Der Mungo-Eckzahn-Brief an den Dalai Lama

Hier ein Stück echter Aufklärung für uns naive Menschen im Westen: Dieser Brief enthüllt die Sicht vieler Tibeter auf den Dalai Lama und spiegelt die verzweifelte Situation der Exiltibeter wider.  Obwohl er bereits Mitte der Neunziger in der exiltibetischen Gesellschaft zirkulierte, ist er leider noch immer aktuell. Also: Wer Augen hat, der lese!

(Dieser anonyme Brief wurde einer Engländerin, die jetzt in Italien lebt, überreicht, als sie im September 1995 durch Nepal reiste. Ein Großteil dieser Informationen ist innerhalb der tibetischen Gemeinschaft in Indien und Nepal weit verbreitet.)

Dies ist ein Brief, der der “Mungo-Eckzahn”-Brief genannt wird und an S.H. Dalai Lama gesandt wurde

Eure Heiligkeit, 1959 fiel die kommunistische chinesische Armee in Ihr Land ein. Sie und etwa 90.000 Tibeter mussten nach Indien, Nepal und Bhutan fliehen. Zu jener Zeit fingen Sie an, die Hauptverantwortung für Tibet zu übernehmen. Wenn wir das, was von damals bis heute geschah, betrachten, dann haben die tibetischen Flüchtlinge Hilfe vom Roten Kreuz und Indien erhalten. Ihnen wurde Land gegeben, um sich sesshaft zu machen. Die Tibeter haben überlebt und es ist ihnen gelungen, gut dran zu sein und ein angenehmes Leben zu haben.

Eure Heiligkeit, Sie sind derjenige, der die Exilregierung errichtete. Daher möchte ich erwähnen, was unter Ihrer Herrschaft geschehen ist:

1. Das Problem mit Dujom Rinpoche (dem spirituellen Oberhaupt der Nyingma- Tradition), das durch die Eifersucht Ihrer Regierung verursacht wurde: Ihre Regierung brachte die indische Regierung dazu, Dujom Rinpoche zu bezichtigen ein chinesischer Spion zu sein und ihn in Siliguri 1963 festnehmen zu lassen, nachdem er eine beeindruckende religiöse Unterweisung in Kalimpong gegeben hatte.

2. Das Problem der dreizehn tibetischen Gemeinden, die sich gegen Ihre Exilregierung vereint hatten: In Verbindung mit den Ereignissen um Dujom Rinpoche und andere, haben sich die dreizehn tibetischen Gemeinden gegen Ihre Exilregierung in Dharamsala von 1964 bis 1981 vereint.

3. Das Problem, dass Ihre Regierung die tibetischen Guerillakämpfer in Mustang gespalten hat. Tatsächlich wurden sie ursprünglich von Ihrer Regierung mit Hilfe des CIA organisiert. 1969 haben Sie als Konsequenz von Nixons Chinapolitik eine Auseinandersetzung um Waffen unter den tibetischen Guerillas provoziert. Diese Auseinandersetzung hat sie schließlich zerstört.

4. Das Problem mit Herrn Alo Choedzoe in Verbindung mit Ihrem Wirtschaftsminister. Ihre Regierung hat die Fabrik von Herrn Choedzoe betrogen.

5. Das Problem, dass Ihre Regierung Gongtang Tsultrim 1975 umgebracht hat. Er war der Anführer der dreizehn Gruppen.

6. Das Problem bezüglich des verstorbenen Gyalwa Karmapa Rigpay Dorje (dem spirituellen Oberhaupt der Kagyu-Tradition) aufgrund seines Einflusses und den Umstand, dass ihn die dreizehn Gruppen als ihr spirituelles Oberhaupt ernannt hatten.

7. Das Problem bezüglich des Missverständnisses zwischen Ihnen und Ihrem Lehrer Yongzin Trijang Rinpoche (einer der hauptsächlichen spirituellen Meister der Gelug-Tradition) aufgrund der Verleumdungen Ihres Bruders.

8. Das Problem mit der Tibetisch-Mongolischen Vereinigung in Taiwan. Sie haben Geld gemacht, indem Sie Ihren Bruder Dondrub nach Taiwan geschickt haben, wo er dann mit Taiwan, Pakistan und Burma mit Waffen gehandelt hat. Aufgrund der Gefahr, dass diese Informationen an die Öffentlichkeit gelangen, haben Sie behauptet, dass Taiwan in der Tibet-Frage auf Seiten Chinas stände. Um Tibeter davon abzuhalten nach Taiwan zu gehen, haben Sie daher jeden, der nach Taiwan reiste, selbst wenn sie nur privaten Geschäften nachgingen, beschuldigt, sich auf die Seite Chinas zu stellen.

9. Das Problem mit Kunzang Lama, der die Fehler in Ihrer Regierung aufgezeigt hat. 1989 fand Herr Kunzang Lama heraus, dass Ihre Regierung große Geldsummen von der Tibetisch-Mongolischen Vereinigung in Taiwan erhalten hatte, und aus diesem Grund hat er Ihre Regierung angeklagt.

10. Das gegenwärtige Problem in der Sache der Karmapa-Wiedergeburt. Sie stützen den vom kommunistischen China festgelegten Kandidaten; dies verursacht ungeheuren Schaden in der tibetischen Politik.

11. Das Problem mit der Chu Shi Gang Druk [Khampa-Organisation der ‘Vier Flüsse, Sechs Berge’], die einen anderen Weg für die Zukunft Osttibets aufzeichnete. Sie haben ein geheimes Abkommen mit dem kommunistischen China geschlossen und ihm das Kham-Gebiet zugunsten persönlicher Vorteile angeboten. Chu Shi Gang Druk fand dies heraus und das Ergebnis sind anhaltende, schwere Kämpfe gewesen.

Während der letzten vierzig Jahre hat Ihre Exilregierung nonstop Probleme erschaffen. Was Sie angeht, Eure Heiligkeit, was haben Sie während dieser Zeit getan? Sie haben Ihr eigenes tibetisches Volk als Ihre Feinde behandelt und, anstatt für tibetische Demokratie zu arbeiten, haben Sie sie als Ihre Hauptaufgabe gründlich herausgefordert. Wenn Sie sich darauf konzentriert hätten eine ordentliche Demokratie einzuführen und somit jede Sorge um den Schutz Ihrer eigenen Macht in Religion und Politik aufgegeben hätten, dann hätten diese Probleme nicht den Boden, auf dem sie wachsen. Und selbst wenn diese Probleme aufgetreten wären, dann wären sie nicht mit Ihrer Regierung in Verbindung gestanden und sie wären nicht immer wieder aufgetreten. Wie ist dies geschehen? Wenn Eure Heiligkeit wirklich versucht hätte wie Mahatma Gandhi zu sein, wie Sie selbst wiederholt erwähnt haben, dann wären alle diese Dinge die Probleme Ihrer Kinder und nicht Ihre, die des Vaters. Diese Probleme entstanden nicht aus den Bemühungen für die Freiheit Tibets zu arbeiten, sondern aus dem Versuch, Ihre eigene Macht zu beschützen.

An dieser Stelle möchte ich gerne ein wenig mehr kommentieren, was tatsächlich geschehen ist. Am Anfang hatte Ihre Heiligkeit gute Absichten. 1959 waren Sie jung und es war eine Zeit vieler, großer Leute wie Mahatma Gandhi, Johala Nehru, J.F. Kennedy. Eure Heiligkeit hatte eine schwere und schmerzhafte Zeit der Anführer Tibets zu sein, aber Sie waren auch dynamisch. Deshalb waren Sie in der Lage, die Macht Rotchinas herauszufordern. Sie hatten Freude daran, sich als Oberhaupt, als die Nummer Eins Tibets zu engagieren und zu widmen. Ihr Plan war, Tibet zu einem modernen und demokratischen Land zu machen, so wie viele andere Länder in der Welt. Dennoch blieben Sie orthodox und hielten an Ihrer Position als Boss über Religion fest.

Am Anfang haben Sie die hierarchischen Beamten, die sie aus Tibet begleitet haben, vertrieben. Das deshalb, weil es klar war, dass diejenigen, die solche Positionen innehaben, ihr Prestige nicht opfern könnten. Sie hätten Demokratie und Modernisierung nicht akzeptiert, sondern hätten sich jeglicher Reform widersetzt. Sie haben sich auch stark gegen die Wiedererrichtung des orthodoxen Systems der großen klösterlichen Einrichtungen mit Hunderten von Mönchen gewandt. Sie hatten jedoch keinen Erfolg, und was war die wirkliche Ursache dafür? Die Ursache ist die unsichtbare Krankheit, die immer noch da ist und die sich sofort entwickelt, sobald sie auf verschiedene Bedingungen trifft. Und was ist diese Krankheit? Es ist das Festhalten an Ihrer eigenen Macht. Es ist eine Tatsache, dass Sie selbst zu jener Zeit nicht in der Lage gewesen wären, es zu akzeptieren, wenn jemand Demokratie auf Sie angewendet hätte. Die Gewohnheit, der mächtige Boss des Potala-Palastes zu sein, erwachte und zeigte ihr hässliches Gesicht.

Betrachten Sie das Beispiel des großen Mahatma Gandhi, der seinem Land selbstlos diente und dem es gelang, eine reine Demokratie im großen Lande Indien zu errichten. Das Geheimnis hinter seinem Erfolg war, dass er von Anfang erkannte, dass man alle seine Bindungen und Verhaftungen an sein eigenes Leben und Wohlergehen gründlich durchtrennen muss. Wenn da immer noch auch nur etwas Eigeninteresse ist, kann es jederzeit ausbrechen und alles zerstören, so wie ein kleines Streichholz einen ganzen Wald niederbrennen lassen kann.

Betrachten Sie andererseits Stalin und den Vorsitzenden Mao. Sie wussten nicht, dass das Ego beseitigt werden muss, um der Nation richtig zu dienen. Als sie auf dem Höhepunkt ihrer Macht angelangt waren, waren sie derart um ihren Machterhalt besorgt, dass sie paranoide wurden. Um das, was sie als Gefahren ihrer Macht ansahen, zu beseitigen, mussten sie Menschen umbringen, die mit ihnen von Anfang an zusammengearbeitet haben. Dann mussten auch die Menschen, die von diesen Morden wussten, umgebracht werden. Und so ging es immer weiter, bis dass Hunderte, Tausende, wenn nicht Millionen Menschen umgebracht werden mussten.

Der Buddha sagte, dass man ‘richtige Sicht’, ‘richtige Meditation’ und ‘richtiges Verhalten’ benötigt. Um dem nachzukommen, muss man sich wahrhaftig verpflichten und sich selbst mit einem reinen Geist, mit dem Geist eines Bodhisattva widmen. Das Ergebnis der eigenen Arbeit, ob gut oder schlecht, ob religiös oder politisch, hängt vom Maß des eigenen Engagements ab. Eure Heiligkeit, Sie möchten ein großer Anführer sein, aber sie wissen nicht, dass es eines ‘politischen Bodhisattva-Gelübdes’ bedarf, um diesen Wunsch zu erfüllen. Sie sind stattdessen in den falschen ‘politischen Pfad der Ansammlung’ (tso.lam) eingetreten und dass hat Sie beständig auf einem falschen Pfad geführt. Sie glaubten, um ein großer Anführer zu sein, müssen Sie zuallererst Ihre eigene Stellung absichern, und wann immer irgendeine Opposition gegen Sie entstand, mussten Sie sich verteidigen – das ist ansteckend geworden.

Wenn ich über die Folgen Ihrer Arbeit spreche, dann rechne ich nicht die persönlichen Siege ein, die Sie Ihrem eigenen Ruhm zuliebe errungen haben. Ich rechne ein, wie viel Nutzen das tibetische Volk für seine zukünftigen Ziele gewonnen hat. Als Sie beispielsweise in den Sechzigern versucht haben, den Machteinfluss von großen Lamas wie Dujom Rinpoche und Karmapa loszuwerden, wurde die Nebenwirkung von vielen tibetischen Lamas gespürt und Sie haben bewirkt, dass sie sich zu einer Opposition zusammengeschlossen haben. Sie konnten es nicht auf die leichte Schulter nehmen und mussten etwas unternehmen, dass eine Spaltung innerhalb der tibetischen Gesellschaft provoziert hat. Desweiteren haben Sie, um Lamas herauszufordern, Religion für Ihr Ziel benutzt. Zu diesem Zweck mussten Sie den blinden Glauben des tibetischen Volkes entwickeln. Am Ende haben Sie die gleiche Aktivität angenommen, auf die Sie bei anderen Lamas als fehlerhaft hingewiesen haben. Zum Beispiel haben Sie mit der Politik öffentlicher Kalachakra-Einweihungen begonnen. Normalerweise wird die Kalachakra-Einweihung nicht in der Öffentlichkeit gegeben. Dann haben Sie begonnen, Sie ständig in großem Stil für Ihre Politik zu benutzen. Das Ergebnis ist, dass sich das tibetische Volk genau der gleichen schmutzigen und dreckigen Vermischung von Politik und Religion der Lamas zugewandt hat, die Sie zu früheren Zeiten so treffend kritisiert hatten. Die gegenwärtigen Ereignisse in Beziehung zur Kontroverse hinsichtlich der Karmapa-Reinkarnation ist solch ein Fall. Ihre Minister werden Ihnen gesagt haben, dass ein Karmapa, der sich in den Himalayas etabliert, den Namen und die Macht des Dalai Lama wie zuvor beeinträchtigen wird, da er in den Himalayas sehr populär ist. Wenn die tibetische Exilregierung des Dalai Lama wirklich für die Unabhängigkeit Tibets ist, für die Demokratie Tibets und für die Zivilisation Tibets, wie kann dann eine private Organisation wie die des Karmapa Ihre Regierung beeinträchtigen? Es gibt da keinen Bezug und keinen Belang. Oder haben sich die kommunistischen Chinesen ein zutiefst politisches Spiel erdacht, indem sie einen Karmapa in Tibet etablieren? Als Eure Heiligkeit der Dalai Lama dafür Ihre Unterstützung gegeben haben (d.h. den chinesischen Kandidaten unterstützt hat), wie schlimm wird das erst der Zukunft Tibets schaden? Sie denken, wenn Sie in diesem Leben schon nicht der Anführer der Tibeter in Tibet sein können, dann müssen Sie zumindest Ihre Position als Anführer Tibets in Indien behalten, indem Sie Dharma und Politik benutzen. Dafür nehmen Sie in Kauf, dass es egal ist, was nach Ihrem Leben mit der Zukunft Tibets geschieht, solange Sie jetzt Ihre Macht bewahren können. Das ist wirklich traurig.

Aus einem anderen Blickwinkel besehen. 1985/86 gingen der Nyingma Shingchong-Tulku vom Kloster Karok, Dzongnang-Tulku aus Clementown, Dehradun, und Herr Lingtsang Gyalsaw als Gäste der kommunistischen chinesischen Regierung nach Tibet. Zu dieser Zeit befahl Ihre Exilregierung uns Tibetern, gegen sie zu revoltieren, weil sie auf einer Seite mit den Chinesen stünden. Wir haben sie gründlich attackiert. Heute tun Situa und Gyaltsab Rinpoche alles hinsichtlich der Karmapa-Reinkarnation zugunsten der Politik des kommunistischen China. Statt sich ihnen zu widersetzen, gibt ihnen Eure Heiligkeit Ihre volle Unterstützung. Ist das nicht überraschend? Das ist es, was ich oben meinte, als ich erwähnte, dass Sie Ihrem eigenen Wohlergehen und Ihrer eigenen Macht immer den Vorrang geben, selbst auf Kosten der Zukunft Tibets. Ich versuche Ihnen nicht zu sagen, dass Sie sich um die zukünftigen Dalai Lamas als Anführer Tibets kümmern sollen. Ich sage Ihnen, dass Sie nicht für den zukünftigen Fortschritt und die Demokratie des tibetischen Volkes in Tibet arbeiten. Ich sage Ihnen auch, dass Sie äußerst unehrlich und scheinheilig sind.

Als Katok Shingchong Rinpoche und die anderen nach Tibet gingen und bekanntgaben, dass sie die autonome Region Kham von China bekommen werden, hat uns Ihre Exilregierung aufgetragen sie herauszufordern – wir haben es sehr gut getan. Heutzutage haben Sie selbst sowohl insgeheim als auch offen akzeptiert, dass die Autonome Region Tibet und Kham unter chinesischer Herrschaft sind. Wann immer Sie Bedenken haben, sei es wie früher gegenüber Katog Shingchong Tulku oder heutzutage gegen den Chu Shi Gang Druk, dann tun Sie dies allein für sich und einzig aus Eifersucht und um der Macht willen. Es ist sehr traurig. Heutzutage haben Sie die Kalachakra-Einweihung so viele Male gegeben, dass Sie die Tibeter zu Eseln gemacht haben. Sie können Sie zwingen hierhin und dorthin zu gehen, so wie Sie möchten. In Ihren Worten sagen Sie immer, dass Sie wie Gandhi sein wollen, aber in Ihren Handlungen sind Sie wie ein religiöser Fundamentalist, der religiösen Glauben für politische Zwecke missbraucht. Ihr Image ist das des Dalai Lama, Ihr Mund ist der Mahatma Gandhis und Ihr Herz ist wie das eines religiösen Diktators. Sie [sind] ein Betrüger und es ist sehr traurig, dass die Tibeter zusätzlich zu all dem Leiden, das sie bereits haben, einen Anführer wie Sie haben. Tibeter sind zu Fanatikern geworden. Sie sagen, dass der Name des Dalai Lama wichtiger ist als der Grundsatz Tibets. Sie haben Ihr Ziel erreicht. Kurzum, wenn jemand wie Herr Dawa Norbu, der sich völlig für die tibetische Politik und Gesellschaft engagiert, etwas sagt, das sehr wichtig für die tibetische Sache ist, aber seine Rede Ihre Macht beeinträchtigen könnte, dann schicken Sie insgeheim Ihre Männer, um die Allgemeinheit fanatischer Anhänger zum Protest zu ermutigen und um Falschinformationen zu verbreiten, etwa dass Herr Dawa Norbu gegen den Dalai Lama sei und so weiter. Gleichzeitig erscheinen Sie in der Öffentlichkeit und loben diesen Mann. Aufgrund dieses doppelten Spiels kann nicht eine engagierte Person erscheinen, die etwas zum Wohle Tibets tut. Sie sind bereits so selbstsicher, dass Sie die Kalachakra-Einweihung benutzen können, um alles wiederherzustellen, was Sie möglicherweise falsch gemacht haben; und es funktioniert tatsächlich, weil die Situation Tibets heutzutage auf blindem Glauben beruht und auf andauerndem Gerede.

Ich bitte Sie mit Tränen in den Augen: Bitte, wenn Sie das Gefühl haben wie Gandhi zu sein, dann wandeln Sie die tibetische Situation nicht nach Art der Kirchenherrschaft im Europa des 17. Jahrhunderts um.

Mitteilung der Shugden Society USA vom 2. September 2009

Mitteilung der Shugden Society USA

Pressemitteilung vom 02. September 2009

Heute bitten wir um die Aufmerksamkeit all derer, die an eine friedliche Koexistenz aller Religionen dieser Welt glauben und insbesondere all der Menschen, die an die Religionsfreiheit und die Menschenrechte glauben.

Der heutige Tag, der 02. September, ist der tibetische Tag der Demokratie, aber ironischerweise haben wir Tibeter image001keine wahre Demokratie, und dies aufgrund der Politik der tibetischen Exilregierung unter dem machtvollen Einfluss des Dalai Lama, welche unsere Rechte auf Religionsfreiheit untergräbt, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und anderen Internationalen Vereinbarungen festgelegt sind. Wir, die Dorje Shugden Praktizierenden, gedenken dem 2. September, um ein globales Gewahrsein unserer Notlage zu erwecken.

Am 09. Januar 2008 hat S.H. der Dalai Lama erklärt, dass „Dorje Shugden Verehrer von den Chinesen unterstützt werden und deshalb gäbe es für sie keine Notwendigkeit im Exil zu sein; sie könnten zurück nach Tibet gehen (unter chinesische Herrschaft).“ Am gleichen Tag rief er ebenfalls „zu einer Volksabstimmung auf, um zu entscheiden ob die Mehrheit der Tibeter mit den Verehrern dieser Gottheit zusammenleben will.“ Dies ist ein Aufruf zur Apartheid in der tibetischen Gesellschaft, unter dem Deckmantel angeblich praktizierter Demokratie. Solche Worte von S.H. dem Dalai Lama zu hören, den wir als unseren mitfühlenden Führer betrachten und der in der ganzen Welt als Friedensträger bekannt und respektiert ist, bricht die Herzen unseres gesamten Volkes. Zudem werden die Aussagen Seiner Heiligkeit aufgrund seiner Position und seines Einflusses zur allgemeinem Politik der Regierung und haben deshalb weittragende Konsequenzen. Solche Aussagen aus der Position Seiner Heiligkeit untergraben unsere Grundrechte: unser Recht auf Religionsfreiheit, des friedlichen Zusammenlebens und das Recht der Gleichbehandlung. Sie drücken eine offene Verachtung für die Verehrer der Gottheit aus; sie implizieren Anschuldigungen, für die es keine Grundlage gibt. Diese Aussagen bergen ein großes Potenzial, Gewalt unter den Bürgern auszulösen und als Folge wurden wir, die Anhänger dieser Gottheit und unsere Familienmitglieder, zu Opfern von Ausgrenzung und Gewalt.

Unter Bezugnahme auf den Brief vom 25. April 2008 an den Premierminister der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, und den Dalai Lama, hatten wir an die tibetische Regierung appelliert, unsere Forderungen bis zum 02. September 2008 zu erfüllen.

Unsere Forderungen waren:

  • uns die Grundrechte der Redefreiheit, des Glaubens und des friedlichen Zusammenlebens zuzugestehen, so wie es in der Verfassung der tibetischen Exilregierung und demokratischen Ländern garantiert wird.
  • Das Verbot der Shugden Praxis und die religiöse Verfolgung der Praktizierenden aufzuheben.
  • Den systematischen Apartheidsprozess in den tibetischen Exilgemeinden zu stoppen, der zu sozialer, geistiger und körperlicher Qual von Shugden Praktizierenden geführt hat.

Unsere Forderungen wurden wieder und wieder ignoriert und die Notlage hat sich durch Folgendes weiter verschlechtert:

  • Die tibetische Exilregierung fährt damit fort, Shugden Praktizierende vom Rest der tibetischen Gesellschaft abzuspalten und auszusperren.
  • Sämtliche tibetischen Medien, einschließlich der tibetischen Redaktion von Voice of America sowie Radio Free Asia, stehen nicht etwa für demokratische Prinzipien ein sondern fördern weitere Apartheid und Ausgrenzung von Shugden Verehrern.
  • Hunderte von Mönchen die Dorje Shugden verehren wurden aus Klöstern ausgegrenzt und ausgeschlossen. In der Folge wurde quer durch das Kloster Ganden in Südindien im März 2008 eine Mauer gebaut, um die Shugden Verehrer auszugrenzen.
  • Mönchen, die Shugden verehren, wurde medizinische Versorgung durch die Kliniken in den tibetischen Exilgemeinden verweigert.
  • Studenten, deren Eltern Dorje Shugden verehren, wurden aus dem Schulsystem ausgeschlossen.
  • Bildnisse der Gottheit Dorje Shugden wurden an Orten wie Lhasa, Zentraltibet, Südindien und Kathmandu zerstört.

Aufgrund solcher Verletzung unserer grundlegenden Menschenrechte haben wir keine andere Wahl, als uns für unsere Rechte einzusetzen. Von diesem Tag an werden wir eine Kampagne mit folgenden Maßnahmen durchführen, bis unsere demokratischen Rechte, unsere religiöse Freiheit auszuüben, hergestellt sind:

  • Initiativen, um in den verschiedenen Medien ein Gewahrsein für unsere Notsituation zu wecken.
  • Petitionen und Unterschriftensammlungen zu organisieren und an die verschiedenen zuständigen Behörden und Organisationen einzureichen.
  • Systematische Demonstrationen zu organisieren.

Nachstehend einige der kürzlichen Vorfälle von Gewaltanwendung gegenüber Shugden Verehrern:

  1. Im Juli 2008 wurden Poster, wie für gesuchte Verbrecher, mit den Bildern einiger Mönche die an Protesten der Western Shugden Society teilgenommen hatten, in Queens, New York, aufgehängt. In einem Bericht von Al Dschasira über diese Poster heißt es: „Kein Shugden Verehrer wurde jemals für Terrorismus angeklagt oder verfolgt, aber dennoch sind die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, Opfer von Beschimpfungen und Anschuldigungen.“
  2. Tausende von Mönchen und Laien haben das Kloster Gaden Shartse in Südindien angegriffen. 40 Menschen wurden dabei verletzt und Gebäude beschädigt.
  3. In Tibet wurde 1997 eine Nonne zusammengeschlagen und nackt zum Sterben auf der Straße zurückgelassen. Glücklicherweise überlebte sie.
  4. In Clement Town wurde versucht, das Haus einer Familie von Shugden Verehrern in Brand zu stecken.
  5. Am 29. Juli 2009 hat die Tibetische Redaktion von Radio Free Asia, in der Absicht die tibetische Öffentlichkeit gegen Shugden Verehrer aufzuwiegeln, diese dafür beschuldigt, für die Entführung von Tenzin Thakpa, Wöser Rinpoches Vater, sowie eines 13-jährigen Jungen und einiger Ziegen und Schafe in Markham verantwortlich zu sein. In Wirklichkeit waren Wöser Rinpoches Vater und ein 13-jähriger Junge Opfer von Überflutungen und Tenzin Thakpa wurde lebendig und wohlauf gesehen, als er in Lhasa und Indien umher reiste.

Dies sind nur einige Beispiele von zahllosen Gräueltaten der Gewalt und Diskriminierung gegenüber Shugden Verehrern.

Unterzeichnet, mit besten Wünschen

Shugden Society USA

Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong´s Kreuzzug geht weiter

Samdhong Rinpoche, der Premierminister der tibetischen Exilregierung kämpft immer noch weiter in der verlorenen Schlacht. Trotz der Tatsache, dass die Shugden Praxis in der tibetischen Gelug-Tradition weiter erblüht und z.B. gerade erst die neuen Klöster Shar Gaden und Serpom Norling eröffnet wurden, hat sich Samdhong während eines Besuches in der Schweiz kürzlich gegen Dorje Shugden Praktizierenden geäußert, wie von Radio Free Asia berichtet wurde.shargaden07

30. August 2009

Sprecher: Der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der Kalon Tripa der tibetischen Exilregierung hat der Schweizer Öffentlichkeit Ratschläge gegeben, dass sie der Shugden Angelegenheit besondere Aufmerksamkeit widmen sollen. Bitte hören sie die Meldungen, die uns von Tsering Phuntsok gesendet wurden.

Tsering Phuntsok: Während seines kürzlichen Besuches in der Schweiz hat der Gelehrte Samdhong Rinpoche, der politische Führer der tibetischen Exilregierung gesagt, dass die Dholgyal (Shugden) Angelegenheit nicht nur eine religiöse Angelegenheit sei, sondern von der Chinesischen Regierung benutzt wird. Er hat die Öffentlichkeit angewiesen, der Sache ihre besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Samdhong Rinpoche: Bezüglich unserer Religion und Politik, wurden einige Shugden Verehrer zu einem Werkzeug,

Transkript der Ansprache von Samdhong

Transkript der Ansprache von Samdhong

das von den politischen Führern der Volksrepublik China verwendet wird. Abgesehen davon haben sowohl in Tibet als auch im Exil über 95% der Mönche, Nonnen und Laien aufgegeben was aufzugeben ist und praktiziert was zu praktizieren ist und es geht ihnen sehr gut. Die gegenwärtige Situation ist beispielsweise so, obwohl es in den Sitzen der Klöster Sera, Drepung und Ganden nur wenige Shugden Verehrer gab, wurden sie getrennt und wurden rein, nachdem die religiösen und materiellen Verbindungen unterbunden waren. Es sind nur sehr wenige Tibeter unter ihnen. Es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, zu denen viele aus den Grenzgebieten gehören, welche die Angelegenheit nicht verstehen und durch Materialien getäuscht wurden. Ich denke, es wird nicht lange dauern, bis dies gesäubert ist. Allerdings wurden die Dholgyal Verehrer zu einer Sache, die von der VR China für Politik und Propaganda benutzt wird. Deshalb ist es keine religiöse Frage. Es ist eine ausschließlich politische Angelegenheit. Deshalb gibt es in Europa und besonders um die Schweiz herum einige Streitigkeiten von Dholgyal Verehrern, die immer noch eine unerledigte Sache sind. Wenn man kürzlich in die Medien und Zeitungen rund um dieses Land geschaut hat, versuchen sie ihr Bestes um von den Toten aufzuerstehen. Hinsichtlich dieser Angelegenheit hat die Schweizer Öffentlichkeit einen klaren Standpunkt bezogen. Ihr solltet es bis zum Ende durchziehen; die Öffentlichkeit hat die Verantwortung ihren Fortbestand auszulöschen, welche wie Giftgas ist, ohne sie in der Zukunft wieder anwachsen zu lassen. Deshalb solltet ihr dies in Betracht ziehen.

Samdhong Rinpoche verursacht wieder einmal Unruhe und Zwietracht in der tibetischen Gesellschaft. Seine Behauptung, die Shugden Angelegenheit sei eine politische, ist nicht korrekt. Es handelt sich um eine religiöse Angelegenheit, denn selbst die vom Dalai Lama gegen die Shugden Praxis vorgebrachten Einwände sind fast ausschließlich religiöse. Es wäre korrekt von Samdhong zu sagen, dass sich eine Shugden Angelegenheit überhaupt nur aufgrund der Vermischung von Religion und Politik durch den Dalai Lama entwickelt hat. Es ist nicht China, welches Dorje Shugden als politisches Mittel benutzt, sondern die tibetische Exilregierung hat aus politischen Gründen ein Problem geschaffen.

Leider muss auch gesagt werden, obwohl die Western Shugden Society ihre Protestkampagne gegen die Unterdrückungspolitik des Dalai Lama ausgesetzt hat, haben der Dalai Lama und seine Regierung niemals aufgehört, zu versuchen Dorje Shugden Praktizierenden weiterhin Schaden zuzufügen. Obwohl der Dalai Lama während seines kürzlichen Besuches in Taiwan davon redete, wie sehr er der Demokratie verpflichtet ist, gab es in seiner Regierung wenig Anzeichen für Demokratie, als er die gegenwärtige Situation um die Shugden Verehrung dadurch auslöste, dass er die materielle Unterstützung für Shugden Verehrer unterband und sogar ihre Familien zwang, das gleiche zu tun. Er selbst gibt den Tibetern nicht die demokratische Freiheit der Tradition der Shugden Praxis zu folgen, die ihnen von ihren spirituellen Meistern übermittelt wurde.

Trotz der markigen Worte von Samdhong bezüglich der „Säuberung“ der tibetischen Gesellschaft – die unheilvolle Assoziationen weckt – sind die Hoffnungen der tibetischen Exilregierung, die Shugden Praxis zu zerstören, vergeblich, denn sie erblüht sowohl in der tibetischen Gesellschaft als auch im Rest der Welt und es gibt keine Möglichkeit für sie, dies zu verhindern.

Eine Erinnerung: das jährliche Medizinbuddha Festival wird am 29. September 2009 im Kloster Serpom stattfinden, wo hunderte von Mönchen eine Woche lang dreimal täglich Pujas für das Wohlergehen aller Lebewesen ausführen, und insbesondere für Verehrer und Unterstützer des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden.

Zwei Shugden Mönche aus dem Kloster Shar Gaden überfallen und verletzt

Zwei junge Mönche wurden mit Verletzungen in das Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie von sechs Angreifern in der Nacht überfallen worden sind.

Der Angriff fand gegen 23.30Uhr Ortszeit, am Samstag, dem 30. Mai 2009 vor dem Kloster Serkong Khangtsen in der tibetischen Exilkolonie Mundgod, Karnataka, in Südindien statt.

Bei den Opfern handelt es sich um Lobsang Damchö und Lobsang Chökyi Gyaltsen, zwei Tulkus (reinkarnierte Lamas), die vor kurzem in das Kloster Shar Gaden eingetreten sind. Sie sind in der Gemeinde als Anhänger des Beschützers Dorje Shugden bekannt.

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Die sechs Angreifer sind Unterstützer der Politik des Dalai Lamas, die sich gegen die Praxis von Dorje Shugden richtet. Sie haben zugegeben, dass sie den Angriff geplant und ausgeführt haben. Bislang hat ihr Kloster, Gaden Jangtse, keinen Kommentar zu dem Zwischenfall abgegeben und keine Disziplinarmaßnahmen gegen die Angreifer verhängt.

Die Angreifer werden auch von der örtlichen Vertretung der Tibeter und seinem Vorsitzenden unterstützt, die in der Gemeinde einen großen Rückhalt haben.

Die indische Polizei ist von dem Angriff informiert worden und hat Untersuchungen eingeleitet. Bislang wurde aber noch niemand festgenommen.

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Anschuldigungen

Am 5. Februar 1997 wurden der Direktor der Dialectic School in Dharamsala zusammen mit zwei Assistenten ermordet. Seit dieser Zeit werden falsche Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer wiederholt. Es wurden niemals irgendwelche Beweise dafür gefunden, dass Dorje Shugden Verehrer für diese fürchterliche Tat verantwortlich waren, aber der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung verbreiten immer noch diese falschen Informationen auf ihrer Website und in Schriften.

Diese Lügen immer noch zu wiederholen wird sie nicht zur Wahrheit machen. Wir werden diese Anschuldigungen hier nicht noch einmal präsentieren, dafür können Sie auf die Website des Dalai Lama schauen, wo es schreckliche Bilder des ermordeten Lobsang Gyatso gibt, zusammen mit den verleumderischen Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer. Wir müssen allerdings diese Anschuldigungen hier thematisieren, denn sie werden immer noch als Vorwand für das Verbot der Dorje Shugden Praxis benutzt – trotzt der Tatsache, dass die indische Polizei bereits vor Jahren festgestellt hat, dass es keinerlei Beweise gegen Dorje Shugden Verehrer gibt.

Die Shugden Society in New Delhi hat stets jegliche Verwicklung in diese Morde zurückgewiesen. Sie hat diese Morde scharf verurteilt und aktiv mit der indischen Polizei kooperiert, um die Morde aufzuklären. Sehen sie dazu auch die Stellungnahme der Shugden Society [http://www.shugdensociety.info/historyEvents1997FR ]  Die indische Polizei hat festgestellt, dass kein Mitglied der Shugden Society in diese Morde verwickelt war.

Diese Tatsache wurde von der tibetischen Exilregierung ignoriert, die weiterhin die verleumderischen Anschuldigungen auf ihrer Website wiederholt und in den Medien verbreitet.

Weiterhin gab es Anschuldigungen, dass angeblich sechs Mörder von den Chinesen in Tibet versteckt werden, aber auch nach 10 Jahren an Nachforschungen gab es nicht den kleinsten Beweis dafür. Die Dorje Shugden Devotees Charitable and Religious Society in Delhi, die angeblich die Mörder unterstützt hat, fährt mit ihrer friedlichen und gewaltfreien Arbeit gegen die Unterdrückung durch den Dalai Lama fort und keines ihrer Mitglieder ist irgendwohin geflohen.

Auch Geshe Kelsang Gyatso, ein tibetischer Meditationsmeister und Dorje Shugden Verehrer, hat diese Morde stets verurteilt und darauf hingewiesen, dass es genügend andere Verdächtige für diese Morde gibt, als er in einem Artikel der Newsweek 1997 auf Vorwürfe von Robert Thurman antwortete, der in unverschämter Weise Dorje Shugden Verehrer als die „Taliban des Buddhismus“ bezeichnet hatte.

„Robert Thurman wird zitiert, dass er gesagt habe: „Ich glaube es gibt keine Zweifel, das Shugden hinter den Morden steckt.“ Natürlich ist das Töten von anderen Menschen sehr schlecht und ich verurteile diese schrecklichen Morde, aber wenn man den Brief liest, der als Mongoose Canine Letter bekannt ist und an S.H. den Dalai Lama adressiert ist, kann man sehr klar verstehen, dass S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat, warum werden also nur Shugden Anhänger verdächtigt? Es ist sehr bedauerlich, dass Lobsang Gyatso, ein 70-jähriger Geshe, in diesen fürchterlichen Umständen sterben musste, anscheinend, weil S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat.“ (Geshe Kelsang Gyatso in Newsweek 1997)

Viele Verdächtige

Es gab eine ganze Reihe von möglichen Verdächtigen, aber die wahren Schuldigen wurden niemals gefunden, was dem Dalai Lama in die Hände spielt. Denn auf diese Weise kann er weiterhin Dorje Shugden Verehrer beschuldigen, was bequem für seine politischen Ziele ist. Warum? Weil er die Welt auf diese Weise überzeugen kann, dass sie böse sind und sein Verbot der Praxis erscheint begründet. Tatsache ist, dass Dorje Shugden Verehrer niemals gewalttätige Handlungen ausgeführt haben. Sie sind friedliebende Buddhisten, die dem Pfad der Gewaltlosigkeit, der Liebe und des Mitgefühls folgen, wie es von Trijang Rinpoche – dem Lehrer des Dalai Lama – und anderen Meistern der Überlieferungslinie gelehrt wurde.

Wie im österreichischen buddhistischen Magazin „Ursache und Wirkung“ (Juli 2006, Seite 73) berichtet wurde, hatte Geshe Lobsang Gyatso nach den Aussagen eines seiner Schüler zahlreiche Morddrohungen erhalten.

Lobsang Gyatso war sehr scharfzüngig und hatte viele Personen und Gruppen angegriffen, die sich nicht hinter den Dalai Lama stellen wollten. Beispielsweise hatte der eigene Bruder des Dalai Lama ein Problem damit, dass der Dalai Lama den Anspruch auf ein freies Tibet aufgegeben hatte. Auch 1962, als der Dalai Lama versuchte, alle Schulen des tibetischen Buddhismus unter seiner Autorität zu vereinen, widersetzten sich die Dreizehn tibetischen Siedlungen und der 16. Karmapa diesem autokratischen Schritt. Der Dalai Lama hat viele Feinde und Lobsang Gyatso hat sie alle mit scharfen Worten angegriffen.

Gefälschte „Beweise“

Helmut Gassner, ein österreichischer Mönch, der 17 Jahre als Übersetzer für den Dalai Lama arbeitete, hat in einem Vortrag vor der Friedrich-Nauman-Stiftung in Hamburg, am 26. März 1999 über diese Morde gesprochen:

Der Direktor der Dialektikschule war bekannt für seine Schmähschriften, in denen er alles durch den Dreck zog, was nicht ganz auf dem Kurs der Exilregierung lag. Bedeutende Meister, die großen Klosteruniversitäten und auch die tibetische Guerilla waren auf seinem Menü. In einer seiner letzten Schriften schrieb er: „….diese Leute werden nicht aufhören, den Dalai Lama zu kritisieren, bis ihnen das Blut aus dem Fleisch fließt.“

Aufgrund der Art der Ermordung und der Demütigungen, denen die tibetische Guerilla-Organisation in den Jahren zuvor ausgesetzt worden war, hätte man vielleicht erwartet, dass der Täter eventuell auch dort gesucht worden wäre. Das war jedoch nicht zu erkennen, sondern schon einen Tag später wusste das Lokalblatt von Dharamsala, dass die Mörder sicher bei der Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi zu finden seien.

Wer immer diesen Mord ausgeführt hat, von der Exilregierung wurde die grausame Tat mit einem einzigen Ziel bis auf Blut und Knochen ausgeschlachtet:

Mit allen Mitteln versuchte man die Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi mit dem Mord zu belasten und die führenden Mönche hinter indische Gitter zu bringen. …

Im Schweizer Fernsehen (DRS, Sternstunde 25. Januar 1998) konnte ich dann Tashi Wangdu, meinen alten Freund und Minister der Exilregierung bewundern, wie er in einer Sendung über diesen Mord eines der Beweisstücke vor die Kamera hielt: Eine Morddrohung, hieß es im Kommentar, von den Dordsche-Schugden-Leuten in Delhi an den nun Ermordeten. Ich konnte es nicht lassen, das Video anzuhalten, die tibetischen Zeichen abzuschreiben und zu übersetzen. Es war keine Morddrohung, sondern lediglich ein frech geschriebener Brief mit Aufforderung zur Debatte, um die Meinungsverschiedenheiten beizulegen.

An diesem Punkt war ich überzeugt, dass hier ein falsches Spiel getrieben wurde, denn weshalb würde Tashi Wangdu sonst so weit gehen, eine gefälschte Morddrohung sogar vor die Kamera zu halten?

In seiner Mitteleilung „Lügt der Minister der Exilregierung“ sagte Helmut Gassner:

Als ich den Brief las, erkannte ich, dass es eine Bitte des Sekretärs der Shugden Society an den Abt Losang Gyatso war, die Verleumdung dieser Gottheit zu beenden, da es reichlich heilige Schriften zu diesem Thema gibt, die der Abt offenkundig nicht gelesen hat. Der wesentliche Punkt im dem Brief war die Bitte an den Abt nach Delhi zu kommen, um nachzuweisen, was Wahrheit und was Unwahrheit ist. Wenn der Abt zu beschämt sei, nach Delhi zu kommen, dann würde die Mitglieder der Shugden Society auch gerne nach Dharamsala kommen um die Wahrheit zu finden. Schließlich wurde der Abt gebeten einen Termin für ein Treffen zu nennen.

Gemäß dem tibetischen Minister heißt es in dem Brief: „Wir werden Dich wie eine Laus zerdrücken“.

Das Wort „Laus“ erscheint nur einmal in diesem Brief, in einer gebräuchlichen Redewendung, die wörtlich bedeutet: „Laus und Finger zu verifizieren, oder nachzuweisen“.

brief-shugden-society-original

Dies ist der tibetische Originaltext des Briefes der Shugden Society an den später ermordeten Abt Losang Gyatso.

Der tibetische Minister Tashi Wangdü sagte vor der Fernsehkamera:

„Vor dem Mord am Oberhaupt der Dialektikschule, hat er einen Drohbrief der Dorje Shugden Society erhalten. Tibeter zerdrücken Läuse zwischen den Fingernägeln, und so heißt es in diesem Brief: „Wenn Du nach Delhi kommst, werden wir Dich wie eine Laus zerdrücken.“

Der Polizeichef Prithvi Raj sagte ebenfalls vor der Kamera:

„Am Schauplatz des Mordes hat die Polizeit einen Brief von Chime Tsering, dem Präsidenten des Dorje Shugden Charitable Trust gefunden. Dies ist ein Drohbrief gegen den Abt und zeigt, dass die Mörder eine direkte Verbindung zu den Shugden-Leuten haben.“

Im Brief, der vor der Kamera gezeigt wurde und dessen Inhalt von der Shugden Society bestätigt wurde, heißt es:

„…es gibt hunderte von heiligen Schriften über dieses Thema. Du hast sie nicht angeschaut. Das ist bedauerlich.
Deshalb, anstatt grundlose, polemische Werke zu schreiben, komme nach Delhi, mit dem Ziel Fakten von Falschheiten zu unterscheiden.“ (wörtl. Laus und Finger nachzuweisen).

Diese Redewendung impliziert niemals eine gewalttätige Drohung. Die wörtliche Übersetzung jedes einzelnen Wortes, wie es im Brief verwendet wurde:

tibshig tang sormo ratrö jepa: „Laus und Finger nachweisen tun“

Im Tibetisch-Englisch Wörterbuch von Melvin C. Goldstein gibt es folgende Übersetzung für das Wort ratrö jepa: beweisen, nachweisen, bestätigen (to be proved, to be verified, to get attested to).

Die Schlussfolgerung ist deshalb, dass die tibetische Exilregierung eine absichtlich verzerrte Übersetzung dieses Briefes präsentierte.

Die immer noch wiederholten Verleumdungen aus offenkundig politischen Motiven durch den Dalai Lama sind einer der Gründe, warum die Mitglieder der Western Shugden Society dem Dalai Lama überall hin gefolgt sind und ihn aufgefordert haben: „Hör auf zu Lügen!“
Siehe auch: Does the Minister of the Tibetan Exile Government Lie? von Helmut Gassner [http://www.dorjeshugden.com/articles/HelmutGassner02.pdf]

Deutsches vollständiges Transkript der Veranstaltung vom 26. März 1999 der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dalai Lama – Dordsche Schugden, Beitrag von Dipl.Ing. Helmut Gassner, Letzehof, A-6800 Feldkirch, [http://www.trimondi.de/med08.html]

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

In der Schweizer Zeitung „Die Weltwoche“ erschien jetzt, am 4. März 2009, ein bemerkenswerter Artikel, der sich kritisch gegenüber dem Dalai Lama und seinem Regierungsstil äussert. Gerade in der Schweiz, mit der weltweit drittgrössten Gemeinde an Exiltibetern, ist dies aussergewöhnlich. Der Artikel hinterfragt die Popularität des Dalai Lama im Westen und zeigt einige der Widersprüche zwischen seinen Worten und sowohl der historischen als auch der gegenwärtigen Realität des Tibetischen Volkes auf. U. a. wird auch darauf hingewiesen, dass das Verbot der Praxis des Beschützers Dorje Shugden politisch motiviert war und zu Spaltungen in der Exilgemeinschaft geführt hat.

Bedauerlich ist nur, dass der Verfasser des Artikels nicht gründlicher geprüft hat, dass die seit 10 Jahren wiederholten Mordvorwürfe gegen Dorje Shugden Anhänger vollkommen haltlos sind. Erstens haben sich alle Dorje Shugden Unterstützergruppen von Anfang an auf das schärfste von diesen Morden distanziert und sie verurteilt, und zweitens gibt es bis heute keine Anklage gegen konkrete Personen. Ganz im Gegenteil, es gab reichlich andere Verdachtsmomente gegen andere Personenkreise.

Den vollständigen Artikel der Weltwoche finden Sie hier:

Die Legenden des Dalai Lama

Ein Auszug:

Am 10. März jährt sich zum 50. Mal der Aufstand der Tibeter gegen China. Das geistige Oberhaupt, der Dalai Lama, wird im Westen verehrt wie ein Popstar. Seltsam. Der allseits verklärte Gottesstaat war ein korruptes Feudalsystem, das seine ärmlichen Untertanen knechtete.
Von David Signer

…Zweifel an der vielgerühmten Weisheit des Dalai Lama lässt auch die «Shugden-Affäre» aufkommen. Im Sommer 1996 verbot er seinen Leuten, auf Anraten des Staatsorakels, die Verehrung der Schutzgottheit Dorje Shugden..

Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien

Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien (auf der Grundlage eines Artikels im Shugden Society Blog

Nachstehend einige Neue Nachrichten zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama die aus einer gut informierten Quelle in Neu Delhi stammen. Wie u.a. im Nachrichtensender Al Dschasira berichtet wurde, haben Dorje Shugden Verehrer in Indien eine Klage gegen den Dalai Lama aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen der Religionsfreiheit von Dorje Shugden Praktizierenden eingereicht.

Der Dalai Lama hat schließlich durch seinen Anwalt am 19. Dezember 2008 eine Antwort an den Obersten Gerichtshof in Neu Delhi gesandt. Dies war genau neuneinhalb Monate nachdem er eine Benachrichtigung des Gerichtshofes erhalten hatte, die ihn zu seinen Handlungen in Verbindung mit dem Verbot der Dorje Shugden Praxis befragte und ihn zu einer Antwort aufforderte. Seine Antwort war nicht schlüssig und unverantwortlich!

Zunächst war es Samdhong Rinpoche, der angebliche Premierminister der tibetischen Exilregierung, der im Namen des tibetischen Oberhauptes antwortete. Der Dalai Lama selbst hat sich ausgeschwiegen. Die Antwort selbst ist eine kuriose Zusammenstellung von Verleugnungen und Verdrehung von allgemein bekannten Tatsachen. Im Schreiben wird behauptet, dass der Gerichtshof keine Zuständigkeit in Religionsangelegenheiten hat – das Verbot sei eine religiöse Verordnung des tibetischen Oberhauptes, der ein Mandat besitzt, das tibetische Volk im religiösen und politischen Bereich zu führen.

Andererseits wird im Schreiben von Samdhong vehement verleugnet, dass der Dalai Lama überhaupt jemals ein Verbot erlassen oder ein Referendum angeordnet habe. Samdhong behauptet, dass es keinerlei Diskriminierung gäbe, keine Menschenrechtsverletzungen, keine Unterdrückung der Religionsfreiheit, keinem Dorje Shugden Praktizierenden wäre Arbeit verweigert worden, keine Studenten aus Schulen verwiesen! Die ca. 15 Mönche, denen der Zutritt zu einer tibetischen Flüchtlingssiedlung verweigert wurde, wären aufgrund eines Verbotes zurückgewiesen worden, das von den Klöstern erlassen wurde, nicht vom Dalai Lama.  (Ausführliche Informationen zu den Unterdrückungen hier im Blog sowie in den Websites der Dorje Shugden Vereinigungen. Siehe Links)

Der Premierminister hat sich eher darauf beschränkt, Kundeling Rinpoche und Lama Gangchen Rinpoche einer unheiligen Allianz mit der chinesischen kommunistischen Regierung zu beschuldigen. Gemäß Samdhong haben die Missetaten und die Feindseligkeit dieses Duos es ermöglicht, dass derart hinterhältige Attacken gegen den heiligen Dalai Lama möglich wurden.

Um die makellosen Beziehungen des Dalai Lama zu attestieren, haben ihm fast alle tibetischen Ministerien Briefe ausgestellt, die dies bestätigen sollen. Es scheint auch einen obskuren Brief von einem indischen Minister zu geben. Die National Human Rights Commission of New Delhi (NHRC) behauptet, dass es keine Anschuldigungen gegen den Dalai Lama gibt. Ein Brief einer sogenannten Presse-Vereinigung die sich UBO nennt und ihre Sitz in der Schweiz haben soll, behauptet, dass die Dokumentation des Schweizer Fernsehens „Bruderzwist“ in der Reihe „10 vor 10“ einseitig und voreingenommen hinsichtlich der Kontroverse gewesen sei. (Die Videos hier im Blog auf der rechten Seite)

Es kann nur gehofft werden, dass sich das Gericht keinen Sand in die Augen streuen lässt und den Dalai Lama mit den Widersprüchen zwischen den offenkundigen Fakten der religiösen Unterdrückung und seinen Vernebelungsversuchen konfrontiert.

Die Shugden Praktizierenden sind in diesem Gerichtsverfahren jetzt wieder am Zug und eine Antwort wird vorbereitet.

Al Dschasira hat seinen Report über die Verfolgung der Dorje Shugden Verehrer durch den Dalai Lama zu einem der zwei besten Berichte des Jahres 2008 gewählt und angekündigt weiter über das Gerichtsverfahren zu berichten.