Hat der 13. Dalai Lama die Praxis von Dorje Shugden verboten?

Hat der 13. Dalai Lama die Praxis von Dorje Shugden verboten?

Der jetzige 14. Dalai Lama behauptet, dass er mit dem Verbot der Praxis von Dorje Shugden dem 13. Dalai Lama folgt. Der 13. Dalai Lama hat jedoch die Praxis niemals verboten. Nachdem er Dorje Shugden zunächst missbilligte, heißt es, dass er später seine Meinung änderte und selbst die Praxis ausführte. (Siehe Exploring New Religions Seite 239)

Die Biographie des 13. Dalai Lama erwähnt kein Verbot von Dorje Shugden oder seinem Orakel. Ganz im Gegenteil, sie erwähnt Rat, der von Dorje Shugden durch das Orakel in Tromo Dungkar Gonpa gegeben wurde, den der 13. Dalai Lama schätzte und befolgte. (‚phags.pa ‚jig.rten dbang.phyug gi rnam.sprul rim.byon gyi ‚khrungs.rabs deb.ther nor.bu’i ‚phreng.ba.bzhugs.so, compiled by Phurchog Yongzin Thubten Jampa Tsultim Tenzin, Dharamsala, 1984, pp. 621, 630 and 648)

Ausserdem hat der 13. Dalai Lama zu keiner Zeit Trode Khangsar in Lhasa geschlossen, eine Residenz von Tulku Dragpa Gyaltsen, die mit Genehmigung des 5. Dalai Lama in einen besonderen Beschützertempel für Dorje Shugden umgewandelt wurde.

Der 13. Dalai Lama hatte großes Vertrauen in Tomo Geshe Rinpoche, einen bekannten Dorje Shugden Praktizierenden, den er „eine Manifestation Je Tsongkhapas“ nannte. Gemäß Seite 620 und 649 der Autobiographie des 13. Dalai Lama erschien Dorje Shugden spontan durch das Orakel von Tromo Dungkar Gonpa in Trance vor Tomo Geshe Rinpoche und informierte ihn, dass es die Gefahr einer ausländischen Aggression gegen Tibet gab. Dorje Shugden gab den Rat, zwei Stupas zu renovieren, „die östliche und die westliche“. Als der 13. Dalai Lama diese Nachricht erhielt, renovierte er sofort die große goldene Stupa in Ganden und den Potala in Lhasa. Der Potala ist gewaltig, dies war also keine geringe Leistung! In seiner Autobiographie lobt der 13. Dalai Lama Tomo Geshe Rinpoche, dass er geholfen habe, eine mögliche nationale Krise abzuwenden.

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