Die Geschichte Dorje Shugdens jetzt in deutscher Übersetzung

Unter www.dorjeshugdenhistorie.org ist jetzt die deutsche Übersetzung der geschichtlichen Entwicklung der Praxis von Dorje Shugden erhältlich. Der buddhistische Gelehrte Trinley Kalsang hat in sorgfältiger und detaillierter Arbeit eine Reihe von Artikeln über bedeutende Meister vom 17. – 20. Jahrhundert zusammengestellt, welche die Entwicklung der Dorje Shugden Verehrung, die wichtigsten historischen Texte und Rituale, die Entwicklung der Ikonografie usw. aufzeigen.

Für viele Anhänger des Weisheitsbuddha Dorje Shugden waren die bestehenden Kommentare und Gebetstexte ausreichend, um vertrauensvoll zu praktizieren. Für diejenigen, die gerne ausführlicheren geschichtlichen Hintergrund studieren, bieten die Texte von Trinley Kalsang eine Fülle von Inspiration.

Insbesondere die Kritiker und Zweifler sind herzlich eingeladen, einen prüfenden Blick auf dieses historische Material zu werfen, da ausführlich belegt wird, dass es sich bei Dorje Shugden um ein seit Jahrhunderten verehrtes heiliges Wesen handelt, auf das sich viele der größten Meister der Sakya-, Gelug- und auch Kagyü-Tradition als Weisheitsbeschützer verlassen haben.

Die Kritiker haben 200 Jahre Geschichte „vergessen“

Sämtliche bislang publizierten kritischen akademischen Werke von Michael v. Brück, Dreyfus, Kay, etc. haben gemeinsam, dass sie etwa 200 Jahre geschichtliche Entwicklung dieser Praxis zwischen 1700 und 1900 „vergessen“ und die Verehrung von Dorje Shugden als heiliges Wesen als eine „Erfindung“ Je Pabongkhapas darstellen. Alle kritischen akademischen Werke unterstellen, dass es keinerlei Belege dafür gibt, dass Dorje Shugden bereits früher als erleuchteter Beschützer verehrt wurde.

Die von Trinley Kalsang präsentierten historischen Texte – die sämtlich in öffentlichen Büchereien zugänglich sind! – zeigen aber klar, dass Dorje Shugden bereits seit dem 17. Jahrhundert als erleuchtetes Wesen verehrt wurde – als Ausstrahlung von Avalokiteshvara, Vajrapani und Manjushri.

Verehrte Lamas der Gelug-Tradition singen Gebete an Dorje Shugden

Seine Heiligkeit Kyabje Trijang Rinpoche chanted Gebete an den Dharma-Beschützer Dorje Shugden und Song Rinpoche lehrt, wie man die Puja für Dorje Shugden ausführt


„Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!“ Berichte über Je Pabongkhapa und seine Schüler

Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!

Ein vor kurzem gestarteter Blog präsentiert Zitate, Biografien und historisches Material zum Thema Dorje Shugden. Die Zeile „Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!“ stammt aus den Schriften des großen Sakya Meisters Sachen Kunga Lodro. Er ermutigte die Gelehrten und Meditierenden seiner Zeit, sorgfältig die Frage zu untersuchen, ob Dorje Shugden ein Buddha ist. Da in den letzten Jahrzehnten insbesondere Je Pabongkhapa, einer der großen Meister der Überlieferungsline von Dorje Shugden, öffentlich kritisiert wurde, mag es hilfreich sein, mehr über ihn und seine Schüler zu erfahren.

Den neuen Blog finden Sie hier: Gelehrte und Yogis – Bitte prüft!

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

Artikel in der schweizer Weltwoche „Die Legenden des Dalai Lama“

In der Schweizer Zeitung „Die Weltwoche“ erschien jetzt, am 4. März 2009, ein bemerkenswerter Artikel, der sich kritisch gegenüber dem Dalai Lama und seinem Regierungsstil äussert. Gerade in der Schweiz, mit der weltweit drittgrössten Gemeinde an Exiltibetern, ist dies aussergewöhnlich. Der Artikel hinterfragt die Popularität des Dalai Lama im Westen und zeigt einige der Widersprüche zwischen seinen Worten und sowohl der historischen als auch der gegenwärtigen Realität des Tibetischen Volkes auf. U. a. wird auch darauf hingewiesen, dass das Verbot der Praxis des Beschützers Dorje Shugden politisch motiviert war und zu Spaltungen in der Exilgemeinschaft geführt hat.

Bedauerlich ist nur, dass der Verfasser des Artikels nicht gründlicher geprüft hat, dass die seit 10 Jahren wiederholten Mordvorwürfe gegen Dorje Shugden Anhänger vollkommen haltlos sind. Erstens haben sich alle Dorje Shugden Unterstützergruppen von Anfang an auf das schärfste von diesen Morden distanziert und sie verurteilt, und zweitens gibt es bis heute keine Anklage gegen konkrete Personen. Ganz im Gegenteil, es gab reichlich andere Verdachtsmomente gegen andere Personenkreise.

Den vollständigen Artikel der Weltwoche finden Sie hier:

Die Legenden des Dalai Lama

Ein Auszug:

Am 10. März jährt sich zum 50. Mal der Aufstand der Tibeter gegen China. Das geistige Oberhaupt, der Dalai Lama, wird im Westen verehrt wie ein Popstar. Seltsam. Der allseits verklärte Gottesstaat war ein korruptes Feudalsystem, das seine ärmlichen Untertanen knechtete.
Von David Signer

…Zweifel an der vielgerühmten Weisheit des Dalai Lama lässt auch die «Shugden-Affäre» aufkommen. Im Sommer 1996 verbot er seinen Leuten, auf Anraten des Staatsorakels, die Verehrung der Schutzgottheit Dorje Shugden..

Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien

Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien (auf der Grundlage eines Artikels im Shugden Society Blog

Nachstehend einige Neue Nachrichten zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama die aus einer gut informierten Quelle in Neu Delhi stammen. Wie u.a. im Nachrichtensender Al Dschasira berichtet wurde, haben Dorje Shugden Verehrer in Indien eine Klage gegen den Dalai Lama aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen der Religionsfreiheit von Dorje Shugden Praktizierenden eingereicht.

Der Dalai Lama hat schließlich durch seinen Anwalt am 19. Dezember 2008 eine Antwort an den Obersten Gerichtshof in Neu Delhi gesandt. Dies war genau neuneinhalb Monate nachdem er eine Benachrichtigung des Gerichtshofes erhalten hatte, die ihn zu seinen Handlungen in Verbindung mit dem Verbot der Dorje Shugden Praxis befragte und ihn zu einer Antwort aufforderte. Seine Antwort war nicht schlüssig und unverantwortlich!

Zunächst war es Samdhong Rinpoche, der angebliche Premierminister der tibetischen Exilregierung, der im Namen des tibetischen Oberhauptes antwortete. Der Dalai Lama selbst hat sich ausgeschwiegen. Die Antwort selbst ist eine kuriose Zusammenstellung von Verleugnungen und Verdrehung von allgemein bekannten Tatsachen. Im Schreiben wird behauptet, dass der Gerichtshof keine Zuständigkeit in Religionsangelegenheiten hat – das Verbot sei eine religiöse Verordnung des tibetischen Oberhauptes, der ein Mandat besitzt, das tibetische Volk im religiösen und politischen Bereich zu führen.

Andererseits wird im Schreiben von Samdhong vehement verleugnet, dass der Dalai Lama überhaupt jemals ein Verbot erlassen oder ein Referendum angeordnet habe. Samdhong behauptet, dass es keinerlei Diskriminierung gäbe, keine Menschenrechtsverletzungen, keine Unterdrückung der Religionsfreiheit, keinem Dorje Shugden Praktizierenden wäre Arbeit verweigert worden, keine Studenten aus Schulen verwiesen! Die ca. 15 Mönche, denen der Zutritt zu einer tibetischen Flüchtlingssiedlung verweigert wurde, wären aufgrund eines Verbotes zurückgewiesen worden, das von den Klöstern erlassen wurde, nicht vom Dalai Lama.  (Ausführliche Informationen zu den Unterdrückungen hier im Blog sowie in den Websites der Dorje Shugden Vereinigungen. Siehe Links)

Der Premierminister hat sich eher darauf beschränkt, Kundeling Rinpoche und Lama Gangchen Rinpoche einer unheiligen Allianz mit der chinesischen kommunistischen Regierung zu beschuldigen. Gemäß Samdhong haben die Missetaten und die Feindseligkeit dieses Duos es ermöglicht, dass derart hinterhältige Attacken gegen den heiligen Dalai Lama möglich wurden.

Um die makellosen Beziehungen des Dalai Lama zu attestieren, haben ihm fast alle tibetischen Ministerien Briefe ausgestellt, die dies bestätigen sollen. Es scheint auch einen obskuren Brief von einem indischen Minister zu geben. Die National Human Rights Commission of New Delhi (NHRC) behauptet, dass es keine Anschuldigungen gegen den Dalai Lama gibt. Ein Brief einer sogenannten Presse-Vereinigung die sich UBO nennt und ihre Sitz in der Schweiz haben soll, behauptet, dass die Dokumentation des Schweizer Fernsehens „Bruderzwist“ in der Reihe „10 vor 10“ einseitig und voreingenommen hinsichtlich der Kontroverse gewesen sei. (Die Videos hier im Blog auf der rechten Seite)

Es kann nur gehofft werden, dass sich das Gericht keinen Sand in die Augen streuen lässt und den Dalai Lama mit den Widersprüchen zwischen den offenkundigen Fakten der religiösen Unterdrückung und seinen Vernebelungsversuchen konfrontiert.

Die Shugden Praktizierenden sind in diesem Gerichtsverfahren jetzt wieder am Zug und eine Antwort wird vorbereitet.

Al Dschasira hat seinen Report über die Verfolgung der Dorje Shugden Verehrer durch den Dalai Lama zu einem der zwei besten Berichte des Jahres 2008 gewählt und angekündigt weiter über das Gerichtsverfahren zu berichten.