlungen und der 16. Karmapa diesem autokratischen Schritt. Der Dalai Lama hat viele Feinde und Lobsang Gyatso hat sie alle mit scharfen Worten angegriffen.

Gefälschte „Beweise“

Helmut Gassner, ein österreichischer Mönch, der 17 Jahre als Übersetzer für den Dalai Lama arbeitete, hat in einem Vortrag vor der Friedrich-Nauman-Stiftung in Hamburg, am 26. März 1999 über diese Morde gesprochen:

Der Direktor der Dialektikschule war bekannt für seine Schmähschriften, in denen er alles durch den Dreck zog, was nicht ganz auf dem Kurs der Exilregierung lag. Bedeutende Meister, die großen Klosteruniversitäten und auch die tibetische Guerilla waren auf seinem Menü. In einer seiner letzten Schriften schrieb er: „….diese Leute werden nicht aufhören, den Dalai Lama zu kritisieren, bis ihnen das Blut aus dem Fleisch fließt.“

Aufgrund der Art der Ermordung und der Demütigungen, denen die tibetische Guerilla-Organisation in den Jahren zuvor ausgesetzt worden war, hätte man vielleicht erwartet, dass der Täter eventuell auch dort gesucht worden wäre. Das war jedoch nicht zu erkennen, sondern schon einen Tag später wusste das Lokalblatt von Dharamsala, dass die Mörder sicher bei der Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi zu finden seien.

Wer immer diesen Mord ausgeführt hat, von der Exilregierung wurde die grausame Tat mit einem einzigen Ziel bis auf Blut und Knochen ausgeschlachtet:

Mit allen Mitteln versuchte man die Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi mit dem Mord zu belasten und die führenden Mönche hinter indische Gitter zu bringen. …

Im Schweizer Fernsehen (DRS, Sternstunde 25. Januar 1998) konnte ich dann Tashi Wangdu, meinen alten Freund und Minister der Exilregierung bewundern, wie er in einer Sendung über diesen Mord eines der Beweisstücke vor die Kamera hielt: Eine Morddrohung, hieß es im Kommentar, von den Dordsche-Schugden-Leuten in Delhi an den nun Ermordeten. Ich konnte es nicht lassen, das Video anzuhalten, die tibetischen Zeichen abzuschreiben und zu übersetzen. Es war keine Morddrohung, sondern lediglich ein frech geschriebener Brief mit Aufforderung zur Debatte, um die Meinungsverschiedenheiten beizulegen.

An diesem Punkt war ich überzeugt, dass hier ein falsches Spiel getrieben wurde, denn weshalb würde Tashi Wangdu sonst so weit gehen, eine gefälschte Morddrohung sogar vor die Kamera zu halten?

In seiner Mitteleilung „Lügt der Minister der Exilregierung“ sagte Helmut Gassner:

Als ich den Brief las, erkannte ich, dass es eine Bitte des Sekretärs der Shugden Society an den Abt Losang Gyatso war, die Verleumdung dieser Gottheit zu beenden, da es reichlich heilige Schriften zu diesem Thema gibt, die der Abt offenkundig nicht gelesen hat. Der wesentliche Punkt im dem Brief war die Bitte an den Abt nach Delhi zu kommen, um nachzuweisen, was Wahrheit und was Unwahrheit ist. Wenn der Abt zu beschämt sei, nach Delhi zu kommen, dann würde die Mitglieder der Shugden Society auch gerne nach Dharamsala kommen um die Wahrheit zu finden. Schließlich wurde der Abt gebeten einen Termin für ein Treffen zu nennen.

Gemäß dem tibetischen Minister heißt es in dem Brief: „Wir werden Dich wie eine Laus zerdrücken“.

Das Wort „Laus“ erscheint nur einmal in diesem Brief, in einer gebräuchlichen Redewendung, die wörtlich bedeutet: „Laus und Finger zu verifizieren, oder nachzuweisen“.

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Dies ist der tibetische Originaltext des Briefes der Shugden Society an den später ermordeten Abt Losang Gyatso.

Der tibetische Minister Tashi Wangdü sagte vor der Fernsehkamera:

„Vor dem Mord am Oberhaupt der Dialektikschule, hat er einen Drohbrief der Dorje Shugden Society erhalten. Tibeter zerdrücken Läuse zwischen den Fingernägeln, und so heißt es in diesem Brief: „Wenn Du nach Delhi kommst, werden wir Dich wie eine Laus zerdrücken.“

Der Polizeichef Prithvi Raj sagte ebenfalls vor der Kamera:

„Am Schauplatz des Mordes hat die Polizeit einen Brief von Chime Tsering, dem Präsidenten des Dorje Shugden Charitable Trust gefunden. Dies ist ein Drohbrief gegen den Abt und zeigt, dass die Mörder eine direkte Verbindung zu den Shugden-Leuten haben.“

Im Brief, der vor der Kamera gezeigt wurde und dessen Inhalt von der Shugden Society bestätigt wurde, heißt es:

„…es gibt hunderte von heiligen Schriften über dieses Thema. Du hast sie nicht angeschaut. Das ist bedauerlich.
Deshalb, anstatt grundlose, polemische Werke zu schreiben, komme nach Delhi, mit dem Ziel Fakten von Falschheiten zu unterscheiden.“ (wörtl. Laus und Finger nachzuweisen).

Diese Redewendung impliziert niemals eine gewalttätige Drohung. Die wörtliche Übersetzung jedes einzelnen Wortes, wie es im Brief verwendet wurde:

tibshig tang sormo ratrö jepa: „Laus und Finger nachweisen tun“

Im Tibetisch-Englisch Wörterbuch von Melvin C. Goldstein gibt es folgende Übersetzung für das Wort ratrö jepa: beweisen, nachweisen, bestätigen (to be proved, to be verified, to get attested to).

Die Schlussfolgerung ist deshalb, dass die tibetische Exilregierung eine absichtlich verzerrte Übersetzung dieses Briefes präsentierte.

Die immer noch wiederholten Verleumdungen aus offenkundig politischen Motiven durch den Dalai Lama sind einer der Gründe, warum die Mitglieder der Western Shugden Society dem Dalai Lama überall hin gefolgt sind und ihn aufgefordert haben: „Hör auf zu Lügen!“
Siehe auch: Does the Minister of the Tibetan Exile Government Lie? von Helmut Gassner [http://www.dorjeshugden.com/articles/HelmutGassner02.pdf]

Deutsches vollständiges Transkript der Veranstaltung vom 26. März 1999 der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dalai Lama – Dordsche Schugden, Beitrag von Dipl.Ing. Helmut Gassner, Letzehof, A-6800 Feldkirch, [http://www.trimondi.de/med08.html]

„Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!“ Berichte über Je Pabongkhapa und seine Schüler

Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!

Ein vor kurzem gestarteter Blog präsentiert Zitate, Biografien und historisches Material zum Thema Dorje Shugden. Die Zeile „Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!“ stammt aus den Schriften des großen Sakya Meisters Sachen Kunga Lodro. Er ermutigte die Gelehrten und Meditierenden seiner Zeit, sorgfältig die Frage zu untersuchen, ob Dorje Shugden ein Buddha ist. Da in den letzten Jahrzehnten insbesondere Je Pabongkhapa, einer der großen Meister der Überlieferungsline von Dorje Shugden, öffentlich kritisiert wurde, mag es hilfreich sein, mehr über ihn und seine Schüler zu erfahren.

Den neuen Blog finden Sie hier: Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

In der Schweizer Zeitung „Die Weltwoche“ erschien jetzt, am 4. März 2009, ein bemerkenswerter Artikel, der sich kritisch gegenüber dem Dalai Lama und seinem Regierungsstil äussert. Gerade in der Schweiz, mit der weltweit drittgrössten Gemeinde an Exiltibetern, ist dies aussergewöhnlich. Der Artikel hinterfragt die Popularität des Dalai Lama im Westen und zeigt einige der Widersprüche zwischen seinen Worten und sowohl der historischen als auch der gegenwärtigen Realität des Tibetischen Volkes auf. U. a. wird auch darauf hingewiesen, dass das Verbot der Praxis des Beschützers Dorje Shugden politisch motiviert war und zu Spaltungen in der Exilgemeinschaft geführt hat.

Bedauerlich ist nur, dass der Verfasser des Artikels nicht gründlicher geprüft hat, dass die seit 10 Jahren wiederholten Mordvorwürfe gegen Dorje Shugden Anhänger vollkommen haltlos sind. Erstens haben sich alle Dorje Shugden Unterstützergruppen von Anfang an auf das schärfste von diesen Morden distanziert und sie verurteilt, und zweitens gibt es bis heute keine Anklage gegen konkrete Personen. Ganz im Gegenteil, es gab reichlich andere Verdachtsmomente gegen andere Personenkreise.

Den vollständigen Artikel der Weltwoche finden Sie hier:

Die Legenden des Dalai Lama

Ein Auszug:

Am 10. März jährt sich zum 50. Mal der Aufstand der Tibeter gegen China. Das geistige Oberhaupt, der Dalai Lama, wird im Westen verehrt wie ein Popstar. Seltsam. Der allseits verklärte Gottesstaat war ein korruptes Feudalsystem, das seine ärmlichen Untertanen knechtete.
Von David Signer

…Zweifel an der vielgerühmten Weisheit des Dalai Lama lässt auch die «Shugden-Affäre» aufkommen. Im Sommer 1996 verbot er seinen Leuten, auf Anraten des Staatsorakels, die Verehrung der Schutzgottheit Dorje Shugden..

Dorje Shugden – Eine wiederentdeckte Geschichte

Im Verlauf der letzten 30 Jahre haben tibetische Politiker und und ihre Anhänger versucht die Geschichte des erleuchteten Dharma-Beschützers Dorje Shugden umzuschreiben. Sie haben versucht, ihn als weltliche Gottheit darzustellen, die erst seit kurzem bekannt ist und sogar als bösen Geist.

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Dank der großartigen Arbeit von Trinlay Kalsang, einem Gelehrten des tibetischen Buddhismus, werden jetzt die historischen Tatsachen über Dorje Shugden in allen Details veröffentlicht. Er hat das Vermächtnis an Ritualen, historischen Werken und Kunst untersucht, das der Praxis von Dorje Shugden in den vergangenen Jahrhunderten gewidmet wurde.

Die Website von Trinlay Kalsang Dorje Shugden History wurde diese Woche gestartet. Einige hervorragende Artikel sind bereits veröffentlicht und eine lange Reihe weiterer ist angekündigt. Wir danken ihm für seine akribischen Untersuchungen und Übersetzungen der tibetischen Werke. Erst langsam wird wohl deutlich werden, in welch ungeheuerlichem Ausmaß Dorje Shugden und seine Verehrer in den letzten 30 Jahren falschen Anschuldigen ausgesetzt waren. Insbesondere gab es eine Reihe von akademischen Veröffentlichungen, die zahlreiche, unkorrekte historische Informationen enthalten und ein negatives Bild der Gottheit Dorje Shugden in der Öffentlichkeit verschuldet haben. Darunter The Shuk-den Affair von George Deyfus und Prof. Michael v. Brücks Aufsatz Die Kontroverse um Shugden.

Die Website von Trinlay Kalsang www.dorjeshugdenhistory.org ist gegenwärtig nur auf Englisch zu lesen, aber wir hoffen, dass es bald eine deutsche Übersetzung geben wird und wir versuchen zumindest Teile seiner Arbeit hier in diesem Blog auf Deutsch zu veröffentlichen.

Aus der Einleitung:
Dorje Shugden is a protector deity (srung ma) that came to be propitiated principally by the Sakya and Gelug sects starting in the 17th and 18th centuries. Since that time, a legacy of rituals, historical works and art have been dedicated to the practice of this deity. Although there are many texts that reveal the gradual development of the system of ritual for this deity, much of this has not been brought out in the open for examination. Examination of the important details from these texts is necessary to reconstruct a more complete history, as the history presented thus far by scholars has been partial in order to paint particular constructions that concur with events in the 20th century.

Die tibetische Exilregierung verbietet die Praxis von Dorje Shugden im Kloster Tashi Lhunpo

Die tibetische Exilregierung verbietet die Praxis von Dorje Shugden im Kloster Tashi Lhunpo

Vor ca. einem Jahr wurde die nachfolgende Pressemitteilung veröffentlicht. Wir bringen diesen Beitrag in diesem Blog, da derartige „Abstimmungen“ nach wie vor stattfinden, wodurch die Anhänger von Dorje Shugden in ihrer Religionsfreiheit verletzt werden. Hunderte Mönche sind als Folge solcher „Abstimmungen“ aus ihren Klöstern ausgeschlossen worden.

Das Kloster Tashi Lhunpo wehrt die Dolgyal-Praxis ab
Pressemitteilung/ Kloster Tashi Lhunpo, Montag 28.01.2008
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Am 22. Januar versammelten sich alle Mönche des Klosters Tashi Lhunpo im indischen Exil, um über die Angelegenheit von Dorje Shugden zu beraten.

Das Kloster Tashi Lhunpo, welches immer dem Wohlergehen seiner Heiligkeit und der Politik der Zentralregierung gewidmet war, erklärte formell, dass der problematische Dolgyal Shugden von den Mönchen des Klosters nicht verehrt wird oder in Zukunft verehrt werden wird.

Am Abend des 22. Januar versammelte sich die gesamte Gemeinschaft in der Gebetshalle und vor den Bildern von Gyalwa Gedun Drup, dem 10. Panchen Lama sowie Tashi Lhunpos Beschützergottheit Palden Lhamo, legte jeder einzelne Mönch einen formalen Schwur ab, dass er sich auf Dolgyal Shugden unter keinen Umständen verlassen wird und ihn nicht praktizieren oder verehren.

stick-vote-2Am 26. Januar legten die Mönche des Klosters Tashi Lhunpo abermals Schwüre ab, indem sie Holzstöcke (tshul-shing) zogen und auszählten. Diesmal in der Anwesenheit von religiösen und politischen Würdenträgern der Exilregierung. Dies wurde getan, um den bereits bekannten Standpunkt zu bestätigen, dass Dolgyal Shugden nicht von den Mönchen des Klosters Tashi Lhunpo verehrt wird.

Abschliessend teilte das Büro des Klosters mit, dass das Kloster Tashi Lhunpo keinerlei Form von Beziehung mit Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen pflegen will, die mit Dolgyal Shugden arbeiten.

Die Abstimmungen mit den Stimmstöcken finden öffentlich statt. Die Teilnehmer müssen einen gelben oder roten Stock aufnehmen, um ihre Entscheidung zu zeigen. Es gibt keine vorherige Diskussion, keinerlei demokratische Verfahren, um Kompromisse zu finden und keinerlei juristische Einspruchsmöglichkeiten. Ein ausführlicher Artikel, der die Gültigkeit dieser Abstimmungen untersucht, folgt in Kürze.

Ein Vidoe über die Abstimmungen mit Stimmstöcken und die Schwur- und Unterschriftsaktionen

Siehe auch Artikel „Erzwungene Unterschrifts- und Identitätsausweis Kampagne