Die Vermischung von Religion und Politik in der tibetischen Gesellschaft und warum dies die Ursache für den Konflikt um Dorje Shugden ist

Die Vermischung von Religion und Politik in der tibetischen Gesellschaft und warum dies die Ursache für den Konflikt um Dorje Shugden ist

Die modernen westlichen Formen der Demokratie sind aus der Trennung von Staat und Religion entstanden und sie gewährleisten, dass Individuen der Religion ihrer Wahl folgen können, auch wenn diese nicht die Religion des jeweiligen Staatsoberhauptes ist. Europa hat über Jahrhunderte Verfolgungen und Zwangsmissionierungen erlebt, wann immer ein politischer Herrscher gleichzeitig ein göttliches Oberhaupt sein wollte und religiöse Gefolgschaft von seinen Untertanen gefordert hat.

Heutzutage können wir uns sehr glücklich schätzen, dass die buddhistische Lehre in Europa frei ausgeübt werden kann und sogar unter dem Schutz des Staates steht. Leider gibt es diese Freiheit ausgerechnet für viele Tibeter im indischen Exil nicht. Die Verehrer der buddhistischen Gottheit Dorje Shugden werden vom Dalai Lama unterdrückt und verfolgt. Und warum? Der einzige Grund ist, dass sie nicht der religiösen Überzeugung des politischen Führers – des Dalai Lama – folgen wollen. Der Dalai Lama lehnt die Praxis von Dorje Shugden ab, aber darf ihm dies das Recht geben, seinem gesamten Volk seine religiösen Ideen aufzuzwingen? Gerade er, der so viel von Toleranz redet, duldet Andersdenkende in seiner eigenen Gemeinschaft nicht.

Die Folgen der unheilvollen Verquickung von tibetischer Religion und Politik gehen so weit, dass selbst westliche Anhänger des Dalai Lamas beginnen die Grundrechte der Religionsfreiheit zu vergessen und seit Jahren ein aggressives Verhalten gegenüber Dorje Shugden Verehrern zeigen. Angestachelt vom 1996 ausgesprochenen Verbot der Dorje Shugden Praxis unter den Exiltibetern, werden westliche buddhistische Gruppen, die Dorje Shugden verehren, denunziert und ausgegrenzt, weil sie „gegen den Dalai Lama sind“. Wenn dieser Logik gefolgt wird, dass z.B. deutsche Buddhisten dem Glauben des tibetischen Königs folgen sollten, dann müsste auch gefordert werden, dass Exiltibeter dem Glauben von Angela Merkel folgen müssen.

Westliche Buddhisten haben das Recht und die Freiheit – und dies ist in vollkommener Übereinstimmung mit Buddhas Unterweisungen – dem Lehrer und der Tradition ihrer Wahl zu folgen, auch wenn dies nicht die Tradition eines bestimmten politischen Führers ist.

Die Aktionsbündnisse der Dorje Shugden Verehrer sind entstanden, um an diesen Punkt zu erinnern und um Religionsfreiheit für Dorje Shugden Praktizierende im Einflußbereich des Dalai Lama zu erreichen.

Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema ist „Was würde Thomas Jefferson über den 14. Dalai Lama denken?“ von  Dr. Lars English, Ph.D. Dickinson College, Carlisle, PA 17013, USA

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Der Dalai Lama hat auch in anderen tibetischen buddhistischen Traditionen Konflikte und Disharmonie ausgelöst

Der Dalai Lama hat auch in anderen tibetischen buddhistischen Traditionen Konflikte und Disharmonie ausgelöst

Nachfolgend einige Briefe und Stellungnahmen von Sharmapa, dem Oberhaupt der Karma Kagyü Tradition, die deutlich machen, dass die Bündelung von politischer und religiöser Macht in den Händen des Dalai Lama vielerlei Probleme bewirkt. Die Verfolgung von Dorje Shugden Verehrern ist nur ein Teil im großen Plan des Dalai Lama, die verschiedenen tibetischen Traditionen unter seiner Führung zu verschmelzen. Auch Sharmapa weist darauf hin, dass dies die Motivation ist, die den Dalai Lama treibt, und dass er keinerlei spirituelle Autorität zu solch einem Vorgehen hat. Wie er schreibt:

„Ich verstehe, dass S.H. der Dalai Lama das tibetische Volk Einen will, um für seine Freiheit zu arbeiten, aber das ist kein Grund die Menschenrechte und Religionsfreiheit von buddhistischen Gläubigen mit Füssen zu treten.“

OFFENER BRIEF DER INTERNATIONAL KARMA KAGYU ORGANISATION
Auszüge aus einem offenen Brief an S.H. den Dalai Lama
Kathmandu, 17. März 2001

Die tibetische Exilregierung hat 1961 vorgeschlagen, die vier tibetischen buddhistischen Schulen zu einer religiösen Einheit zu verschmelzen, unter dem Vorsitz Seiner Heiligkeit. Diese Politik hat großen Teilen der tibetischen Exilgemeinschaft schweres spirituelles Leiden zugefügt. Dreizehn tibetische Siedlungen, die sich geschlossen hinter Karmapas Autorität stellten, stellten den Plan der Exilregierung in Frage und als Folge wurde das ganze Modell schließlich verworfen. Später in den 70ern wurde der Karmapa beschuldigt, weil er die Autonomie der anderen drei Linien verteidigt hatte…

Im Juli 2000 ging dann die Einmischung Seiner Heiligkeit in die Angelegenheit noch weiter. Seine Heiligkeit informierte S.H. Shamar Rinpoche schriftlich, dass selbst für den Fall dass eine authentische Vorhersage des 16. Karmapa gefunden und vorgelegt wird, er dennoch darauf bestehen würde, dass Urgyen Trinley der Karmapa Thronhalter sei. Mit diesem Vorgehen würde Seine Heiligkeit rückwirkend dem unangezweifelten 16. Karmapa das Recht entziehen, seine eigenen Reinkarnation zu bestimmen. Solch eine groteske Behauptung geht gegen die Karma Kagyü Tradition und bereitet die Bühne für eine Übernahme der Karma Kagyü Schule durch Seine Heiligkeit und die Regierung.

Bis sich Seine Heiligkeit 1992 eingemischt hat, hat kein anderer Dalai Lama je eine Rolle in der Erkennung eines authentischen Karmapas gespielt. Wie Seine Heiligkeit sehr gut weiß, übertreffen die Inkarnationen der Karmapas die Linie der Dalai Lamas um mehr als 300 Jahre. Es gibt keinen historischen Präzedenzfall für die gegenwärtige Einmischung Seiner Heiligkeit.

Wir respektieren und unterstützen die Bemühungen Seiner Heiligkeit für das Wohl und die Freiheit des tibetischen Volkes in hohem Masse. Deshalb bitten wir Sie, den gleichen guten Willen im Falle der Kontroverse um Karmapa zu zeigen. Für das Wohl der Integrität unserer Linie, bitten wir Seine Heiligkeit sich vornehm aus diesem inneren Konflikt der Karma Kagyü Schule zurückzuziehen. Wir bitten Seine Heiligkeit auch um Unterstützung für unsere Sicht, dass die ganze Welt einen Nutzen daraus hat, wenn die reiche Vielfalt aller vier Schulen erhalten bleibt, einschließlich der Karma Kagyü. Wir haben aufrichtige Wünsche für das lange Leben und die Gesundheit Seiner Heiligkeit.

Respektvoll, für und im Namen aller Delegierten der International Karma Kagyü Conference
H.H. Luehrs (Vorsitzender)

Spätere Anmerkungen von Sharmapa

„Ich glaube, dass die Karma Kagyü die Möglichkeit haben sollte, ihr eigenes spirituelles Oberhaupt in der traditionellen Weise zu wählen“, sagte Shamar seinen Studenten. „Ogyen Trinley wurde nicht in der traditionellen Weise gewählt, sondern durch politische Einmischung der tibetischen Exilregierung, der chinesischen Regierung und vielen anderen. Alle anderen religiösen Schulen Tibets können ihre Oberhäupter selbst wählen. Warum können wir nicht unseres wählen? Seine Heiligkeit der Dalai Lama stellt in diesem Fall die Politik vor die Religion.“

„Weil seine Anhänger im Ausland nicht die Gewohnheit haben, seine Handlungen zu hinterfragen, unterstützen sie Seine Heiligkeit den Dalai in diesem Fall blind. Ich nenne solche Anhänger „Paket-Gläubige“ Sie folgen dem Dalai Lama weil er ein buddhistischer Lehrer und Führer der Tibeter ist; das ist alles was sie wissen müssen. Sie akzeptieren einfach das ganze Paket, ohne für sich selbst zu untersuchen, ob das, was Seine Heiligkeit in diesem Fall tut wirklich richtig ist. Wenn ich zum Beispiel ein Haus hätte, und der Dalai Lama es für sich selbst haben wollte, dann würden diese Paket-Gläubigen unter seinen Anhängern sagen, dass es falsch von mir ist, mein Eigentum zu schützen, oder mich auch nur zu beschweren, und dass er das Recht hat, es zu nehmen.“

„Ich verstehe es, wenn Tibeter solch eine Einstellung habe. Ihr Lebensunterhalt mag davon abhängen, ein gutes Verhältnis mit der tibetischen Exilregierung zu haben. Vielleicht würden sie ihre Arbeit verlieren, wenn sie das Recht des Dalai Lamas den Karmapa zu wählen in Frage stellen würden. Aber für die Leute in der ganzen Welt ist das eine ungesunde Entwicklung des Buddhismus. Wenn ein Mann in der ganzen Welt so bewundert wird, dass er tun kann was er will, ohne eine gerechte Überprüfung, dann ist er in Fakt ein Diktator. Es gibt keine Aufsicht. Und wenn die Karma Kagyü Schule nicht ihr eigenes Oberhaupt wählen kann, wird dies ein Präzedenzfall für die anderen religiösen Schulen Tibets? Wird der Dalai Lama auch ihre Oberhäupter auswählen?“

„Dharma hat etwas damit zu tun, für uns selbst nachzudenken. Es heißt nicht, einem Lehrer automatisch in allen Dingen zu folgen, ganz gleich, wie respektiert dieser Lehrer sein mag. Mehr als  jeder andere sollten Buddhisten die Rechte von anderen Menschen respektieren – ihre Menschenrechte und ihre Religionsfreiheit.“

An anderer Stelle sagte Shamar Rinpoche:

„Aber wenn Seine Heiligkeit lediglich seine große Popularität in den Himalayas, in Indien und im Rest der Welt ausnutzt, um zu versuchen Kontrolle über den Karmapa Labrang zu gewinnen, dann muss ich respektvoll seine Meinung über Rumtek zurückweisen. Ich verstehe, dass S.H. der Dalai Lama das tibetische Volk einen will um für seine Freiheit zu arbeiten, aber das ist kein Grund die Menschenrechte und Religionsfreiheit von buddhistischen Gläubigen mit Füssen zu treten. So wie in unserem Fall, sollten wir Menschenrechte in allen Situationen respektieren, nicht nur, wenn es für uns gerade bequem ist.“

„Alle Führer, ganz gleich wie tugendhaft, müssen Einschränkungen in ihrer Macht haben. Viele populäre, charismatische Anführer haben in der Vergangenheit Popularität und Prestige ausgenutzt, um sich selbst als Diktatoren einzusetzen. Vielleicht hatten diese Anführer gute Absichten und hofften, dass sie mit der Vergrößerung ihrer Macht mehr Gutes in der Welt erreichen können. Aber letztendlich hat absolutistische Herrschaft immer zu Leiden geführt. Ich hoffe und bete, dass Seine Heiligkeit nicht wie ein Diktator handeln wird, und nicht die Unterstützung des Volkes benutzt, um eine Autorität über den Karmapa einzufordern, die er nicht besitzt, und auf der Religionsfreiheit der Gläubigen des Karma Kagyü herumzutrampeln.“

Links zu dieser Kontroverse
Statement on HH Dalai Lama’s Comments about Rumtek Monastery
The Karmapa Conflict
The Karmapa Controversy

Shamar Rinpoches Antwort auf die Angriffe des Dalai Lama Unterstützers Robert Thurman
Brief an Robert A.F. Thurman von Shamar Rinpoche (Auszüge)

Hier stimme ich mit Dir vollkommen überein. So sehr Du auch über diese Sache besorgt bist – was Du eindeutig bist – kann ich Dir versichern, dass auch ich noch viel mehr um diese Sache besorgt bin. Traditionellerweise führt der Sharmapa zusammen mit dem Karmapa die Karma Kagyü Linie. Das bedeutet, dass ich die Verantwortung habe, die Karma Kagyü Linie zu beschützen. Bitte denke daran wie stark Deine Gefühle sind, und dann versetze Dich für einen Moment in meine Situation und stell Dir vor, wie wichtig es für mich ist, die Autonomie der Karma Kagyü zu schützen.

Ich habe Verständnis dafür, dass Du Seine Heiligkeit den Dalai Lama hundertprozentig unterstützt und ich unterstütze vollkommen die Gelugpa Schule, welches die einzige Schule ist der Du Dich widmest. Allerdings kann keine der anderen Schulen es unterstützen und unterstützt es auch nicht, dass versucht wird, S.H. dem Dalai Lama volle Autorität über alle vier Schulen zu geben.

Jetzt möchte ich Deinen Brief zur Seite lassen und Dir eine Frage zum Nachdenken geben: Wenn Du die politische Situation zur Zeit des 10. Karmapa als Beweis verwendest, dass der Dalai Lama die Autorität hat, die Karmapas anzuerkennen, dann solltest Du auch Bedenken, dass es seit der Zeit des Großen 5. Dalai Lama obligatorisch war, dass die Reinkarnation des Dalai Lama vom chinesischen Kaiser bestätigt wurde. Wie willst Du es unter dieser Voraussetzung verhindern, dass die chinesische Regierung in Zukunft das historische Recht einfordert, die Dalai Lamas anzuerkennen? Die Oberhäupter der Karma Kagyü, Drikung Kagyü, Nyingma und Sakya Linien haben niemals die Bestätigung der chinesischen Führung oder des Dalai Lamas benötigt. Der Präzedenzfall, den Du hier schaffst, wird den Weg ebnen für den Zusammenbruch aller tibetisch-buddhistischen Schulen, einschließlich der Gelugpas. Bitte bedenke die langfristigen Auswirkungen.

Die allgemeine Empörung, die es um den ganzen Karmapa-Konflikt gibt, ähnelt langsam dem Heulen von listigen Koyoten, die so von ihrem Jagdfieber vereinnahmt sind, dass niemand die sanfte Stimme des Lammes hören kann, dass versucht eine Warnung auszustoßen. Situ Rinpoche ist völlig damit gescheitert die Authentizität des sogenannten Vorhersagebriefes zu beweisen, aber dennoch wedeln immer noch viele seiner Kollaborateure mit diesem Brief als eine Art authentischen Beweises herum.

Die Abstimmungen über Dorje Shugden widersprechen der Vinaya

Die Abstimmungen über Dorje Shugden widersprechen der Vinaya

Dieser Artikel (basierend auf dem englischen Beitrag „Dalai Lama’s Referendum contradicts Vinaya“) soll untersuchen, ob die Maßnahmen S.H. des Dalai Lama in Bezug auf die Beschützerpraxis von Dorje Shugden in Übereinstimmung mit der Vinaya sind, der buddhistischen Lehre über moralisches Verhalten. In allen großen Gelugpa-Klöstern in Indien wurden in der vergangenen Zeit auf Anordnung des Dalai Lama Abstimmungen mit Stimmstöcken durchgeführt, ob die Praxis von Dorje Shugden ausgeführt werden darf. Die Frage ist, ob diese Abstimmungen – wie behauptet – in Übereinstimmung mit der buddhistischen Lehre sind, oder nicht.

Am 08. Januar 2008 sagte der Dalai Lama in einer öffentlichen Rede im Kloster Drepung Loseling (Transskript von Voice of America):

„In den Vinaya-Regeln heißt es auch, wenn es eine strittige Angelegenheit gibt, sollen die Mönche Stimmstöcke nehmen und entscheiden, so wie es in den ‚Sieben Methoden zur Beilegung von Konflikten‘ beschrieben ist. In der heutigen demokratischen Praxis gibt es eine Sache die „Referendum“ genannt wird, „Befragung der Mehrheit“. Die Angelegenheit hat jetzt den Punkt erreicht, zu Fragen was die Mehrheit will. Deshalb, wenn ihr nach diesem Kurs am Loseling Kloster nach Hause geht, stellt diese Fragen:

„Ob ihr Dholgyal [Dorje Shugden] verehren wollt.“ Das ist die erste Frage. Diejenigen, die es wollen, sollen unterschreiben, dass sie Dholgyal verehren wollen; diejenigen die es nicht wollen, sollen unterschreiben, dass sie es nicht wollen.

„Ob wir die religiösen und materiellen Güter mit Dholgyal-Verehrern teilen wollen“; Ihr sollt unterschreiben, dass ihr das wollt. Oder „Wir wollen die religiösen und materiellen Güter nicht mit Dholgyal-Verehrern teilen“; Ihr sollt unterschreiben, dass ihr das nicht wollt.“

Der spezifische Abschnitt der Vinaya auf den sich der Dalai Lama bezieht ist als „Die sieben Methoden Konflikte zu lösen“ bekannt und ist die schriftliche Grundlage für die Abstimmungen an den Klöstern Sera, Ganden und Drepung. Wenn man in diese Schriften schaut, stellt man leicht fest, dass der Dalai Lama und die Äbte der Klöster die Richtlinien Buddhas zum Umgang mit einem derartigen Konflikt vollkommen missachten. Wenn Buddhas Ratschlägen wirklich gefolgt werden würde, gäbe es den Konflikt in dieser Form überhaupt nicht und seine Beilegung würde kein Leid verursachen.

Die besagten „Sieben Methoden“ werden von Thanissaro Bhikkhu beschrieben, in „The Buddhist Monastic Code, Volume I: The Patimokkha Training Rules Translated and Explained.“

Regel Nr. 5 besagt: „In Übereinstimmung mit der Mehrheit handeln“. Dies bezieht sich auf Fälle, in denen Bhikkhus (Mönche) einen Konflikt nicht einstimmig lösen können, und selbst nachdem die angemessenen Verfahren befolgt wurden, sie sich „mit den Waffen der Zunge verletzen“. In solchen Fällen können Entscheidungen durch Mehrheitsabstimmung getroffen werden.

Solch eine Abstimmung ist gültig, wenn:

1. Die Angelegenheit wichtig ist
2. Die Verfahren von „in der Gegenwart von“ sind alle befolgt worden aber führten nicht zur Beilegung der Angelegenheit. (Die Diskussion in der Cullavagga weist darauf hin, dass mindestens zwei Gemeinschaften versucht haben die Angelegenheit zu klären. Der Kommentar empfiehlt, die normalen Verfahren mindestens zwei- oder dreimal zu versuchen.)
3. Beide Seiten sind dazu gebracht worden sind, über ihren Standpunkt nachzudenken
4. Der Verteiler der Stimmstöcke weiß, dass die Mehrheit zum Dharma steht
5. Er hofft, dass die Mehrheit zum Dharma stehen wird
6. Der Verteiler der Stimmstöcke weiß, dass das Verfahren nicht zu einer Spaltung der Sangha führen wird
7. Er hofft, dass das Verfahren nicht zu einer Spaltung der Sangha führt
8. Die Stimmstöcke werden in Übereinstimmung mit dem Dharma ausgegeben (gemäß dem Kommentar heißt dies, dass es keinen Betrug gibt –  z. B. ein Bhikkhu zwei Stöcke nimmt – und die Seite des Dharmas gewinnt)
9. Die Versammlung ist vollständig
10. Die Bhikkhus nehmen die Stimmstöcke in Übereinstimmung mit ihren Sichtweisen (und nicht unter  Furcht vor Einschüchterung oder Nötigung

Regel Nr. 10 wurde verletzt: Die Abstimmungen fanden unter Furcht vor Einschüchterung oder Nötigung statt

Am 26. Januar 2008 wurde die Abstimmung im Kloster Sera-Je durchgeführt, am 9. Februar 2008 in Ganden Shartse. Vor diesen Abstimmungen wurden bereits Maßnahmen gegen Dorje Shugden Mönche ergriffen. Einige der Ereignisse:

8. Januar 2008: In der Versammlungshalle des Klosters Ganden Jangtse musste jeder Mönch einzeln aufstehen und verkünden, dass er niemals Dorje Shugden praktizieren wird. Zwölf Mönche, die Dorje Shugden praktizieren nahmen nicht teil und wurden aus dem Kloster ausgeschlossen.

Im Phukang Khangtsen (ebenfalls Ganden Shartse) wurden unterschriebene Erklärungen von jedem Mönch eingesammelt, die besagten, dass der Unterzeichner niemals Dorje Shugden praktizieren wird. Mönche die nicht unterschreiben und keinen Schwur ablegen wollten, sondern mit der Praxis von Dorje Shugden fortfahren, wurden gezwungen zu unterschreiben. Die Unterschrifts- und Schwurkampagne wurde in zehn monastischen Abteilungen durchgeführt. Als die Unterschriften im Phukang Khangtsen eingesammelt wurden, wurde ein Mönch ausgestoßen, weil er sich weigerte.

11. Januar 2008: Der Abt des Klosters Ganden Jangtse, Gen Rinpoche Geshe Lobsang Tsephel wurde auf einer öffentlichen Versammlung vom Dalai Lama dafür gescholten ein Dorje Shugden Praktizierender zu sein. Er wurde dafür beschuldigt „zwei Gesichter“ zu haben, da er vorgibt dem Rat des Dalai Lama zu folgen, während er im geheimen Dorje Shugden praktiziert.

Bevor irgendeine Abstimmung in Sera Je oder Ganden Shartse durchgeführt wurde, sind bereits Mönche ausgeschlossen und gedemütigt worden. Das ist ein wichtiger Punkt.

Anschließend wurden die Mönche von Ganden und Sera aufgefordert, an einer Abstimmung teilzunehmen, wobei sie die Konsequenzen bereits kannten, sollten sie gegen die Mehrheit stimmen.

Kann dies eine demokratische Abstimmung ohne Einschüchterung und Nötigung genannt werden? Sich zu der Praxis von Dorje Shugden zu bekennen, bedeutete für die Mönche, in Zukunft zu einer gesellschaftlichen Gruppe zu gehören, mit der niemand „materielle oder spirituelle Beziehungen haben darf“. Solcherart war ihr Überleben innerhalb wie außerhalb der Klöster in Frage gestellt. Indem der Dalai Lama einen derartigen Druck ausübte verstieß er gegen die Vinaya und die gesamte buddhistische Lehre.

Regel Nr. 6 und Nr. 7 wurden verletzt: die Abstimmung wird zu einer Spaltung der Sangha führen

Die zweite Frage die der Dalai Lama formuliert hat ist: „Ob wir die religiösen und materiellen Güter [das Zusammenleben im Kloster] mit Dholgyal-Verehrern teilen wollen“.

Das bedeutet in der Praxis, dass Mönche, die bisher im Kloster zusammenlebten, nicht mehr die gleiche Küche benutzen dürfen, nicht zusammen beten und studieren, nicht zusammen arbeiten, nicht einmal mehr zusammen in einem Fahrzeug sitzen, wie es erst kürzlich im November gefordert wurde.

Eine Spaltung der Sangha bedeutet eine Teilung in der Gemeinschaft, wobei zwei Gruppen von Bhikkhus, die eine gemeinsame Verbindung haben – mit mindestens fünf in einer Gruppe und vier in einer anderen – Handlungen der Gemeinschaft in der gleichen Gegend getrennt voneinander ausführen.“

Am 7. Februar 2008 verkündete der Disziplinmeister in der Versammlungshalle des Klosters Shartse mit Tränen in den Augen: „Dhokhang Khangtsen wird jetzt vom Kloster Shartse getrennt.“ Dies erfüllt die Definition einer Spaltung der Sangha gemäß Buddhas Unterweisungen. Es ist klar, dass die vom Dalai Lama veranlassten Abstimmungen gezielt und unvermeidlich zu einer Spaltung der Sangha führten. Dies ist ein weiterer Grund, warum die Abstimmungen ungültig sind.

Zudem gibt es Anweisungen von Buddha, wie gemäß der Vinaya mit einer Spaltung umgegangen werden sollte, und der Dalai Lama missachtet diese Ratschläge:

„Bezüglich der Laiengemeinde, wird Buddha in den Texten zitiert, dass sie an beide Parteien geben sollten und ihren Dharma hören. Dann, nach sorgfältigem Abwägen, sollten sie die Dharma-Fraktion bevorzugen. Es ist jedoch anzumerken, dass Buddha mit diesem Ratschlag an die Laien, eine Fraktion zu bevorzugen, nicht gesagt hat, dass nur eine Fraktion Almosen erhalten soll. Es mag geschehen, dass die Laien über den Dharma falsch informiert sind und nicht in der Lage, die richtige Gruppe von der falschen zu unterscheiden. Weiterhin hat der Buddha niemals ein Lebewesen als unwürdig erklärt, Gaben zu erhalten, denn das wäre gleichbedeutend damit, dass dieses Wesen nicht wert wäre zu leben.“

Dies bedeutet, dass die Unterschriftenkampagne, die vom Dalai Lama und der Exilregierung in der Laiengemeinde durchgeführt wird, und die dazu aufruft, keine materiellen Güter mit Dorje Shugden Verehrern zu teilen, direkt der Vinaya widerspricht. Der Text der Vinaya macht klar, dass sowohl Dorje Shugden Verehrer, als auch diejenigen, die ihn nicht verehren, materielle Unterstützung erhalten sollten, wie jeder andere auch.

Regel Nr. 2 wurde verletzt: Die Abstimmungen folgen nicht Buddhas Verfahrensweisen der Vinaya

Eine Abstimmung ist gemäß der Vinaya nur dann gültig, wenn die Verfahrensweisen von „in der Gegenwart von“ befolgt wurden, ohne den Konflikt beilegen zu können. D.h. die Gemeinschaft muss sich treffen und beratschlagen, bevor die Abstimmung durchgeführt wird. Dies ist nicht geschehen. Der Dalai Lama hat sich niemals mit Dorje Shugden Verehrern getroffen, um mit ihnen eine Lösung zu finden. Es gab niemals einen Dialog, keine Antworten auf Petitionen, Briefe etc. Auf der Website www.wisdombuddhadorjeshugden.org/de gibt es einen Zähler, der angibt, seit wann der Dalai Lama nicht antwortet. Das Referendum ist daher eine einseitige Entscheidung des Dalai Lama und wurde der tibetischen Gemeinschaft aufgezwungen. Dies widerspricht der Vinaya. Der Dalai Lama sagte am 08. Januar 2008 (siehe Video von Al Jazeera und das deutsche Transskript in unserem Blog), direkt vor den Abstimmungen:

Vor kurzem haben Klöster furchtlos Shugden-Mönche ausgestoßen, wo es nötig war. Ich unterstütze diese Handlungen voll und ganz. Ich lobe sie. Wenn es Klöstern schwerfällt, Maßnahmen zu ergreifen, sagt ihnen, der Dalai Lama ist dafür verantwortlich“.

Ein weiteres Argument ist, dass die Vinaya die Möglichkeit gibt, dass jeder Mönch in der Gruppe das Recht hat, dagegen zu protestieren, dass die Angelegenheit von der Gruppe gelöst wird. Wenn dies geschieht, wird die Gruppe als inkompetent betrachtet, um die Sache zu klären. Der Zweck dieses Ratschlages von Buddha ist, den Dharma vor Bhikkhus zu schützen, die empfehlen, was nicht wirklich Dharma oder Vinaya ist, aber sich dennoch in der Gruppe durchsetzen. Wenn es eine Versammlung gegeben hätte, hätten Dorje Shugden Mönche mit Sicherheit protestiert.

Regel Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 8 wurden verletzt: Das Ergebnis der Abstimmungen ist nicht in Übereinstimmung mit dem Dharma

Der Ehrwürdige Atisha sagte:
„Freunde, bis ihr Erleuchtung erlangt, ist der spirituelle Lehrer unentbehrlich, verlasst euch deshalb auf den heiligen spirituellen Meister.“

Die Abstimmungen widersprechen den Worten dieses heiligen Lehrers, der maßgeblich für die Verbreitung des Buddhismus in Tibet war. Die heutigen Dorje Shugden Verehrer erhielten Ermächtigungen in diese Praxis von ihren Gurus Trijang Rinpoche, Geshe Rabten, Lama Yeshe, Song Rinpoche, Dagom Rinpoche, und vielen anderen. Die Ratschläge dieser Lehrer aufzugeben und dem Verbot zu folgen, ist gemäß Atisha Nicht-Dharma.

Die beiden Hauptlehrer des jetzigen Dalai Lama waren Trijang Rinpoche und Ling Rinpoche. Trijang Rinpoche war ein reiner Dorje Shugden Praktizierender und hat Ermächtigungen in diese Praxis gegeben und Schriften über Dorje Shugden verfasst. Ling Rinpoche hat Gebete an Dorje Shugden verfasst, die regelmäßig in buddhistischen Zentren in der ganzen Welt rezitiert werden. Wenn sich der Dalai Lama gegen diese beiden heiligen Meister stellt müssen wir uns fragen, was für eine Überlieferungslinie er lehrt? Wie kann er Unterweisungen darüber geben, sich auf einen spirituellen Lehrer zu verlassen und auf welchen Erfahrungen basieren diese Unterweisungen?

Zusammengefasst, aus allen diesen Gründen ist das Referendum über die Dorje Shugden Verehrung Nicht-Dharma. Da der Dalai Lama die Abstimmungen als Dharma präsentiert, obwohl sie es nicht sind, täuscht er buddhistische Praktizierende in der ganzen Welt.

Da der Dalai Lama außerdem den Dorje Shugden Verehrern die Lebensnotwendigkeiten verwehrt, brechen er und die anderen, die diese Schwur- und Unterschriftskampagnen durchführen, ihre Zufluchtsgelübde zu Buddha, die besagen, keinem Wesen zu schaden.

Die tibetische Exilregierung verbietet die Praxis von Dorje Shugden im Kloster Tashi Lhunpo

Die tibetische Exilregierung verbietet die Praxis von Dorje Shugden im Kloster Tashi Lhunpo

Vor ca. einem Jahr wurde die nachfolgende Pressemitteilung veröffentlicht. Wir bringen diesen Beitrag in diesem Blog, da derartige „Abstimmungen“ nach wie vor stattfinden, wodurch die Anhänger von Dorje Shugden in ihrer Religionsfreiheit verletzt werden. Hunderte Mönche sind als Folge solcher „Abstimmungen“ aus ihren Klöstern ausgeschlossen worden.

Das Kloster Tashi Lhunpo wehrt die Dolgyal-Praxis ab
Pressemitteilung/ Kloster Tashi Lhunpo, Montag 28.01.2008
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Am 22. Januar versammelten sich alle Mönche des Klosters Tashi Lhunpo im indischen Exil, um über die Angelegenheit von Dorje Shugden zu beraten.

Das Kloster Tashi Lhunpo, welches immer dem Wohlergehen seiner Heiligkeit und der Politik der Zentralregierung gewidmet war, erklärte formell, dass der problematische Dolgyal Shugden von den Mönchen des Klosters nicht verehrt wird oder in Zukunft verehrt werden wird.

Am Abend des 22. Januar versammelte sich die gesamte Gemeinschaft in der Gebetshalle und vor den Bildern von Gyalwa Gedun Drup, dem 10. Panchen Lama sowie Tashi Lhunpos Beschützergottheit Palden Lhamo, legte jeder einzelne Mönch einen formalen Schwur ab, dass er sich auf Dolgyal Shugden unter keinen Umständen verlassen wird und ihn nicht praktizieren oder verehren.

stick-vote-2Am 26. Januar legten die Mönche des Klosters Tashi Lhunpo abermals Schwüre ab, indem sie Holzstöcke (tshul-shing) zogen und auszählten. Diesmal in der Anwesenheit von religiösen und politischen Würdenträgern der Exilregierung. Dies wurde getan, um den bereits bekannten Standpunkt zu bestätigen, dass Dolgyal Shugden nicht von den Mönchen des Klosters Tashi Lhunpo verehrt wird.

Abschliessend teilte das Büro des Klosters mit, dass das Kloster Tashi Lhunpo keinerlei Form von Beziehung mit Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen pflegen will, die mit Dolgyal Shugden arbeiten.

Die Abstimmungen mit den Stimmstöcken finden öffentlich statt. Die Teilnehmer müssen einen gelben oder roten Stock aufnehmen, um ihre Entscheidung zu zeigen. Es gibt keine vorherige Diskussion, keinerlei demokratische Verfahren, um Kompromisse zu finden und keinerlei juristische Einspruchsmöglichkeiten. Ein ausführlicher Artikel, der die Gültigkeit dieser Abstimmungen untersucht, folgt in Kürze.

Ein Vidoe über die Abstimmungen mit Stimmstöcken und die Schwur- und Unterschriftsaktionen

Siehe auch Artikel „Erzwungene Unterschrifts- und Identitätsausweis Kampagne

Der Tibetan Youth Congress (TYC) verschärft das Verbot der Dorje Shugden-Praxis durch den Dalai Lama

Der Tibetan Youth Congress (TYC) verschärft das Verbot der Dorje Shugden-Praxis

durch den Dalai Lama

„Die Klöster sind gesäubert“
Augenzeugenbericht von Anfang September 2008

Ein ungefähr 30 Jahre alter Mönch kam aus einem Gelug-Kloster in Manali (Indien) in das tibetische Kinderdorf,  in Patikuhl, Kulu Manali, welches den SOS-Kinderdörfern angeschlossen ist.

Er war von der örtlichen Gruppe des Tibetan Youth Congress (TYC) eingeladen worden, um Studenten zu überzeugen, durch Unterschriften und Schwüre die Praxis von Dorje Shugden aufzugeben.

Der TYC ist mit 70.000 Mitgliedern eine der größten Nicht-Regierungsorganisationen der tibetischen Exilgemeinschaft und seit 1996 an der Verfolgung und Ausgrenzung von Verehrern des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden beteiligt. Da die Exilregierung selbst keine Exekutive hat, verwendet sie den TYC und ähnliche Organisationen, um ihre Entscheidungen in der Exilgemeinschaft durchzusetzen.

Der in das Kinderdorf eingeladene Mönch hielt eine Rede vor den Studenten und Lehrern:

Die Klöster Drepung, Sera und Ganden sind gesäubert worden. Unser Kloster wurde ebenfalls gesäubert. Darüber gibt es nicht den geringsten Zweifel…. Ihr solltet ebenfalls nicht den Dämon Shugden verehren.“

Der Mönch brachte ein Thangka-Bild, das einen Beschützer darstellte, der auf den am Boden liegenden Dorje Shugden trampelt. Er zeigte ihn den Studenten und Lehrern und sagte:

Auf Dorje Shugden wird getrampelt, weil er ein Dämon ist; nicht etwa, weil der Maler einfach gemalt hat was er wollte.“

Viele Leute verehren diese Gottheit nicht mehr. Aber einige Organisationen und die Leute aus der Provinz Chating mögen den Dalai Lama nicht und deshalb verehren sie immer noch Shugden. Deshalb solltet ihr alle Beziehungen zu den Leuten aus der Provinz Chating beenden.“

Jeder muss den Worten seiner Heiligkeit dem Dalai Lama folgen, der uns sagt, dass wir diese Gottheit nicht verehren sollen …

Ich bin hier vom TYC aus Manali eingeladen worden, der mich gebeten hat, euch zu erklären wie schlecht die Verehrung von Shugden ist. Zusammen mit euren Unterschriften müsst ihr vor Palden Lhamo [einer anderen Gottheit] und den drei Juwelen schwören, dass ihr die Gottheit nicht verehrt.“

Die Angestellten und Lehrer gaben als erstes ihre Unterschriften und legten Schwüre ab, dass sie Shugden nicht verehren würden. Dann wurden die Studenten gerufen, um ihre Unterschriften und Schwüre zu leisten. Viele Studenten wussten nichts darüber, aber ihnen wurde gesagt:

Der Dalai Lama hat gesagt, dass Shugden ein Dämon ist und du ihn nicht verehren sollst. Deshalb musst du hier nach vorne kommen und eine Unterschrift und einen Schwur leisten, dass du ihn nicht verehrst.“

Die Studenten haben sich dann aufgestellt um zu unterschreiben und den Schwur zu leisten.

Der Mönch und die Mitglieder des TYC aus Manali reisten am Nachmittag ab und sagten, dass sie noch woanders eine Unterschriften- und Schwurkampagne hätten.

Der Manali-TYC hat Eigentümern von Läden und Restaurants mitgeteilt, dass sie zum Kloster kommen sollten, um ihre Unterschriften und Schwüre zu leisten, Dorje Shugden nicht zu verehren und keinerlei spirituelle oder materielle Bindungen mit Shugden-Anhängern zu haben.

Ein Restaurantbesitzer sprach mit dem Augenzeugen:

Wenn Du Shugden verehrst, hast Du Erfolg und Glück in diesem Leben, aber wenn Du stirbst, gehst Du direkt zur Hölle!

Gegen 17.00 Uhr Nachmittags kamen die Mitglieder des TYC zurück zum Kinderdorf und forderten diejenigen auf, die noch nicht ihre Unterschriften und Schwüre geleistet hatten, dies jetzt zu tun.

Ein spanischer Journalist besuchte die Dorje Shugden Society, um ihre Mitglieder über die Dorje Shugden-Angelegenheit zu interviewen. Er war in Manali, als sich der Vorfall ereignete. Er berichtete, dass der Manali-TYC die Bevölkerung gezwungen hatte zum Kloster zu kommen, um ihre Unterschriften und Schwüre zu leisten. Den Leuten wurde gesagt, dass sie ihre Läden und Restaurants schließen sollten, und wenn jemand nicht kommt, wird die Öffentlichkeit aufgefordert werden ihr Geschäft zu boykottieren.

Der Journalist war geschockt, als er dies hörte.

Die Tibeter sagen, dass sie auf dem Weg der Demokratie Fortschritte machen, aber sie setzen die Leute unter Zwang. Ich wusste nicht viel über Dorje Shugden. Als ich über das Verbot der Shugden-Praxis hörte, wollte ich mehr herausfinden.“

Der Journalist befragte die Leute in Manali, wer diese Kampagne organisiert hatte und was der Nutzen sei, diese Gottheit zu verbieten? Er bekam keine Antwort, und die Leute schienen feindlich zu reagieren. Er sagte, er habe entdeckt, dass tibetische Religion und Politik vollkommen vermischt sind.

Deutsche Übersetzung der Dokumentation des Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Titel ‚The Devil Within‘ in der Reihe ‚People and Power‘, September 2008

Deutsche Übersetzung der Dokumentation des Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Titel’The Devil Within‘ in der Reihe ‚People and Power‘, September 2008

Hallo und Willkommen!

Der Dalai Lama wird von seinem Volk als Held verehrt und ist weltweit für seine friedliche Philosophie respektiert. Aber eine ganze Anzahl von buddhistischen Exiltibetern, die in Indien leben, glauben nicht mehr an seine Führung. Sie beschuldigen ihn der religiösen Diskriminierung.

Im Mittelpunkt des Konfliktes steht die buddhistische Gottheit Shugden. Von den einen als Gottheit betrachtet und von anderen als Dämon.

Der Dalai Lama hat die Verehrung von Shugden verboten. Im Mai [2008] wurden 400 Mönche aufgrund ihres religiösen Glaubens aus den Klöstern geworfen und Shugden-Anhänger werden von anderen tibetischen Buddhisten verstoßen.

Auf den Straßen des tibetischen Flüchtlingscamps in Bylakuppe in Südindien, ist Delek Tong, ein buddhistischer Mönch der Shugden verehrt, nicht mehr willkommen.

Delek Tong: „Schaut Euch dieses Schild an, es heißt: ‚Shugden-Verehrer haben keinen Zutritt’“.

„Hallo, ich verehre Shugden, darf ich hereinkommen?“

Verkäuferin: „Nein, es tut mir leid, ich will weder Dich noch irgendwelche Shugdens in meinem Laden.“

Der Dalai Lama hat die tibetische Gemeinde aufgefordert, die Verehrung der 400 Jahre alten Gottheit Shugden aufzugeben.

Delek Tong: „Als Du dem Rat des Dalai Lama gefolgt bist, hast Du damit nicht vergessen, dass wir Shugden-Verehrer ebenfalls Tibeter wie Du sind?“

In der Praxis heißt das, dass Delek Tong diesen Laden aufgrund seines religiösen Glaubens nicht betreten darf.

Verkäuferin: „Ich habe einen Schwur abgelegt und ich will nichts mit den Shugden-Leuten zu tun haben, die der tibetischen Sache schaden. Ich werde nicht alles tun, was [der Dalai Lama] sagt, aber er sagt die Wahrheit. Ich bin nicht jemand, der einfach blind jemandem glaubt. Ich glaube jemandem, der die Wahrheit sagt. Hier sagt der Dalai Lama immer die Wahrheit.“

Anderer Mönch: „Was denkst Du was Du machst? Schämst Du Dich nicht? Wir sind beide Tibetische Mönche. Der Dalai Lama ist unser einziger Beschützer.“

Delek Tong: „Ich verstoße nicht gegen die Unterweisungen Buddhas.“

Anderer Mönch: „Du hast hier nichts zu suchen. Es gibt bestimmte Regeln bei der Verehrung von Gottheiten. Wenn Du es nicht richtig machst, wird Deine Gottheit der Teufel.“

Für die einen ist Shugden eine Gottheit, die vor Schaden schützt. Für die anderen, die den Unterweisungen des Dalai Lama folgen, ist Shugden einfach ein Geist, der Böses bringt.

Anderer Mann: „Dies ist eine heikle Sache. Filmen ist nicht verboten, aber diese Shugden-Leute zu filmen kann eine Menge Probleme machen. Seid vorsichtig, was ihr vor der Kamera sagt. Wir haben kritische Zeiten. Könnt Ihr bitte aufhören [zu filmen]. Sonst zerschlage ich diese Kamera. Ich habe gesagt, ich lehne dies ab, und ihr macht immer noch weiter Bilder.“

Diese Gottheit steht jetzt im Mittelpunkt der Kontroverse. Einerseits will der Dalai Lama sie verbieten; andererseits gibt es weltweit etwa 4 Millionen Menschen, die Dorje Shugden verehren.

Gemäß der buddhistischen Tradition kam ein verstorbener Mönch als Geist zurück und wurde vom 5. Dalai Lama zur Gottheit erklärt. Seither wurde Shugden als Beschützer-Gottheit verehrt.

Die Verehrung von Shugden ist ein heikles Thema, das in der tibetischen Exilgemeinde Spannungen verursacht. Im Januar dieses Jahres [2008] hat der Dalai Lama sein Volk aufgefordert mit der  Verehrung dieser 400 Jahre alten Gottheit aufzuhören, um die Spannungen zu beenden.

Dalai Lama: „Ich selbst habe Shugden verehrt. Der Geist hat mich sehr gerne gehabt. Ich habe aber erkannt, dass es ein Fehler war. Deshalb habe ich aufgehört. Vor kurzem haben Klöster furchtlos Shugden-Mönche ausgestoßen, wo es nötig war. Ich unterstütze diese Handlungen voll und ganz. Ich lobe sie. Wenn es Klöstern schwerfällt, Maßnahmen zu ergreifen, sagt ihnen, der Dalai Lama ist dafür verantwortlich. Die Shugden-Anhänger sind dazu übergegangen zu töten und zu schlagen. Sie legen Feuer. Und erzählen endlose Lügen. Das ist es, woran die Shugdens glauben. Das ist nicht gut.“

Für Mai und ihre Familie bleibt Shugden ein Beschützer. Ihre Familie hat diese Gottheit seit Generationen verehrt. Weil sie die Regelung des Dalai Lamas abgelehnt haben, sind sie aus ihrer Gemeinde ausgestoßen worden.

„Sie haben für uns gesonderte Regeln gemacht. Sie sagen, niemand darf mit uns sprechen. Und niemand sollte irgendwelchen Kontakt mit uns haben.“

„Wenn er [Dalai Lama] wirklich ein Buddha ist, wenn er wirklich eine Gottheit ist, würde er nicht solche Probleme machen. Er würde uns nicht solche Schwierigkeiten machen. Wenn er der Buddha ist, würde er keinem Menschen irgendwelche Probleme machen.“

„Der Dalai Lama ist unfair und eigensüchtig. Er folgt nur seinen eigenen Wünschen.“

Die Entscheidung, die Verehrung von Shugden zu verbieten, wurde hier in Dharamsala getroffen. Seit 1960 gibt es 46 Parlamentsabgeordnete, die hier arbeiten um die Angelegenheiten Tibets und der hier lebenden Flüchtlinge zu entscheiden. Dies ist das Herz der tibetischen Demokratie.

Reporter: „Haben Sie über Shugden im Parlament debattiert?“

Tsultrim Tenzin (Abgeordneter des Parlamentes): „Es gab keine Streitpunkte. Es gab keine Streitpunkte. Wenn es eine Opposition gibt, dann gibt es Streitpunkte, aber es gibt keine Opposition. Wir haben keine Zweifel über die Entscheidungen des Dalai Lama. Wir denken nicht, dass er ein menschliches Wesen ist. Er ist ein überirdisches Wesen und er ist eine Gottheit. Er ist Avalokiteshvara. Er hat keine Eigeninteressen. Er denkt immer an andere. Alle sind glücklich. In unserem System sind alle glücklich, weil es volle Demokratie gibt. Jeder darf zum Ausdruck bringen, was immer er möchte.“

Warum werden also Shugden-Leute in der Gemeinschaft diskriminiert? Wir haben den Premierminister gefragt, was er über die Schilder denkt, die an den Läden angebracht sind.

Samdhong Rinpoche, tibetischer Premierminister (liest das Schild): „Das ist wahr, ‚Personen, welche die Verehrung des Geistwesens nicht aufgegeben haben, kommen bitte nicht in dieses Geschäft‘. Das ist sehr klar. Warum sollten sie dann in dieses Geschäft gehen? Das ist unfair von ihnen. Viele Shugden-Verehrer werden Terroristen und sind bereit jeden zu töten. Sie sind bereit jeden zu schlagen. Es ist sehr klar, dass es jetzt Leute gibt die Shugden verehren und der Führung der VR China sehr nahe stehen. Das ist klar.“

Mit der VR China in Verbindung zu stehen ist die schlimmste Form des Hochverrats in den Augen der tibetischen Exilregierung.

Kein Shugden-Verehrer ist jemals aufgrund von Terrorismus angeklagt oder auch nur untersucht worden, aber dennoch leben die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, als unschuldige Opfer in Schimpf und Schande.

Delek Tong: „Auf den Plakaten heißt es, dass wir Beziehungen zur chinesischen Regierung haben. Wir haben nichts mit China zu tun. Es gibt keinerlei Beweise, aber dennoch belästigen und bedrohen uns viele Leute.“

Aus Furcht um ihr Leben, haben sich diese Shugden-Mönche in einem Kloster in Südindien versteckt, wo sie Zuflucht gesucht haben, nachdem sie aus ihrem Kloster verwiesen wurden.

Jetzt haben diese Mönche, die hier in Indien leben, die Angelegenheit in ihre eigenen Hände genommen. Sie haben beschlossen, den Dalai Lama vor Gericht zu bringen, mit der Anklage, er verletze ihre Religionsfreiheit.

Thubten unterstützt eine Kampagne, um Belege für religiöse Diskriminierung zu sammeln.

Thubten: „Warum ich hier bin? – ich arbeite sehr hart für die Religionsfreiheit. Ich kämpfe für Religionsfreiheit, deshalb bin ich hier. Es gibt hier keine Chance für Religionsfreiheit. Wenn Du gegen die tibetische Exilregierung um Religionsfreiheit kämpfst, dann werden automatisch Plakate mit Deinem Bild aufgehängt und jeder sagt: ‚Sprich nicht mit ihnen. Höre nicht auf sie‘. Deshalb haben wir keine Chance der Welt unsere Wahrheit mitzuteilen.“

Mit der Hilfe des Rebellenmönches Kundeling Rinpoche bringen sie den berühmtesten ehemaligen Shugden-Verehrer – den Dalai Lama selbst – vor Gericht.

Kundeling Rinpoche: „Es gibt keine Demokratie. Der Mann, der Dalai Lama, redet über Demokratie, redet über Mitgefühl, redet über Dialoge, redet über Verständnis, redet über Lösungen, aber für uns gibt es keine Lösung. Gibt es keinen Dialog, gibt es kein Verständnis, gibt es kein Mitgefühl, denn in seiner Wahrnehmung sind wir keine Menschen. Wir sind nur böse. Wir sind böse und sind chinesische Agenten. Genau das ist der Fall. So einfach ist das.“

Nur wenige Tage vor der Anhörung des Dalai Lama vor dem Obersten Gericht, treffen sich Kundeling und Thubten mit ihrem Anwalt. [Der Gerichtstermin wurde auf Antrag des Dalai Lama vertagt und steht noch aus].

Shree Sanjay Jain: „Es ist mit Sicherheit ein Fall von religiöser Diskriminierung, in der Hinsicht, wenn sie innerhalb ihrer religiösen Sekte sagen, dass diese spezifische Gottheit nicht verehrt werden soll, und versucht wird, die Personen, die den Wunsch haben sie zu verehren, aus dem Hauptstrom des Buddhismus zu exkommunizieren, dann ist dies eine Diskriminierung der schlimmsten Art.“

Ganz gleich, wie dieses Gerichtsverfahren ausgeht – in einem Land in dem Millionen von Gottheiten verehrt werden, zu versuchen eine Gottheit zu verbieten ist eine verlorene Schlacht. Eine Schlacht, in der viele buddhistische Mönche ihr Vertrauen in den Dalai Lama verloren haben.

Anfang dieses Monats haben die Anwälte des Dalai Lamas eine dreimonatige Vertagung des Falles mit der Begründung seiner Krankheit beantragt. Die Anhörung wird am 9. Dezember sein, und wir werden weiter darüber berichten.

Memorandum für eine wirkliche Autonomie für das tibetische Volk (einschließlich Dorje Shugden Praktizierender?)

Memorandum für eine wirkliche Autonomie für das tibetische Volk (einschließlich Dorje Shugden Praktizierender?)

Ein vor kurzem veröffentlichtes Memorandum der tibetischen Exilregierung beinhaltet theoretisch viel Empfehlenswertes. Es erschien vor einem kürzlichen Treffen über Tibet in Dharamsala. In der Praxis stolpert es aber über den Abschnitt „Religion“, wo die tibetische Exilregierung die Chinesen um etwas bittet, das sie und der 14. Dalai Lama selbst nicht geben wollen:

Religion

„Religion ist grundlegend für die Tibeter und der Buddhismus ist mit ihrer Identität eng verbunden. Wir erkennen die Wichtigkeit der Trennung von Religion und Staat, aber dies sollte die Freiheit und Praxis der Gläubigen nicht beeinträchtigen Es ist unmöglich für Tibeter, sich eine persönliche Freiheit oder Freiheit des Volkes vorzustellen, ohne die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und der Religion. Die Verfassung erkennt die Wichtigkeit der Religion an und beschützt das Recht auf ihre Ausübung. Artikel 36 garantiert allen Bürgern das Recht auf Glaubensfreiheit. Niemand darf einen anderen dazu zwingen an eine Religion zu glauben oder nicht zu glauben. Diskriminierung aus religiösen Gründen ist verboten.“

Wenn jedem wirklich „die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und der Religion“ zugestanden würde, wäre es vielleicht möglich, sich wieder „persönliche Freiheit und Freiheit des Volkes“ vorzustellen, sowohl für alle Exiltibeter als auch in Tibet selbst, ganz im Gegensatz zu der Spaltung und Unterdrückung, die durch das unrechtmäßige Verbot der Dorje Shugden Praxis und ihre Verfolgung verursacht wurde (wodurch Artikel 36 der tibetischen Verfassung verletzt wird).

Wie kann die erzwungene Unterschriftenkampagne dem Ideal entsprechen „Niemand darf einen anderen dazu zwingen an eine Religion zu glauben oder nicht zu glauben. Diskriminierung aus religiösen Gründen ist verboten“?

Es ist wirklich schwer zu verstehen, wie die Exilregierung es rechtfertigen kann, solch noble Worte zu verkünden, wenn ihre Handlungen genau in die Gegenrichtung gehen, fort von „Glaubensfreiheit“ und hin zu „Diskriminierung aus religiösen Gründen“?

Auch diese Stellungnahme im Memorandum ist vielsagend und erscheint ironisch:

Wir erkennen die Wichtigkeit der Trennung von Religion und Staat, aber dies sollte die Freiheit und Praxis der Gläubigen nicht beeinträchtigen.“

Die Tatsache, dass Kirche und Staat in der Exilgemeinde nicht getrennt sind, ist genau die Ursache für die „Beeinträchtigung von Glaubensfreiheit und Praxis“. Dieser Verfassungsverstoß gegen die Religionsfreiheit wäre nie geschehen, wenn der Dalai Lama nicht sowohl ein religiöser als auch politischer Führer wäre.

Eine patriotische tibetische Frau, die keine Shugden-Verehrerin ist, kommentierte in ihrem Blog zum kürzlichen Treffen in Dharamsala in He has Got It Wrong Hier sind einige Auszüge:

„Dieses Treffen hätte sowohl sehr besonders als auch historisch sein können, wenn wir den beherzten und schmerzhaften Schritt getan hätten, der aus meiner Sicht unvermeidbar ist: dem Dalai Lama zu gestatten, sich in den religiösen Bereich zurückzuziehen und die Bühne frei zu machen für die Trennung von Staat und Religion.

Wir alle wissen, dass der Buddhismus nicht beansprucht, die Probleme der Welt lösen zu können Aber dennoch erwarten wir vom Dalai Lama, dass er unsere politischen Probleme löst Wir haben sogar einen weiteren Lama, Samdong Tulku, als Premierminister gewählt Aber weil wir religiöse Führer haben die politische Arbeit machen, haben wir uns auch Grenzen gesetzt in unserem Einsatz für die Freiheit unseres Landes, was in Wirklichkeit ein weltliches Problem ist.

Es gab spezifische historische Ereignisse, die vor 500 Jahren zu der Entstehung einer theokratischen Regierungsform in Tibet geführt haben. Aber während der letzten 50 Jahre, als äußere Kräfte uns zwangen, uns der modernen Welt anzuschließen, wurde die geopolitische Situation so komplex und die Anforderungen an eine Regierung so überwältigend, dass sie ein Mann an der Spitze alleine nicht erfüllen kann.

In unseren Herzen wissen wir, dass weltlichen Problemen mit weltlichen Mitteln von weltlichen Menschen begegnet werden sollte. Als Konsequenz sollten wir unsere Lamas an ihre Klöster zurückkehren lassen, wo sie ihre Rollen als spirituelle Lehrer erfüllen. Dies wird den Weg für fähige Laien freimachen, für Männer und Frauen, sich den Aufgaben zu stellen; und schließlich wird aus ihrer Mitte heraus ein neuer Führer entstehen, der uns einigen und in unserem Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit führen kann.

Diesen Monat haben wir in Dharamsala die Gelegenheit verpasst, diesen Schritt zu gehen. Dass hätte dieses Treffen nicht nur besonders sondern wahrhaft historisch gemacht.“

Ein weiterer lesenswerter Artikel, der einen Einblick in die politische Welt der Exiltibeter und ihren noch sehr jungen demokratischen Lernprozess gibt, findet sich hier: „Evil spirit puts tibetan democracy to test“ (Englisch)