Mitteilung der Shugden Society USA vom 2. September 2009

Mitteilung der Shugden Society USA

Pressemitteilung vom 02. September 2009

Heute bitten wir um die Aufmerksamkeit all derer, die an eine friedliche Koexistenz aller Religionen dieser Welt glauben und insbesondere all der Menschen, die an die Religionsfreiheit und die Menschenrechte glauben.

Der heutige Tag, der 02. September, ist der tibetische Tag der Demokratie, aber ironischerweise haben wir Tibeter image001keine wahre Demokratie, und dies aufgrund der Politik der tibetischen Exilregierung unter dem machtvollen Einfluss des Dalai Lama, welche unsere Rechte auf Religionsfreiheit untergräbt, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und anderen Internationalen Vereinbarungen festgelegt sind. Wir, die Dorje Shugden Praktizierenden, gedenken dem 2. September, um ein globales Gewahrsein unserer Notlage zu erwecken.

Am 09. Januar 2008 hat S.H. der Dalai Lama erklärt, dass „Dorje Shugden Verehrer von den Chinesen unterstützt werden und deshalb gäbe es für sie keine Notwendigkeit im Exil zu sein; sie könnten zurück nach Tibet gehen (unter chinesische Herrschaft).“ Am gleichen Tag rief er ebenfalls „zu einer Volksabstimmung auf, um zu entscheiden ob die Mehrheit der Tibeter mit den Verehrern dieser Gottheit zusammenleben will.“ Dies ist ein Aufruf zur Apartheid in der tibetischen Gesellschaft, unter dem Deckmantel angeblich praktizierter Demokratie. Solche Worte von S.H. dem Dalai Lama zu hören, den wir als unseren mitfühlenden Führer betrachten und der in der ganzen Welt als Friedensträger bekannt und respektiert ist, bricht die Herzen unseres gesamten Volkes. Zudem werden die Aussagen Seiner Heiligkeit aufgrund seiner Position und seines Einflusses zur allgemeinem Politik der Regierung und haben deshalb weittragende Konsequenzen. Solche Aussagen aus der Position Seiner Heiligkeit untergraben unsere Grundrechte: unser Recht auf Religionsfreiheit, des friedlichen Zusammenlebens und das Recht der Gleichbehandlung. Sie drücken eine offene Verachtung für die Verehrer der Gottheit aus; sie implizieren Anschuldigungen, für die es keine Grundlage gibt. Diese Aussagen bergen ein großes Potenzial, Gewalt unter den Bürgern auszulösen und als Folge wurden wir, die Anhänger dieser Gottheit und unsere Familienmitglieder, zu Opfern von Ausgrenzung und Gewalt.

Unter Bezugnahme auf den Brief vom 25. April 2008 an den Premierminister der tibetischen Exilregierung, Samdhong Rinpoche, und den Dalai Lama, hatten wir an die tibetische Regierung appelliert, unsere Forderungen bis zum 02. September 2008 zu erfüllen.

Unsere Forderungen waren:

  • uns die Grundrechte der Redefreiheit, des Glaubens und des friedlichen Zusammenlebens zuzugestehen, so wie es in der Verfassung der tibetischen Exilregierung und demokratischen Ländern garantiert wird.
  • Das Verbot der Shugden Praxis und die religiöse Verfolgung der Praktizierenden aufzuheben.
  • Den systematischen Apartheidsprozess in den tibetischen Exilgemeinden zu stoppen, der zu sozialer, geistiger und körperlicher Qual von Shugden Praktizierenden geführt hat.

Unsere Forderungen wurden wieder und wieder ignoriert und die Notlage hat sich durch Folgendes weiter verschlechtert:

  • Die tibetische Exilregierung fährt damit fort, Shugden Praktizierende vom Rest der tibetischen Gesellschaft abzuspalten und auszusperren.
  • Sämtliche tibetischen Medien, einschließlich der tibetischen Redaktion von Voice of America sowie Radio Free Asia, stehen nicht etwa für demokratische Prinzipien ein sondern fördern weitere Apartheid und Ausgrenzung von Shugden Verehrern.
  • Hunderte von Mönchen die Dorje Shugden verehren wurden aus Klöstern ausgegrenzt und ausgeschlossen. In der Folge wurde quer durch das Kloster Ganden in Südindien im März 2008 eine Mauer gebaut, um die Shugden Verehrer auszugrenzen.
  • Mönchen, die Shugden verehren, wurde medizinische Versorgung durch die Kliniken in den tibetischen Exilgemeinden verweigert.
  • Studenten, deren Eltern Dorje Shugden verehren, wurden aus dem Schulsystem ausgeschlossen.
  • Bildnisse der Gottheit Dorje Shugden wurden an Orten wie Lhasa, Zentraltibet, Südindien und Kathmandu zerstört.

Aufgrund solcher Verletzung unserer grundlegenden Menschenrechte haben wir keine andere Wahl, als uns für unsere Rechte einzusetzen. Von diesem Tag an werden wir eine Kampagne mit folgenden Maßnahmen durchführen, bis unsere demokratischen Rechte, unsere religiöse Freiheit auszuüben, hergestellt sind:

  • Initiativen, um in den verschiedenen Medien ein Gewahrsein für unsere Notsituation zu wecken.
  • Petitionen und Unterschriftensammlungen zu organisieren und an die verschiedenen zuständigen Behörden und Organisationen einzureichen.
  • Systematische Demonstrationen zu organisieren.

Nachstehend einige der kürzlichen Vorfälle von Gewaltanwendung gegenüber Shugden Verehrern:

  1. Im Juli 2008 wurden Poster, wie für gesuchte Verbrecher, mit den Bildern einiger Mönche die an Protesten der Western Shugden Society teilgenommen hatten, in Queens, New York, aufgehängt. In einem Bericht von Al Dschasira über diese Poster heißt es: „Kein Shugden Verehrer wurde jemals für Terrorismus angeklagt oder verfolgt, aber dennoch sind die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, Opfer von Beschimpfungen und Anschuldigungen.“
  2. Tausende von Mönchen und Laien haben das Kloster Gaden Shartse in Südindien angegriffen. 40 Menschen wurden dabei verletzt und Gebäude beschädigt.
  3. In Tibet wurde 1997 eine Nonne zusammengeschlagen und nackt zum Sterben auf der Straße zurückgelassen. Glücklicherweise überlebte sie.
  4. In Clement Town wurde versucht, das Haus einer Familie von Shugden Verehrern in Brand zu stecken.
  5. Am 29. Juli 2009 hat die Tibetische Redaktion von Radio Free Asia, in der Absicht die tibetische Öffentlichkeit gegen Shugden Verehrer aufzuwiegeln, diese dafür beschuldigt, für die Entführung von Tenzin Thakpa, Wöser Rinpoches Vater, sowie eines 13-jährigen Jungen und einiger Ziegen und Schafe in Markham verantwortlich zu sein. In Wirklichkeit waren Wöser Rinpoches Vater und ein 13-jähriger Junge Opfer von Überflutungen und Tenzin Thakpa wurde lebendig und wohlauf gesehen, als er in Lhasa und Indien umher reiste.

Dies sind nur einige Beispiele von zahllosen Gräueltaten der Gewalt und Diskriminierung gegenüber Shugden Verehrern.

Unterzeichnet, mit besten Wünschen

Shugden Society USA

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Zwei Shugden Mönche aus dem Kloster Shar Gaden überfallen und verletzt

Zwei junge Mönche wurden mit Verletzungen in das Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie von sechs Angreifern in der Nacht überfallen worden sind.

Der Angriff fand gegen 23.30Uhr Ortszeit, am Samstag, dem 30. Mai 2009 vor dem Kloster Serkong Khangtsen in der tibetischen Exilkolonie Mundgod, Karnataka, in Südindien statt.

Bei den Opfern handelt es sich um Lobsang Damchö und Lobsang Chökyi Gyaltsen, zwei Tulkus (reinkarnierte Lamas), die vor kurzem in das Kloster Shar Gaden eingetreten sind. Sie sind in der Gemeinde als Anhänger des Beschützers Dorje Shugden bekannt.

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Die sechs Angreifer sind Unterstützer der Politik des Dalai Lamas, die sich gegen die Praxis von Dorje Shugden richtet. Sie haben zugegeben, dass sie den Angriff geplant und ausgeführt haben. Bislang hat ihr Kloster, Gaden Jangtse, keinen Kommentar zu dem Zwischenfall abgegeben und keine Disziplinarmaßnahmen gegen die Angreifer verhängt.

Die Angreifer werden auch von der örtlichen Vertretung der Tibeter und seinem Vorsitzenden unterstützt, die in der Gemeinde einen großen Rückhalt haben.

Die indische Polizei ist von dem Angriff informiert worden und hat Untersuchungen eingeleitet. Bislang wurde aber noch niemand festgenommen.

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Mordanschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer werden seit 10 Jahren wiederholt

Falsche Anschuldigungen

Am 5. Februar 1997 wurden der Direktor der Dialectic School in Dharamsala zusammen mit zwei Assistenten ermordet. Seit dieser Zeit werden falsche Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer wiederholt. Es wurden niemals irgendwelche Beweise dafür gefunden, dass Dorje Shugden Verehrer für diese fürchterliche Tat verantwortlich waren, aber der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung verbreiten immer noch diese falschen Informationen auf ihrer Website und in Schriften.

Diese Lügen immer noch zu wiederholen wird sie nicht zur Wahrheit machen. Wir werden diese Anschuldigungen hier nicht noch einmal präsentieren, dafür können Sie auf die Website des Dalai Lama schauen, wo es schreckliche Bilder des ermordeten Lobsang Gyatso gibt, zusammen mit den verleumderischen Anschuldigungen gegen Dorje Shugden Verehrer. Wir müssen allerdings diese Anschuldigungen hier thematisieren, denn sie werden immer noch als Vorwand für das Verbot der Dorje Shugden Praxis benutzt – trotzt der Tatsache, dass die indische Polizei bereits vor Jahren festgestellt hat, dass es keinerlei Beweise gegen Dorje Shugden Verehrer gibt.

Die Shugden Society in New Delhi hat stets jegliche Verwicklung in diese Morde zurückgewiesen. Sie hat diese Morde scharf verurteilt und aktiv mit der indischen Polizei kooperiert, um die Morde aufzuklären. Sehen sie dazu auch die Stellungnahme der Shugden Society [http://www.shugdensociety.info/historyEvents1997FR ]  Die indische Polizei hat festgestellt, dass kein Mitglied der Shugden Society in diese Morde verwickelt war.

Diese Tatsache wurde von der tibetischen Exilregierung ignoriert, die weiterhin die verleumderischen Anschuldigungen auf ihrer Website wiederholt und in den Medien verbreitet.

Weiterhin gab es Anschuldigungen, dass angeblich sechs Mörder von den Chinesen in Tibet versteckt werden, aber auch nach 10 Jahren an Nachforschungen gab es nicht den kleinsten Beweis dafür. Die Dorje Shugden Devotees Charitable and Religious Society in Delhi, die angeblich die Mörder unterstützt hat, fährt mit ihrer friedlichen und gewaltfreien Arbeit gegen die Unterdrückung durch den Dalai Lama fort und keines ihrer Mitglieder ist irgendwohin geflohen.

Auch Geshe Kelsang Gyatso, ein tibetischer Meditationsmeister und Dorje Shugden Verehrer, hat diese Morde stets verurteilt und darauf hingewiesen, dass es genügend andere Verdächtige für diese Morde gibt, als er in einem Artikel der Newsweek 1997 auf Vorwürfe von Robert Thurman antwortete, der in unverschämter Weise Dorje Shugden Verehrer als die „Taliban des Buddhismus“ bezeichnet hatte.

„Robert Thurman wird zitiert, dass er gesagt habe: „Ich glaube es gibt keine Zweifel, das Shugden hinter den Morden steckt.“ Natürlich ist das Töten von anderen Menschen sehr schlecht und ich verurteile diese schrecklichen Morde, aber wenn man den Brief liest, der als Mongoose Canine Letter bekannt ist und an S.H. den Dalai Lama adressiert ist, kann man sehr klar verstehen, dass S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat, warum werden also nur Shugden Anhänger verdächtigt? Es ist sehr bedauerlich, dass Lobsang Gyatso, ein 70-jähriger Geshe, in diesen fürchterlichen Umständen sterben musste, anscheinend, weil S.H. der Dalai Lama viele Feinde hat.“ (Geshe Kelsang Gyatso in Newsweek 1997)

Viele Verdächtige

Es gab eine ganze Reihe von möglichen Verdächtigen, aber die wahren Schuldigen wurden niemals gefunden, was dem Dalai Lama in die Hände spielt. Denn auf diese Weise kann er weiterhin Dorje Shugden Verehrer beschuldigen, was bequem für seine politischen Ziele ist. Warum? Weil er die Welt auf diese Weise überzeugen kann, dass sie böse sind und sein Verbot der Praxis erscheint begründet. Tatsache ist, dass Dorje Shugden Verehrer niemals gewalttätige Handlungen ausgeführt haben. Sie sind friedliebende Buddhisten, die dem Pfad der Gewaltlosigkeit, der Liebe und des Mitgefühls folgen, wie es von Trijang Rinpoche – dem Lehrer des Dalai Lama – und anderen Meistern der Überlieferungslinie gelehrt wurde.

Wie im österreichischen buddhistischen Magazin „Ursache und Wirkung“ (Juli 2006, Seite 73) berichtet wurde, hatte Geshe Lobsang Gyatso nach den Aussagen eines seiner Schüler zahlreiche Morddrohungen erhalten.

Lobsang Gyatso war sehr scharfzüngig und hatte viele Personen und Gruppen angegriffen, die sich nicht hinter den Dalai Lama stellen wollten. Beispielsweise hatte der eigene Bruder des Dalai Lama ein Problem damit, dass der Dalai Lama den Anspruch auf ein freies Tibet aufgegeben hatte. Auch 1962, als der Dalai Lama versuchte, alle Schulen des tibetischen Buddhismus unter seiner Autorität zu vereinen, widersetzten sich die Dreizehn tibetischen Siedlungen und der 16. Karmapa diesem autokratischen Schritt. Der Dalai Lama hat viele Feinde und Lobsang Gyatso hat sie alle mit scharfen Worten angegriffen.

Gefälschte „Beweise“

Helmut Gassner, ein österreichischer Mönch, der 17 Jahre als Übersetzer für den Dalai Lama arbeitete, hat in einem Vortrag vor der Friedrich-Nauman-Stiftung in Hamburg, am 26. März 1999 über diese Morde gesprochen:

Der Direktor der Dialektikschule war bekannt für seine Schmähschriften, in denen er alles durch den Dreck zog, was nicht ganz auf dem Kurs der Exilregierung lag. Bedeutende Meister, die großen Klosteruniversitäten und auch die tibetische Guerilla waren auf seinem Menü. In einer seiner letzten Schriften schrieb er: „….diese Leute werden nicht aufhören, den Dalai Lama zu kritisieren, bis ihnen das Blut aus dem Fleisch fließt.“

Aufgrund der Art der Ermordung und der Demütigungen, denen die tibetische Guerilla-Organisation in den Jahren zuvor ausgesetzt worden war, hätte man vielleicht erwartet, dass der Täter eventuell auch dort gesucht worden wäre. Das war jedoch nicht zu erkennen, sondern schon einen Tag später wusste das Lokalblatt von Dharamsala, dass die Mörder sicher bei der Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi zu finden seien.

Wer immer diesen Mord ausgeführt hat, von der Exilregierung wurde die grausame Tat mit einem einzigen Ziel bis auf Blut und Knochen ausgeschlachtet:

Mit allen Mitteln versuchte man die Dordsche-Schugden-Gesellschaft in Delhi mit dem Mord zu belasten und die führenden Mönche hinter indische Gitter zu bringen. …

Im Schweizer Fernsehen (DRS, Sternstunde 25. Januar 1998) konnte ich dann Tashi Wangdu, meinen alten Freund und Minister der Exilregierung bewundern, wie er in einer Sendung über diesen Mord eines der Beweisstücke vor die Kamera hielt: Eine Morddrohung, hieß es im Kommentar, von den Dordsche-Schugden-Leuten in Delhi an den nun Ermordeten. Ich konnte es nicht lassen, das Video anzuhalten, die tibetischen Zeichen abzuschreiben und zu übersetzen. Es war keine Morddrohung, sondern lediglich ein frech geschriebener Brief mit Aufforderung zur Debatte, um die Meinungsverschiedenheiten beizulegen.

An diesem Punkt war ich überzeugt, dass hier ein falsches Spiel getrieben wurde, denn weshalb würde Tashi Wangdu sonst so weit gehen, eine gefälschte Morddrohung sogar vor die Kamera zu halten?

In seiner Mitteleilung „Lügt der Minister der Exilregierung“ sagte Helmut Gassner:

Als ich den Brief las, erkannte ich, dass es eine Bitte des Sekretärs der Shugden Society an den Abt Losang Gyatso war, die Verleumdung dieser Gottheit zu beenden, da es reichlich heilige Schriften zu diesem Thema gibt, die der Abt offenkundig nicht gelesen hat. Der wesentliche Punkt im dem Brief war die Bitte an den Abt nach Delhi zu kommen, um nachzuweisen, was Wahrheit und was Unwahrheit ist. Wenn der Abt zu beschämt sei, nach Delhi zu kommen, dann würde die Mitglieder der Shugden Society auch gerne nach Dharamsala kommen um die Wahrheit zu finden. Schließlich wurde der Abt gebeten einen Termin für ein Treffen zu nennen.

Gemäß dem tibetischen Minister heißt es in dem Brief: „Wir werden Dich wie eine Laus zerdrücken“.

Das Wort „Laus“ erscheint nur einmal in diesem Brief, in einer gebräuchlichen Redewendung, die wörtlich bedeutet: „Laus und Finger zu verifizieren, oder nachzuweisen“.

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Dies ist der tibetische Originaltext des Briefes der Shugden Society an den später ermordeten Abt Losang Gyatso.

Der tibetische Minister Tashi Wangdü sagte vor der Fernsehkamera:

„Vor dem Mord am Oberhaupt der Dialektikschule, hat er einen Drohbrief der Dorje Shugden Society erhalten. Tibeter zerdrücken Läuse zwischen den Fingernägeln, und so heißt es in diesem Brief: „Wenn Du nach Delhi kommst, werden wir Dich wie eine Laus zerdrücken.“

Der Polizeichef Prithvi Raj sagte ebenfalls vor der Kamera:

„Am Schauplatz des Mordes hat die Polizeit einen Brief von Chime Tsering, dem Präsidenten des Dorje Shugden Charitable Trust gefunden. Dies ist ein Drohbrief gegen den Abt und zeigt, dass die Mörder eine direkte Verbindung zu den Shugden-Leuten haben.“

Im Brief, der vor der Kamera gezeigt wurde und dessen Inhalt von der Shugden Society bestätigt wurde, heißt es:

„…es gibt hunderte von heiligen Schriften über dieses Thema. Du hast sie nicht angeschaut. Das ist bedauerlich.
Deshalb, anstatt grundlose, polemische Werke zu schreiben, komme nach Delhi, mit dem Ziel Fakten von Falschheiten zu unterscheiden.“ (wörtl. Laus und Finger nachzuweisen).

Diese Redewendung impliziert niemals eine gewalttätige Drohung. Die wörtliche Übersetzung jedes einzelnen Wortes, wie es im Brief verwendet wurde:

tibshig tang sormo ratrö jepa: „Laus und Finger nachweisen tun“

Im Tibetisch-Englisch Wörterbuch von Melvin C. Goldstein gibt es folgende Übersetzung für das Wort ratrö jepa: beweisen, nachweisen, bestätigen (to be proved, to be verified, to get attested to).

Die Schlussfolgerung ist deshalb, dass die tibetische Exilregierung eine absichtlich verzerrte Übersetzung dieses Briefes präsentierte.

Die immer noch wiederholten Verleumdungen aus offenkundig politischen Motiven durch den Dalai Lama sind einer der Gründe, warum die Mitglieder der Western Shugden Society dem Dalai Lama überall hin gefolgt sind und ihn aufgefordert haben: „Hör auf zu Lügen!“
Siehe auch: Does the Minister of the Tibetan Exile Government Lie? von Helmut Gassner [http://www.dorjeshugden.com/articles/HelmutGassner02.pdf]

Deutsches vollständiges Transkript der Veranstaltung vom 26. März 1999 der Friedrich-Naumann-Stiftung, Dalai Lama – Dordsche Schugden, Beitrag von Dipl.Ing. Helmut Gassner, Letzehof, A-6800 Feldkirch, [http://www.trimondi.de/med08.html]

Der Dalai Lama hat auch in anderen tibetischen buddhistischen Traditionen Konflikte und Disharmonie ausgelöst

Der Dalai Lama hat auch in anderen tibetischen buddhistischen Traditionen Konflikte und Disharmonie ausgelöst

Nachfolgend einige Briefe und Stellungnahmen von Sharmapa, dem Oberhaupt der Karma Kagyü Tradition, die deutlich machen, dass die Bündelung von politischer und religiöser Macht in den Händen des Dalai Lama vielerlei Probleme bewirkt. Die Verfolgung von Dorje Shugden Verehrern ist nur ein Teil im großen Plan des Dalai Lama, die verschiedenen tibetischen Traditionen unter seiner Führung zu verschmelzen. Auch Sharmapa weist darauf hin, dass dies die Motivation ist, die den Dalai Lama treibt, und dass er keinerlei spirituelle Autorität zu solch einem Vorgehen hat. Wie er schreibt:

„Ich verstehe, dass S.H. der Dalai Lama das tibetische Volk Einen will, um für seine Freiheit zu arbeiten, aber das ist kein Grund die Menschenrechte und Religionsfreiheit von buddhistischen Gläubigen mit Füssen zu treten.“

OFFENER BRIEF DER INTERNATIONAL KARMA KAGYU ORGANISATION
Auszüge aus einem offenen Brief an S.H. den Dalai Lama
Kathmandu, 17. März 2001

Die tibetische Exilregierung hat 1961 vorgeschlagen, die vier tibetischen buddhistischen Schulen zu einer religiösen Einheit zu verschmelzen, unter dem Vorsitz Seiner Heiligkeit. Diese Politik hat großen Teilen der tibetischen Exilgemeinschaft schweres spirituelles Leiden zugefügt. Dreizehn tibetische Siedlungen, die sich geschlossen hinter Karmapas Autorität stellten, stellten den Plan der Exilregierung in Frage und als Folge wurde das ganze Modell schließlich verworfen. Später in den 70ern wurde der Karmapa beschuldigt, weil er die Autonomie der anderen drei Linien verteidigt hatte…

Im Juli 2000 ging dann die Einmischung Seiner Heiligkeit in die Angelegenheit noch weiter. Seine Heiligkeit informierte S.H. Shamar Rinpoche schriftlich, dass selbst für den Fall dass eine authentische Vorhersage des 16. Karmapa gefunden und vorgelegt wird, er dennoch darauf bestehen würde, dass Urgyen Trinley der Karmapa Thronhalter sei. Mit diesem Vorgehen würde Seine Heiligkeit rückwirkend dem unangezweifelten 16. Karmapa das Recht entziehen, seine eigenen Reinkarnation zu bestimmen. Solch eine groteske Behauptung geht gegen die Karma Kagyü Tradition und bereitet die Bühne für eine Übernahme der Karma Kagyü Schule durch Seine Heiligkeit und die Regierung.

Bis sich Seine Heiligkeit 1992 eingemischt hat, hat kein anderer Dalai Lama je eine Rolle in der Erkennung eines authentischen Karmapas gespielt. Wie Seine Heiligkeit sehr gut weiß, übertreffen die Inkarnationen der Karmapas die Linie der Dalai Lamas um mehr als 300 Jahre. Es gibt keinen historischen Präzedenzfall für die gegenwärtige Einmischung Seiner Heiligkeit.

Wir respektieren und unterstützen die Bemühungen Seiner Heiligkeit für das Wohl und die Freiheit des tibetischen Volkes in hohem Masse. Deshalb bitten wir Sie, den gleichen guten Willen im Falle der Kontroverse um Karmapa zu zeigen. Für das Wohl der Integrität unserer Linie, bitten wir Seine Heiligkeit sich vornehm aus diesem inneren Konflikt der Karma Kagyü Schule zurückzuziehen. Wir bitten Seine Heiligkeit auch um Unterstützung für unsere Sicht, dass die ganze Welt einen Nutzen daraus hat, wenn die reiche Vielfalt aller vier Schulen erhalten bleibt, einschließlich der Karma Kagyü. Wir haben aufrichtige Wünsche für das lange Leben und die Gesundheit Seiner Heiligkeit.

Respektvoll, für und im Namen aller Delegierten der International Karma Kagyü Conference
H.H. Luehrs (Vorsitzender)

Spätere Anmerkungen von Sharmapa

„Ich glaube, dass die Karma Kagyü die Möglichkeit haben sollte, ihr eigenes spirituelles Oberhaupt in der traditionellen Weise zu wählen“, sagte Shamar seinen Studenten. „Ogyen Trinley wurde nicht in der traditionellen Weise gewählt, sondern durch politische Einmischung der tibetischen Exilregierung, der chinesischen Regierung und vielen anderen. Alle anderen religiösen Schulen Tibets können ihre Oberhäupter selbst wählen. Warum können wir nicht unseres wählen? Seine Heiligkeit der Dalai Lama stellt in diesem Fall die Politik vor die Religion.“

„Weil seine Anhänger im Ausland nicht die Gewohnheit haben, seine Handlungen zu hinterfragen, unterstützen sie Seine Heiligkeit den Dalai in diesem Fall blind. Ich nenne solche Anhänger „Paket-Gläubige“ Sie folgen dem Dalai Lama weil er ein buddhistischer Lehrer und Führer der Tibeter ist; das ist alles was sie wissen müssen. Sie akzeptieren einfach das ganze Paket, ohne für sich selbst zu untersuchen, ob das, was Seine Heiligkeit in diesem Fall tut wirklich richtig ist. Wenn ich zum Beispiel ein Haus hätte, und der Dalai Lama es für sich selbst haben wollte, dann würden diese Paket-Gläubigen unter seinen Anhängern sagen, dass es falsch von mir ist, mein Eigentum zu schützen, oder mich auch nur zu beschweren, und dass er das Recht hat, es zu nehmen.“

„Ich verstehe es, wenn Tibeter solch eine Einstellung habe. Ihr Lebensunterhalt mag davon abhängen, ein gutes Verhältnis mit der tibetischen Exilregierung zu haben. Vielleicht würden sie ihre Arbeit verlieren, wenn sie das Recht des Dalai Lamas den Karmapa zu wählen in Frage stellen würden. Aber für die Leute in der ganzen Welt ist das eine ungesunde Entwicklung des Buddhismus. Wenn ein Mann in der ganzen Welt so bewundert wird, dass er tun kann was er will, ohne eine gerechte Überprüfung, dann ist er in Fakt ein Diktator. Es gibt keine Aufsicht. Und wenn die Karma Kagyü Schule nicht ihr eigenes Oberhaupt wählen kann, wird dies ein Präzedenzfall für die anderen religiösen Schulen Tibets? Wird der Dalai Lama auch ihre Oberhäupter auswählen?“

„Dharma hat etwas damit zu tun, für uns selbst nachzudenken. Es heißt nicht, einem Lehrer automatisch in allen Dingen zu folgen, ganz gleich, wie respektiert dieser Lehrer sein mag. Mehr als  jeder andere sollten Buddhisten die Rechte von anderen Menschen respektieren – ihre Menschenrechte und ihre Religionsfreiheit.“

An anderer Stelle sagte Shamar Rinpoche:

„Aber wenn Seine Heiligkeit lediglich seine große Popularität in den Himalayas, in Indien und im Rest der Welt ausnutzt, um zu versuchen Kontrolle über den Karmapa Labrang zu gewinnen, dann muss ich respektvoll seine Meinung über Rumtek zurückweisen. Ich verstehe, dass S.H. der Dalai Lama das tibetische Volk einen will um für seine Freiheit zu arbeiten, aber das ist kein Grund die Menschenrechte und Religionsfreiheit von buddhistischen Gläubigen mit Füssen zu treten. So wie in unserem Fall, sollten wir Menschenrechte in allen Situationen respektieren, nicht nur, wenn es für uns gerade bequem ist.“

„Alle Führer, ganz gleich wie tugendhaft, müssen Einschränkungen in ihrer Macht haben. Viele populäre, charismatische Anführer haben in der Vergangenheit Popularität und Prestige ausgenutzt, um sich selbst als Diktatoren einzusetzen. Vielleicht hatten diese Anführer gute Absichten und hofften, dass sie mit der Vergrößerung ihrer Macht mehr Gutes in der Welt erreichen können. Aber letztendlich hat absolutistische Herrschaft immer zu Leiden geführt. Ich hoffe und bete, dass Seine Heiligkeit nicht wie ein Diktator handeln wird, und nicht die Unterstützung des Volkes benutzt, um eine Autorität über den Karmapa einzufordern, die er nicht besitzt, und auf der Religionsfreiheit der Gläubigen des Karma Kagyü herumzutrampeln.“

Links zu dieser Kontroverse
Statement on HH Dalai Lama’s Comments about Rumtek Monastery
The Karmapa Conflict
The Karmapa Controversy

Shamar Rinpoches Antwort auf die Angriffe des Dalai Lama Unterstützers Robert Thurman
Brief an Robert A.F. Thurman von Shamar Rinpoche (Auszüge)

Hier stimme ich mit Dir vollkommen überein. So sehr Du auch über diese Sache besorgt bist – was Du eindeutig bist – kann ich Dir versichern, dass auch ich noch viel mehr um diese Sache besorgt bin. Traditionellerweise führt der Sharmapa zusammen mit dem Karmapa die Karma Kagyü Linie. Das bedeutet, dass ich die Verantwortung habe, die Karma Kagyü Linie zu beschützen. Bitte denke daran wie stark Deine Gefühle sind, und dann versetze Dich für einen Moment in meine Situation und stell Dir vor, wie wichtig es für mich ist, die Autonomie der Karma Kagyü zu schützen.

Ich habe Verständnis dafür, dass Du Seine Heiligkeit den Dalai Lama hundertprozentig unterstützt und ich unterstütze vollkommen die Gelugpa Schule, welches die einzige Schule ist der Du Dich widmest. Allerdings kann keine der anderen Schulen es unterstützen und unterstützt es auch nicht, dass versucht wird, S.H. dem Dalai Lama volle Autorität über alle vier Schulen zu geben.

Jetzt möchte ich Deinen Brief zur Seite lassen und Dir eine Frage zum Nachdenken geben: Wenn Du die politische Situation zur Zeit des 10. Karmapa als Beweis verwendest, dass der Dalai Lama die Autorität hat, die Karmapas anzuerkennen, dann solltest Du auch Bedenken, dass es seit der Zeit des Großen 5. Dalai Lama obligatorisch war, dass die Reinkarnation des Dalai Lama vom chinesischen Kaiser bestätigt wurde. Wie willst Du es unter dieser Voraussetzung verhindern, dass die chinesische Regierung in Zukunft das historische Recht einfordert, die Dalai Lamas anzuerkennen? Die Oberhäupter der Karma Kagyü, Drikung Kagyü, Nyingma und Sakya Linien haben niemals die Bestätigung der chinesischen Führung oder des Dalai Lamas benötigt. Der Präzedenzfall, den Du hier schaffst, wird den Weg ebnen für den Zusammenbruch aller tibetisch-buddhistischen Schulen, einschließlich der Gelugpas. Bitte bedenke die langfristigen Auswirkungen.

Die allgemeine Empörung, die es um den ganzen Karmapa-Konflikt gibt, ähnelt langsam dem Heulen von listigen Koyoten, die so von ihrem Jagdfieber vereinnahmt sind, dass niemand die sanfte Stimme des Lammes hören kann, dass versucht eine Warnung auszustoßen. Situ Rinpoche ist völlig damit gescheitert die Authentizität des sogenannten Vorhersagebriefes zu beweisen, aber dennoch wedeln immer noch viele seiner Kollaborateure mit diesem Brief als eine Art authentischen Beweises herum.