Zwei Shugden Mönche aus dem Kloster Shar Gaden überfallen und verletzt

Zwei junge Mönche wurden mit Verletzungen in das Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie von sechs Angreifern in der Nacht überfallen worden sind.

Der Angriff fand gegen 23.30Uhr Ortszeit, am Samstag, dem 30. Mai 2009 vor dem Kloster Serkong Khangtsen in der tibetischen Exilkolonie Mundgod, Karnataka, in Südindien statt.

Bei den Opfern handelt es sich um Lobsang Damchö und Lobsang Chökyi Gyaltsen, zwei Tulkus (reinkarnierte Lamas), die vor kurzem in das Kloster Shar Gaden eingetreten sind. Sie sind in der Gemeinde als Anhänger des Beschützers Dorje Shugden bekannt.

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Die sechs Angreifer sind Unterstützer der Politik des Dalai Lamas, die sich gegen die Praxis von Dorje Shugden richtet. Sie haben zugegeben, dass sie den Angriff geplant und ausgeführt haben. Bislang hat ihr Kloster, Gaden Jangtse, keinen Kommentar zu dem Zwischenfall abgegeben und keine Disziplinarmaßnahmen gegen die Angreifer verhängt.

Die Angreifer werden auch von der örtlichen Vertretung der Tibeter und seinem Vorsitzenden unterstützt, die in der Gemeinde einen großen Rückhalt haben.

Die indische Polizei ist von dem Angriff informiert worden und hat Untersuchungen eingeleitet. Bislang wurde aber noch niemand festgenommen.

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Verehrte Lamas der Gelug-Tradition singen Gebete an Dorje Shugden

Seine Heiligkeit Kyabje Trijang Rinpoche chanted Gebete an den Dharma-Beschützer Dorje Shugden und Song Rinpoche lehrt, wie man die Puja für Dorje Shugden ausführt


Dorje Shugden – Eine wiederentdeckte Geschichte

Im Verlauf der letzten 30 Jahre haben tibetische Politiker und und ihre Anhänger versucht die Geschichte des erleuchteten Dharma-Beschützers Dorje Shugden umzuschreiben. Sie haben versucht, ihn als weltliche Gottheit darzustellen, die erst seit kurzem bekannt ist und sogar als bösen Geist.

Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Dank der großartigen Arbeit von Trinlay Kalsang, einem Gelehrten des tibetischen Buddhismus, werden jetzt die historischen Tatsachen über Dorje Shugden in allen Details veröffentlicht. Er hat das Vermächtnis an Ritualen, historischen Werken und Kunst untersucht, das der Praxis von Dorje Shugden in den vergangenen Jahrhunderten gewidmet wurde.

Die Website von Trinlay Kalsang Dorje Shugden History wurde diese Woche gestartet. Einige hervorragende Artikel sind bereits veröffentlicht und eine lange Reihe weiterer ist angekündigt. Wir danken ihm für seine akribischen Untersuchungen und Übersetzungen der tibetischen Werke. Erst langsam wird wohl deutlich werden, in welch ungeheuerlichem Ausmaß Dorje Shugden und seine Verehrer in den letzten 30 Jahren falschen Anschuldigen ausgesetzt waren. Insbesondere gab es eine Reihe von akademischen Veröffentlichungen, die zahlreiche, unkorrekte historische Informationen enthalten und ein negatives Bild der Gottheit Dorje Shugden in der Öffentlichkeit verschuldet haben. Darunter The Shuk-den Affair von George Deyfus und Prof. Michael v. Brücks Aufsatz Die Kontroverse um Shugden.

Die Website von Trinlay Kalsang www.dorjeshugdenhistory.org ist gegenwärtig nur auf Englisch zu lesen, aber wir hoffen, dass es bald eine deutsche Übersetzung geben wird und wir versuchen zumindest Teile seiner Arbeit hier in diesem Blog auf Deutsch zu veröffentlichen.

Aus der Einleitung:
Dorje Shugden is a protector deity (srung ma) that came to be propitiated principally by the Sakya and Gelug sects starting in the 17th and 18th centuries. Since that time, a legacy of rituals, historical works and art have been dedicated to the practice of this deity. Although there are many texts that reveal the gradual development of the system of ritual for this deity, much of this has not been brought out in the open for examination. Examination of the important details from these texts is necessary to reconstruct a more complete history, as the history presented thus far by scholars has been partial in order to paint particular constructions that concur with events in the 20th century.

Zehn einfache Gründe, warum Dorje Shugden ein Buddha ist

ZEHN EINFACHE GRÜNDE WARUM DORJE SHUGDEN EIN BUDDHA IST

1. Dorje Shugden ist die letzte Inkarnation in einer Reihe erleuchteter Meister

Dorje Shugden entstand aus einer Inkarnationslinie von erleuchteten Lehrern. Wie der hoch realisierte Meister Tagpa Kelsang Khedrub Rinpoche sagt:

Du hast Dich in verschiedenen Aspekten manifestiert,
Als indische und tibetische Meister,
Wie Manjushri, Mahasiddha Biwawa, Sakya Pandita,
Butön Rinchen Drub, Duldzin Dragpa Gyaltsen, Panchen Sönam Dragpa und viele andere
.

Ihre Lebensgeschichten sind im Buch „Herzjuwel“ (Tharpa Verlag) erklärt. Da er aus einer erleuchteten Überlieferungslinie entstammt, ist auch Dorje Shugden ein Buddha.

2. Dorje Shugden konnte vom 5. Dalai Lama und anderen Lamas nicht unterworfen werden

Als sich Ngatrul Dragpa Gyaltsen, die letzte menschliche Inkarnation der Überlieferungslinie, als Dharma-Beschützer Dorje Shugden manifestierte (so wie er es prophezeit hatte), entwickelte der 5. Dalai Lama anfänglich die falsche Vorstellung, dass er ein Geist sei und versuchte ihn zu unterwerfen, indem er zornvolle Feuerpujas ausführte. Obwohl er selbst und viele hohe Lamas versuchten Dorje Shugden zu zerstören, gelang es ihnen nicht, weil er ein Buddha ist. Das wird von Tagpa Kelsang Khedrub Rinpoche in seiner Lobpreisung Dorje Shugdens namens „Unendliche Äonen“ erklärt:

Und obwohl vier unangefochtene Tantrische Meister
Mit Konzentration zornvolle Rituale begannen um Dich zu unterwerfen,
Wurdest Du aufgrund Deiner Kraft, die zwei Stufen Guhyasamajas vollendet zu haben,
Nicht zum Schweigen gebracht und offenbartest Zeichen des Heldentums; gepriesen seist Du!

3. Dorje Shugdens Form lehrt die Pfade von Sutra und Tantra

Dorje Shugdens Form lehrt die vollständigen Stufen des Pfades von Sutra und Tantra; die Formen weltlicher Wesen besitzen keine solchen Qualitäten.

Er erscheint als vollordinierter Mönch, um zu zeigen, dass die Praxis reiner moralischer Disziplin essentiell ist, für diejenigen, die Erleuchtung erlangen wollen. In seiner linken Hand hält er ein Herz, das Großes Mitgefühl und spontane große Glückseligkeit symbolisiert – die Essenz aller Stufen des weiten Pfades von Sutra und Tantra. Sein runder, gelber Hut repräsentiert die Sichtweise Nagarjunas und das Weisheitsschwert in seiner rechten Hand lehrt uns Unwissenheit, die Wurzel Samsaras, mit der scharfen Klinge von Nagarjunas Sichtweise zu durchschneiden. Dies ist die Essenz aller Stufen des tiefgründigen Pfades von Sutra und Tantra. Er reitet einen Schneelöwen, der die vier Furchtlosigkeiten eines Buddhas symbolisiert.

Erklärungen der übrigen Merkmale können im Buch „Herzjuwel“ gefunden werden, wie auch die spezifische erleuchtete Funktion von jeder der 32 Gottheiten seines Mandalas, die in einem Gebet von Sachen Kunlo, einem der großen Sakya-Meister, erklärt sind.

Nur erleuchtete Wesen zeigen einen Aspekt, der voller Bedeutungen ist und den vollständigen Pfad zur Erleuchtung lehrt. Deshalb ist Dorje Shugden ein Buddha.

4. Dorje Shugden ist die Inkarnation der fünf Buddha-Familien

Dorje Shugden ist die Inkarnation der fünf Buddha-Familien und erscheint in fünf Formen, welche die fünf Familien symbolisieren. Diese Formen sind im Buch „Herzjuwel“ erklärt und werden die „Fünf Linien von Dorje Shugden“ genannt. Die Hauptgottheit Düldzin Dorje Shugden reitet einen Schneelöwen, Vairochana Shugden ist weiß und reitet einen Elefanten, Ratna Shugden ist gelb und reitet ein Palominopferd, Pema Shugden ist rot und reitet einen türkis-farbenen Drachen, Karma Shugden ist dunkelrot und reitet einen zornvollen Garudavogel. Diese Formen symbolisieren auch Dorje Shugdens Erlangungen der befriedenden, vermehrenden, kontrollierenden und zornvollen Handlungen, sowie die erhabene Erlangung der Erleuchtung, welche durch die Hauptform Düldzin symbolisiert wird.

Da Dorje Shugden eine Manifestation der fünf Buddha-Familien ist, gibt es keinen Zweifel, dass er die gleiche erleuchtete Natur wie Buddha Vajradhara besitzt.

5. Dorje Shugden hat die gleiche Natur wie Manjushri, Je Tsongkhapa, Mahakala und Kalarupa

Dorje Shugden hat die gleiche Natur wie Je Tsongkhapa – sie sind die gleiche Person, die unterschiedliche Funktionen ausführt. In vielen Sadhanas von Dorje Shugden heißt es, dass Dorje Shugden die Verkörperung von „Guru, Yidam und Beschützer“ ist, wobei sich „Guru“ spezifisch auf Je Tsongkhapa bezieht. Wenn wir die Sadhana von Dorje Shugden praktizieren, praktizieren wir indirekt den Guru-Yoga von Je Tsongkhapa. Gelugpa-Praktizierende, die aufrichtiges Vertrauen in Dorje Shugden haben, werden keine Schwierigkeiten haben, unerschütterliches Vertrauen in Je Tsongkhapa und seine Lehre zu entwickeln.

Sowohl Je Tsongkhapa („friedvoller Manjushri“), als auch Dorje Shugden („zornvoller Manjushri“) sind Manifestationen des Weisheitsbuddhas Manjushri, wie auch die Dharma-Beschützer vierarmiger Mahakala und Kalarupa. Deshalb besitzen sie alle die gleiche erleuchtete Natur.

6. Dorje Shugdens Mandala-Gottheiten haben die gleiche Natur wie die Gottheiten des Körper-Mandalas von Lama Losang Tubwang Dorjechang

Dorje Shugdens Mandala-Gottheiten haben die gleiche Natur wie die Gottheiten des Körper-Mandalas von Lama Losang Tubwang Dorjechang, der in seiner Essenz Je Tsongkhapa ist.

Lama Losang Tubwang Dorjechang ist das hauptsächliche Zufluchtsobjekt in der gesegneten Gelugpa-Praxis „Darbringung an den Spirituellen Meister“ oder „Lama Chöpa“ auf tibetisch, die aus der Ausstrahlungsschrift Manjushris stammt. In dieser Praxis visualisieren wir innerhalb seines Körpers die 32 Gottheiten von Guhyasamaja. Diese 32 Gottheiten manifestieren sich als die 32 Gottheiten von Dorje Shugdens Mandala, was zeigt, dass Dorje Shugden die gleiche Natur wie Je Tsongkhapa und Guhyasamaja hat und somit ein voll erleuchtetes Wesen ist.

Unter den fünf Linien von Dorje Shugden, die oben erklärt wurden, ist Düldzin Dorje Shugden die Hauptgottheit, welche die Manifestation der Anhäufung des Bewusstseins von Lama Losang Tubwang Dorjechang ist. Die verbleibenden vier Linien sind Manifestationen von Lama Losang Tubwang Dorjechangs übrigen vier Anhäufungen. Je Tsongkhapa selbst manifestiert sich deshalb als ein erleuchteter Beschützer mit Gefolge um seine Ganden-Lehre zu schützen.

7. Die Praxis von Dorje Shugden wurde von Je Tsongkhapa im Reinen Land Tushita gelehrt

Dorje Shugden erschien als Hauptbeschützer der Tradition Je Tsongkhapas vor über 300 Jahren, zur Zeit des 5. Dalai Lama, der die erste Lobpreisung an ihn verfasste. Das gegenwärtige System von Ermächtigung und Verehrung stammt jedoch von einem großen Lama namens Tagpa Kelsang Khedrub Rinpoche. Lama Tagpo besuchte das Reine Land Tushita, wo er Je Tsongkhapa traf und eine Unterweisung erbat. Als Erwiderung hob Je Tsongkhapa das Tuch, welches die Vorderseite des goldenen Thrones bedeckte, auf dem er saß und die fünf Linien von Dorje Shugden kamen hervor. Dorje Shugden überlieferte dann die Praxis an Lama Tagpo, genau wie Maitreya die fünf philosophischen Hauptwerke an Asanga übertrug, als dieser in früheren Zeiten das Reine Land Tushita besuchte.

Lama Tagpo überlieferte diese Unterweisungen später an Pabonkhapa Dechen Nyingpo, der sie an Trijang Dorjechang Losang Yeshe weitergab – spiritueller Vater und Sohn. Von Trijang Rinpoche wurden sie an unsere heutigen Gelugpa-Lehrer weitergegeben.

8. Die höchsten Lamas, die selbst als erleuchtet anerkannt wurden, verließen sich auf Dorje Shugden

Anerkannte Gelugpa-Praktizierende von Dorje Shugden sind u.a. der 5. Dalai Lama, Kelsang Thubten Jigme Gyatso 1743-1811 (ein Tutor des 9.Dalai Lama), Losang Thubten Wangchuk Jigme Gyatso 1775 – 1813 (Oberhaupt der Gelugpa in der Mongolei), Ngulchu Dharmabadra, der indische Meister Shakya Shri Bhadra, der 11. Dalai Lama 1838 – 1856 (der Dorje Shugden als Beschützer der Gelugpa-Tradition einsetzte), Gyara Tulku Rinpoche, Tomo Geshe Rinpoche (der vom 13. Dalai Lama als Ausstrahlung Je Tsongkhapas angesehen wurde), Serkong Rinpoche (der vom 13. Dalai Lama als Vajradhara angesehen wurde),Tagpo Kelsang Khedrub Rinpoche, Pabongkha Rinpoche, Trijang Rinpoche, Ling Rinpoche, Khangsar Rinpoche, Tathag Rinpoche (Oberhaupt der tibetischen Regierung nach dem Tod des 13. Dalai Lama), Song Rinpoche, Lobsang Tamdin, Ribur Rinpoche, Khen Rinpoche Losang Tharchin, Lati Rinpoche, Geshe Rabten, Geshe Ngawang Dhargyey, Khensur Rinpoche, Khechog Rinpoche, Dagyab Rinpoche, Gelek Rinpoche, Lama Yeshe, Geshe Kelsang Gyatso, Yongyal Rinpoche, der 14. Dalai Lama (bis er über 40 Jahre alt war), Dagom Rinpoche, Gonsar Rinpoche, Gangchen Rinpoche und andere.

Alle diese Lamas wurden selbst als realisierte, heilige Wesen anerkannt, mit tausenden von tantrischen Schülern, welche sie als lebende Buddhas verehrten.

Fast alle heutigen Gelugpa-Lehrer sind direkt oder indirekt Schüler des großen Pabongkha Rinpoche und Trijang Rinpoches.

Der 14. Dalai Lama sagte, dass es „falsch“ von Pabongkha Rinpoche und Trijang Rinpoche war, Dorje Shugden zu verehren, aber sie wurden als Ausstrahlungen von Heruka bzw. Amitabha erkannt und waren die hauptsächlichen Linienhalter von Je Tsongkhapas Gelugpa Tradition zu ihrer Zeit. Wie können sie also falsch liegen?

9. Dorje Shugen führt die 27 Taten eines Buddhas aus

Der hoch realisierte Meister Tagpo Kelsang Khedrub Rinpoche verfasste einen Vers der Lobpreisung:

Mit tiefem Vertrauen verbeuge ich mich vor Dir, Vajradhara Dorje Shugden.
Obwohl Du bereits die Buddha-Ebene erlangt hast
Und die 27 Taten eines Buddhas ausführst,
Erscheinst Du in verschiedenen Formen, um dem Buddhadharma und Lebewesen zu helfen.

Diese 27 Taten, die in den Sutras der Vollkommenheit der Weisheit erklärt werden, beginnen damit, Lebewesen zu zeigen, wie man in den spirituellen Pfad zur Erleuchtung eintritt und reichen bis dahin, sie zur letztendlichen Erlangung der Buddhaschaft zu führen. Da Dorje Shugden alle diese 27 Taten ausführt, ist es klar, dass er ein Buddha ist.

Einige Leute sagen, dass Dorje Shugden Praktizierenden Schaden zugefügt hat, die sich von der Ganden-Tradition abgewendet haben, aber es gibt keine Beispiele dafür, dass  dies geschehen ist, während es viele Bespiele dafür gibt, wie Dorje Shugden Lebewesen beschützt hat. Beispielsweise war Dorje Shugden dafür verantwortlich, dass der Dalai Lama 1959 sicher von Tibet nach Indien gelangte.

Selbst heute gibt es viele buddistische Praktizierende, die ihre eigenen Geschichten berichten können, wie sie von diesem Beschützer vor Schaden bewahrt wurden. Dorje Shugdens Name bedeutet „Stärke besitzender Vajra“, was zeigt, dass er große Kraft und Stärke hat Buddhadharma zu verbreiten und den Menschen in diesen degenerierten Zeiten zu helfen.

10. Sich auf Dorje Shugden zu verlassen führt zu überirdischen Resultaten

Der Unterschied zwischen einem Dharma-Beschützer und einem weltlichen Beschützer ist, dass ersterer ein erleuchtetes Wesen ist, während letzterer es nicht ist. Weltliche Beschützer haben keine Fähigkeit den Buddhadharma zu verbreiten oder Dharma-Realisationen im Geist eines Praktizierenden zu schützen. Als Dharma-Beschützer ist es Dorje Shugdens Hauptfunktion unsere Dharma-Praxis zu beschützen und nicht unseren weltlichen Angelegenheiten zu helfen.

Dorje Shugden hilft, leitet und beschützt immer vertrauensvolle Praktizierende, indem er Segnungen gewährt, ihre Weisheit vergrößert, ihre tugendhaften Wünsche erfüllt und allen ihren tugendhaften Tätigkeiten zu Erfolg verhilft. Dorje Shugden hilft nicht nur Gelugpas; da er ein Buddha ist, hilft er allen Lebewesen.

Dorje Shugden hat Hindernisse beseitigt und die Bedingungen für das außerordentliche Wachstum der Lehre Je Tsongkhapas geschaffen, und vor allem für die Realisationen dieser Unterweisungen in diesem Zeitalter. Je Tsongkhapas Lehre verbreitet sich jetzt in der ganzen Welt. Beispielsweise entspringt jeglicher spiritueller Erfolg den Praktizierende der NKT, der FPMT und anderer Gelug-Organisationen genießen aus den Segnungen dieses Buddhas. (Lama Yeshe, der Gründer der FPMT verließ sich sein ganzes Leben lang aufrichtig auf Dorje Shugden).

Diejenigen, die sich auf Dorje Shugden verlassen, wissen dass ihre spirituellen Realisationen aus seinen Segnungen entstammen. Aber, wie in jeder Beziehung mit einem heiligen Wesen, kann dies nur von jemandem erfahren werden, der sich auf ihn mit starkem Vertrauen für lange Zeit verlässt und stetig seine Verbindung mit ihm aufbaut.

Gyara Tulku Rinpoche aus dem Kloster Drepung Loseling schrieb einen Dankesvers, dessen Inhalt von Dorje Shugden Praktizierenden in der ganzen Welt geteilt wird:

Zuerst gabst Du mir einen hoch qualifizierten spirituellen Meister,
Unter dem ich Dharma studiert und praktiziert habe.
Wenn ich durch das Befolgen falscher Ratschläge in Gefahr kam falsche Pfade zu betreten
Hast Du mich sofort auf den korrekten Pfad zurückgeholt.

Oh Düldzin, König des Dharmas, ich danke Dir für Deine Güte,
Dein Körper ist die Synthese aller Sangha-Juwelen,
Deine Rede ist die Synthese aller Dharma-Juwelen,
Und Dein Geist ist die Synthese aller Buddha-Juwelen.

Deutsche Übersetzung der Dokumentation des Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Titel ‚The Devil Within‘ in der Reihe ‚People and Power‘, September 2008

Deutsche Übersetzung der Dokumentation des Nachrichtensenders Al Jazeera mit dem Titel’The Devil Within‘ in der Reihe ‚People and Power‘, September 2008

Hallo und Willkommen!

Der Dalai Lama wird von seinem Volk als Held verehrt und ist weltweit für seine friedliche Philosophie respektiert. Aber eine ganze Anzahl von buddhistischen Exiltibetern, die in Indien leben, glauben nicht mehr an seine Führung. Sie beschuldigen ihn der religiösen Diskriminierung.

Im Mittelpunkt des Konfliktes steht die buddhistische Gottheit Shugden. Von den einen als Gottheit betrachtet und von anderen als Dämon.

Der Dalai Lama hat die Verehrung von Shugden verboten. Im Mai [2008] wurden 400 Mönche aufgrund ihres religiösen Glaubens aus den Klöstern geworfen und Shugden-Anhänger werden von anderen tibetischen Buddhisten verstoßen.

Auf den Straßen des tibetischen Flüchtlingscamps in Bylakuppe in Südindien, ist Delek Tong, ein buddhistischer Mönch der Shugden verehrt, nicht mehr willkommen.

Delek Tong: „Schaut Euch dieses Schild an, es heißt: ‚Shugden-Verehrer haben keinen Zutritt’“.

„Hallo, ich verehre Shugden, darf ich hereinkommen?“

Verkäuferin: „Nein, es tut mir leid, ich will weder Dich noch irgendwelche Shugdens in meinem Laden.“

Der Dalai Lama hat die tibetische Gemeinde aufgefordert, die Verehrung der 400 Jahre alten Gottheit Shugden aufzugeben.

Delek Tong: „Als Du dem Rat des Dalai Lama gefolgt bist, hast Du damit nicht vergessen, dass wir Shugden-Verehrer ebenfalls Tibeter wie Du sind?“

In der Praxis heißt das, dass Delek Tong diesen Laden aufgrund seines religiösen Glaubens nicht betreten darf.

Verkäuferin: „Ich habe einen Schwur abgelegt und ich will nichts mit den Shugden-Leuten zu tun haben, die der tibetischen Sache schaden. Ich werde nicht alles tun, was [der Dalai Lama] sagt, aber er sagt die Wahrheit. Ich bin nicht jemand, der einfach blind jemandem glaubt. Ich glaube jemandem, der die Wahrheit sagt. Hier sagt der Dalai Lama immer die Wahrheit.“

Anderer Mönch: „Was denkst Du was Du machst? Schämst Du Dich nicht? Wir sind beide Tibetische Mönche. Der Dalai Lama ist unser einziger Beschützer.“

Delek Tong: „Ich verstoße nicht gegen die Unterweisungen Buddhas.“

Anderer Mönch: „Du hast hier nichts zu suchen. Es gibt bestimmte Regeln bei der Verehrung von Gottheiten. Wenn Du es nicht richtig machst, wird Deine Gottheit der Teufel.“

Für die einen ist Shugden eine Gottheit, die vor Schaden schützt. Für die anderen, die den Unterweisungen des Dalai Lama folgen, ist Shugden einfach ein Geist, der Böses bringt.

Anderer Mann: „Dies ist eine heikle Sache. Filmen ist nicht verboten, aber diese Shugden-Leute zu filmen kann eine Menge Probleme machen. Seid vorsichtig, was ihr vor der Kamera sagt. Wir haben kritische Zeiten. Könnt Ihr bitte aufhören [zu filmen]. Sonst zerschlage ich diese Kamera. Ich habe gesagt, ich lehne dies ab, und ihr macht immer noch weiter Bilder.“

Diese Gottheit steht jetzt im Mittelpunkt der Kontroverse. Einerseits will der Dalai Lama sie verbieten; andererseits gibt es weltweit etwa 4 Millionen Menschen, die Dorje Shugden verehren.

Gemäß der buddhistischen Tradition kam ein verstorbener Mönch als Geist zurück und wurde vom 5. Dalai Lama zur Gottheit erklärt. Seither wurde Shugden als Beschützer-Gottheit verehrt.

Die Verehrung von Shugden ist ein heikles Thema, das in der tibetischen Exilgemeinde Spannungen verursacht. Im Januar dieses Jahres [2008] hat der Dalai Lama sein Volk aufgefordert mit der  Verehrung dieser 400 Jahre alten Gottheit aufzuhören, um die Spannungen zu beenden.

Dalai Lama: „Ich selbst habe Shugden verehrt. Der Geist hat mich sehr gerne gehabt. Ich habe aber erkannt, dass es ein Fehler war. Deshalb habe ich aufgehört. Vor kurzem haben Klöster furchtlos Shugden-Mönche ausgestoßen, wo es nötig war. Ich unterstütze diese Handlungen voll und ganz. Ich lobe sie. Wenn es Klöstern schwerfällt, Maßnahmen zu ergreifen, sagt ihnen, der Dalai Lama ist dafür verantwortlich. Die Shugden-Anhänger sind dazu übergegangen zu töten und zu schlagen. Sie legen Feuer. Und erzählen endlose Lügen. Das ist es, woran die Shugdens glauben. Das ist nicht gut.“

Für Mai und ihre Familie bleibt Shugden ein Beschützer. Ihre Familie hat diese Gottheit seit Generationen verehrt. Weil sie die Regelung des Dalai Lamas abgelehnt haben, sind sie aus ihrer Gemeinde ausgestoßen worden.

„Sie haben für uns gesonderte Regeln gemacht. Sie sagen, niemand darf mit uns sprechen. Und niemand sollte irgendwelchen Kontakt mit uns haben.“

„Wenn er [Dalai Lama] wirklich ein Buddha ist, wenn er wirklich eine Gottheit ist, würde er nicht solche Probleme machen. Er würde uns nicht solche Schwierigkeiten machen. Wenn er der Buddha ist, würde er keinem Menschen irgendwelche Probleme machen.“

„Der Dalai Lama ist unfair und eigensüchtig. Er folgt nur seinen eigenen Wünschen.“

Die Entscheidung, die Verehrung von Shugden zu verbieten, wurde hier in Dharamsala getroffen. Seit 1960 gibt es 46 Parlamentsabgeordnete, die hier arbeiten um die Angelegenheiten Tibets und der hier lebenden Flüchtlinge zu entscheiden. Dies ist das Herz der tibetischen Demokratie.

Reporter: „Haben Sie über Shugden im Parlament debattiert?“

Tsultrim Tenzin (Abgeordneter des Parlamentes): „Es gab keine Streitpunkte. Es gab keine Streitpunkte. Wenn es eine Opposition gibt, dann gibt es Streitpunkte, aber es gibt keine Opposition. Wir haben keine Zweifel über die Entscheidungen des Dalai Lama. Wir denken nicht, dass er ein menschliches Wesen ist. Er ist ein überirdisches Wesen und er ist eine Gottheit. Er ist Avalokiteshvara. Er hat keine Eigeninteressen. Er denkt immer an andere. Alle sind glücklich. In unserem System sind alle glücklich, weil es volle Demokratie gibt. Jeder darf zum Ausdruck bringen, was immer er möchte.“

Warum werden also Shugden-Leute in der Gemeinschaft diskriminiert? Wir haben den Premierminister gefragt, was er über die Schilder denkt, die an den Läden angebracht sind.

Samdhong Rinpoche, tibetischer Premierminister (liest das Schild): „Das ist wahr, ‚Personen, welche die Verehrung des Geistwesens nicht aufgegeben haben, kommen bitte nicht in dieses Geschäft‘. Das ist sehr klar. Warum sollten sie dann in dieses Geschäft gehen? Das ist unfair von ihnen. Viele Shugden-Verehrer werden Terroristen und sind bereit jeden zu töten. Sie sind bereit jeden zu schlagen. Es ist sehr klar, dass es jetzt Leute gibt die Shugden verehren und der Führung der VR China sehr nahe stehen. Das ist klar.“

Mit der VR China in Verbindung zu stehen ist die schlimmste Form des Hochverrats in den Augen der tibetischen Exilregierung.

Kein Shugden-Verehrer ist jemals aufgrund von Terrorismus angeklagt oder auch nur untersucht worden, aber dennoch leben die Mönche, die weiterhin Shugden verehren, als unschuldige Opfer in Schimpf und Schande.

Delek Tong: „Auf den Plakaten heißt es, dass wir Beziehungen zur chinesischen Regierung haben. Wir haben nichts mit China zu tun. Es gibt keinerlei Beweise, aber dennoch belästigen und bedrohen uns viele Leute.“

Aus Furcht um ihr Leben, haben sich diese Shugden-Mönche in einem Kloster in Südindien versteckt, wo sie Zuflucht gesucht haben, nachdem sie aus ihrem Kloster verwiesen wurden.

Jetzt haben diese Mönche, die hier in Indien leben, die Angelegenheit in ihre eigenen Hände genommen. Sie haben beschlossen, den Dalai Lama vor Gericht zu bringen, mit der Anklage, er verletze ihre Religionsfreiheit.

Thubten unterstützt eine Kampagne, um Belege für religiöse Diskriminierung zu sammeln.

Thubten: „Warum ich hier bin? – ich arbeite sehr hart für die Religionsfreiheit. Ich kämpfe für Religionsfreiheit, deshalb bin ich hier. Es gibt hier keine Chance für Religionsfreiheit. Wenn Du gegen die tibetische Exilregierung um Religionsfreiheit kämpfst, dann werden automatisch Plakate mit Deinem Bild aufgehängt und jeder sagt: ‚Sprich nicht mit ihnen. Höre nicht auf sie‘. Deshalb haben wir keine Chance der Welt unsere Wahrheit mitzuteilen.“

Mit der Hilfe des Rebellenmönches Kundeling Rinpoche bringen sie den berühmtesten ehemaligen Shugden-Verehrer – den Dalai Lama selbst – vor Gericht.

Kundeling Rinpoche: „Es gibt keine Demokratie. Der Mann, der Dalai Lama, redet über Demokratie, redet über Mitgefühl, redet über Dialoge, redet über Verständnis, redet über Lösungen, aber für uns gibt es keine Lösung. Gibt es keinen Dialog, gibt es kein Verständnis, gibt es kein Mitgefühl, denn in seiner Wahrnehmung sind wir keine Menschen. Wir sind nur böse. Wir sind böse und sind chinesische Agenten. Genau das ist der Fall. So einfach ist das.“

Nur wenige Tage vor der Anhörung des Dalai Lama vor dem Obersten Gericht, treffen sich Kundeling und Thubten mit ihrem Anwalt. [Der Gerichtstermin wurde auf Antrag des Dalai Lama vertagt und steht noch aus].

Shree Sanjay Jain: „Es ist mit Sicherheit ein Fall von religiöser Diskriminierung, in der Hinsicht, wenn sie innerhalb ihrer religiösen Sekte sagen, dass diese spezifische Gottheit nicht verehrt werden soll, und versucht wird, die Personen, die den Wunsch haben sie zu verehren, aus dem Hauptstrom des Buddhismus zu exkommunizieren, dann ist dies eine Diskriminierung der schlimmsten Art.“

Ganz gleich, wie dieses Gerichtsverfahren ausgeht – in einem Land in dem Millionen von Gottheiten verehrt werden, zu versuchen eine Gottheit zu verbieten ist eine verlorene Schlacht. Eine Schlacht, in der viele buddhistische Mönche ihr Vertrauen in den Dalai Lama verloren haben.

Anfang dieses Monats haben die Anwälte des Dalai Lamas eine dreimonatige Vertagung des Falles mit der Begründung seiner Krankheit beantragt. Die Anhörung wird am 9. Dezember sein, und wir werden weiter darüber berichten.

Die Gründe des Dalai Lama, Dorje Shugden zu verbieten

Über die Ratschläge des Dalai Lama bezüglich des Weisheitsbuddha Dorje Shugden

Der Dalai Lama hat drei Hauptgründe für das Verbot der Praxis von Dorje Shugden gegeben. Bevor wir diese beantworten, sollte darauf hingewiesen werden, dass er zwar nur davon spricht „nachdrücklich von der Praxis abzuraten“, aber es gibt immer mehr Beweise, dass er die Praxis verboten hat. Z.B. die Ausweiskarten – Tibeter sind gezwungen einen Schwur zu unterschreiben, dass sie niemals Dorje Shugden verehren, noch irgendeine materielle oder spirituelle Beziehung zu Shugden-Verehrern haben, oder sie erhalten keine Ausweiskarte (wodurch sie zu Flüchtlingen unter Flüchtlingen werden). Die entstehende Ausgrenzung und die Verweigerung von grundlegenden Menschenrechten, wie Zugang zu Nahrungsmitteln, Unterkunft und sozialen Kontakten hat in der tibetischen Exilgemeinde großes Leiden verursacht und ist ausführlich dokumentiert. Siehe auch unser Artikel „Erzwungene Unterschrifts- und Ausweiskampagne“

Selbst wenn die Sichtweise des Dalai Lama zu dieser Praxis begründet oder wahr wäre – was nicht der Fall ist – wäre es immer noch unakzeptierbar, anderen diese Sichtweise aufzuzwingen und seine politische Macht dazu zu benutzen, anderen seinen religiösen Willen aufzuerlegen. Stellen Sie sich vor, ein anderer Machthaber würde Moslems, Juden oder Schamanen eine derartige Schwur- und Unterschriftenkampagne aufzwingen. Es würde einen Aufschrei geben und man wäre an die Zeit des Faschismus in Deutschland erinnert.

Die Gründe des Dalai Lama sind detailliert durch Schriften und Erfahrungen von abertausenden von Praktizierenden der Vergangenheit und Gegenwart widerlegt worden. Siehe dazu http://www.westernshugdensociety.org/de und http://wisdombuddhadorjeshugden.org/de/

Hier eine Zusammenfassung:

1. „Die Dorje Shugden-Praxis bringt die Gefahr, dass der tibetische Buddhismus zu einer Form der Geisterverehrung degeneriert“

Die Praxis von Dorje Shugden ist keine Geisterverehrung, da Dorje Shugden als Verkörperung des Buddhas der Weisheit, Manjushri, betrachtet wird, der in dieser Form erschienen ist, um Buddhas Unterweisungen zu beschützen. Alle Praktizierenden des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden, einschließlich der Lehrer des Dalai Lama und Millionen von Gelugpa-Lamas und Praktizierenden der vergangenen Generationen sind aufrichtige Buddhisten, die den vollständigen Dharma von Buddha Shakyamuni praktizieren. Es ist unwahr, herabwürdigend und beleidigend, zu sagen, dass sie dies nicht tun. Es würde auch bedeuten, dass die Unterweisungen, die der Dalai Lama selbst weitergibt, nicht buddhistisch sind, da diese von seinen Lehrern stammen, die Dorje Shugden-Praktizierende waren.

2. „Die Dorje Shugden-Verehrung ist ein Hindernis für die Entstehung von authentischem Nicht-Sektierertum“

Dalai Lama fördert interreligiöses Verständnis und Harmonie – solange Dorje Shugden-Praktizierende die Ausnahme von der Regel sein können. Selbst gegenwärtig kann jeder die “formalen religiösen Unterweisungen” des Dalai Lama besuchen; kommen Sie einfach vorbei, ob Sie ein Moslem, ein Katholik oder ein Geisterverehrer sind, jeder ist willkommen! Aber ein buddhistischer Dorje Shugden-Praktizierender? Sie werden aufgefordert zu gehen. Dass der Dalai Lama sagt, er sei ein Mann des Friedens und der Toleranz, macht diese buddhistische Apartheid nur noch unbegreifbarer. Es gibt nicht den geringsten Beweis für die Behauptung, dass es die Praktizierenden des Weisheitsbuddha Dorje Shugden sind, die Sektierertum verbreiten. Sie bitten ganz einfach nur um die Freiheit, ihre althergebrachte Tradition praktizieren zu können, ohne dafür verfolgt und geächtet zu werden. Der Dalai Lama versteckt sich hinter seinem Prominenten-Image und beschuldigt die Opfer als Täter.


3. „Dorje Shugden Praxis ist besonders unangemessen in Bezug auf das Wohl der tibetischen Gesellschaft“

Stellen wir uns vor, der amerikanische Präsident würde erklären, dass die spirituelle Praxis von jemandem gestoppt werden muss, weil sie sein Leben und seine Regierungsfähigkeit beeinträchtigt? Er würde als diktatorisch und verrückt betrachtet werden. Die Idee, dass diejenigen, die friedlich ihre Gebete an den Weisheitsbuddha Dorje Shugden richten, um positive Geisteshaltungen wie Mitgefühl und Weisheit zu beschützen, in irgendeiner Form der tibetischen Exilregierung und dem Dalai Lama schaden, und dass diese Gebete gestoppt werden müssen, ist gleichermaßen diktatorisch und in peinlicher Weise abergläubisch. Der Dalai Lama ist jetzt 73 Jahre alt, bei guter Gesundheit, und er hat das Ziel der tibetischen Unabhängigkeit schon vor Jahren aufgegeben. Dorje Shugden-Praktizierende als Sündenbock für das Fehlschlagen eines freien Tibets zu benutzen, ist eine politische Intrige, und wenn es nicht der populäre und charismatische Dalai Lama wäre, der solche Sachen behauptet, wäre es schon lange zum Gespött der Leute geworden. Es sind nicht die Praktizierenden des Weisheitsbuddhas Dorje Shugden, welche die tibetische Einheit zerstören, sondern die kontroversen und spaltenden Handlungen des Dalai Lamas zerreißen Familien und Gemeinden in ihrer Mitte.

Der Dalai Lama hat sein Volk gedrängt, diese Gründe zu bedenken und „entsprechend zu handeln“. Wir sind sicher, wenn Sie sich die Zeit nehmen und seine Gründe kritisch untersuchen und einige Nachforschungen anstellen, werden Sie zustimmen, dass sie keinen Sinn machen, und selbst wenn, hätte er kein Recht diese religiösen Sichtweisen anderen durch politischen Druck aufzuzwingen, wie z.B. durch die Ausweiskarten.

Seit 30 Jahren haben Lamas und Praktizierende versucht mit dem Dalai Lama in dieser Sache zu kommunizieren, und seit 30 Jahren hat er sie entweder ignoriert oder beleidigt. Aus diesem Grund wurden von Aktionsbündnissen der Shugden-Verehrer weltweit Demonstrationen organisiert.

Von der tibetischen Exilregierung wurde selbstverständlich behauptet, dass die VR China hinter diesen Demonstrationen steckt. Aber warum nehmen so viele Tibeter und Westler den Zeitaufwand und die Reisekosten auf sich, um gegen eines der berühmtesten religiösen Oberhäupter zu demonstrieren, wenn sie nicht einige sehr dringende und zwingende Gründe dafür hätten? Sie tun dies, weil es in der tibetischen Exilgemeinde ein großes Problem gibt, und es wird nur schlimmer, wenn wir nicht den Mut haben, darauf aufmerksam zu machen.

Zu sagen, dass die Demonstrationen gegen den Dalai Lama stattgefunden haben, weil Dorje Shugden-Verehrer von den Chinesen bezahlt werden ist eine faule und lächerliche Ausrede: 1. weil es nicht den geringsten Beweis dafür gibt, denn es ist schlicht unwahr; und 2. warum brauchen freie, ausgebildete und arbeitende Menschen chinesisches Geld um ihre Stimme zu erheben?

Es gibt eine gut recherchierte Dokumentation des Nachrichtensenders Al Dschasira zu diesem Thema: (in Kürze wird in diesem Blog ein deutsches Transkript der Sendung veröffentlicht)

http://www.wisdombuddhadorjeshugden.blogspot.com/2008/10/al-jazeera-news-documentary-video.html