Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien

Neue Meldungen zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama in Neu Delhi, Indien (auf der Grundlage eines Artikels im Shugden Society Blog

Nachstehend einige Neue Nachrichten zum Gerichtsverfahren gegen den Dalai Lama die aus einer gut informierten Quelle in Neu Delhi stammen. Wie u.a. im Nachrichtensender Al Dschasira berichtet wurde, haben Dorje Shugden Verehrer in Indien eine Klage gegen den Dalai Lama aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen der Religionsfreiheit von Dorje Shugden Praktizierenden eingereicht.

Der Dalai Lama hat schließlich durch seinen Anwalt am 19. Dezember 2008 eine Antwort an den Obersten Gerichtshof in Neu Delhi gesandt. Dies war genau neuneinhalb Monate nachdem er eine Benachrichtigung des Gerichtshofes erhalten hatte, die ihn zu seinen Handlungen in Verbindung mit dem Verbot der Dorje Shugden Praxis befragte und ihn zu einer Antwort aufforderte. Seine Antwort war nicht schlüssig und unverantwortlich!

Zunächst war es Samdhong Rinpoche, der angebliche Premierminister der tibetischen Exilregierung, der im Namen des tibetischen Oberhauptes antwortete. Der Dalai Lama selbst hat sich ausgeschwiegen. Die Antwort selbst ist eine kuriose Zusammenstellung von Verleugnungen und Verdrehung von allgemein bekannten Tatsachen. Im Schreiben wird behauptet, dass der Gerichtshof keine Zuständigkeit in Religionsangelegenheiten hat – das Verbot sei eine religiöse Verordnung des tibetischen Oberhauptes, der ein Mandat besitzt, das tibetische Volk im religiösen und politischen Bereich zu führen.

Andererseits wird im Schreiben von Samdhong vehement verleugnet, dass der Dalai Lama überhaupt jemals ein Verbot erlassen oder ein Referendum angeordnet habe. Samdhong behauptet, dass es keinerlei Diskriminierung gäbe, keine Menschenrechtsverletzungen, keine Unterdrückung der Religionsfreiheit, keinem Dorje Shugden Praktizierenden wäre Arbeit verweigert worden, keine Studenten aus Schulen verwiesen! Die ca. 15 Mönche, denen der Zutritt zu einer tibetischen Flüchtlingssiedlung verweigert wurde, wären aufgrund eines Verbotes zurückgewiesen worden, das von den Klöstern erlassen wurde, nicht vom Dalai Lama.  (Ausführliche Informationen zu den Unterdrückungen hier im Blog sowie in den Websites der Dorje Shugden Vereinigungen. Siehe Links)

Der Premierminister hat sich eher darauf beschränkt, Kundeling Rinpoche und Lama Gangchen Rinpoche einer unheiligen Allianz mit der chinesischen kommunistischen Regierung zu beschuldigen. Gemäß Samdhong haben die Missetaten und die Feindseligkeit dieses Duos es ermöglicht, dass derart hinterhältige Attacken gegen den heiligen Dalai Lama möglich wurden.

Um die makellosen Beziehungen des Dalai Lama zu attestieren, haben ihm fast alle tibetischen Ministerien Briefe ausgestellt, die dies bestätigen sollen. Es scheint auch einen obskuren Brief von einem indischen Minister zu geben. Die National Human Rights Commission of New Delhi (NHRC) behauptet, dass es keine Anschuldigungen gegen den Dalai Lama gibt. Ein Brief einer sogenannten Presse-Vereinigung die sich UBO nennt und ihre Sitz in der Schweiz haben soll, behauptet, dass die Dokumentation des Schweizer Fernsehens „Bruderzwist“ in der Reihe „10 vor 10“ einseitig und voreingenommen hinsichtlich der Kontroverse gewesen sei. (Die Videos hier im Blog auf der rechten Seite)

Es kann nur gehofft werden, dass sich das Gericht keinen Sand in die Augen streuen lässt und den Dalai Lama mit den Widersprüchen zwischen den offenkundigen Fakten der religiösen Unterdrückung und seinen Vernebelungsversuchen konfrontiert.

Die Shugden Praktizierenden sind in diesem Gerichtsverfahren jetzt wieder am Zug und eine Antwort wird vorbereitet.

Al Dschasira hat seinen Report über die Verfolgung der Dorje Shugden Verehrer durch den Dalai Lama zu einem der zwei besten Berichte des Jahres 2008 gewählt und angekündigt weiter über das Gerichtsverfahren zu berichten.

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Eine Antwort

  1. […] keine Kommunikationsbereitschaft. Der Konflikt ist soweit eskaliert, dass die Shugden-Verehrer beim Obersten Gerichtshof von Neu-Dehli Klage gegen den Dalai Lama wegen Verstoß gegen die Religionsfreiheit erhoben […]

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